Freiheit oder Mobilität? Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als ich meinen Führerschein gemacht habe. Mit dem ersten Auto erkaufte ich mir Freiheit. Teure Freiheit zugegeben, doch neben der Freiheit und Unabhängigkeit vom Auto des Vaters konnte ich nun hinreisen wohin ich wollte. Ganz ohne mir vorher Gedanken zu machen. Der Sprit war billig, mein Gasfuß war willig. So fuhr ich einfach mal so 100 km über die Autobahn, nur wegen der Autofahrt. Die Freiheit genießen, das war es, was ich wollte.

Inzwischen sehe ich diese Freiheit etwas anders, ich bin etwas älter geworden und die Jugend von heute, wächst mit einem anderen Lebensgefühl auf. Heute braucht man kein Auto mehr um Mobil zu sein. Heute kann man über diverse Apps sich über Mittel und Wege informieren um günstig von A nach B zu kommen und so ist es nur wenig verwunderlich, dass Automobilhersteller und führende Konzerne weiterdenken. QuiCar ist so ein Beispiel. Warum zum Beispiel sollte VW über CarSharing System nachdenken und diese auch noch realisieren? Warum gibt es Smarts in der Innenstadt die man kurzzeitig mieten kann. Es gibt Mitfahrgelegenheiten und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wenn das Auto nicht mehr Mittel zum Zweck sein wird. Die Menschen ziehen in die Stadt. Über die schlechte Parkplatzsituation meckern wir ja schon alle, über den Verkehrskollaps in den Innenstädten sowieso und diese ganzen Abgase, nee, die will ja auch keiner haben.

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Trotzdem müssen wir noch von A nach B, doch wer wird hier am Ende der Gewinner sein? Das Automobil? Die Bahn? Busse und Bahn? Ich schreibe diesen Beitrag hier gerade aus einem Abteil der deutschen Bahn. Ich sitze bequem und gut in der 1. Klasse und befinde mich auf dem Weg von Bielefeld zum Flughafen nach Köln/Bonn. Von dort aus geht es mit dem Flugzeug nach Mallorca. Der Grund meines Aufenthaltes? Ich werde dort, also fernab vom dichten Verkehr, vom schlechten, kalten Wetter, ein Auto testen und Probefahren. Ein Auto welches wieder Emotionen weckt. Einen Opel Astra GTC. Dieser Wagen weckt bei mir Emotionen und ob meine Vorstellungen auch stimmen, überprüfe ich nun vor Ort.

Euch berichte ich natürlich extra noch mal in einem passenden Beitrag über den Trip 2 Mallorca sowie die Probefahrt mit dem Opel Astra GTC, denn hier in diesem Beitrag geht es ja um das Thema Freiheit oder Mobilität.

Wenn das Auto demnächst nicht mehr ein Zeichen für Freiheit ist, dann wird es aber immer noch die vermutlich günstigere Alternative sein, zu mindestens wenn man mit mehreren Leuten gleichzeitig verreisen / fahren möchte. Ich sehe als tatsächlich die Zukunft in CarSharing / Leasing oder ähnlichen Abrechnungsverfahren und ich denke, dass die Automobilhersteller sich darauf nun auch langsam einstellen. Wie seht ihr das? Ist das Auto noch ein Stück Freiheit oder ist es nur noch Mittel zum Zweck für die (aufgezwungene) Mobilität? Wie seht ihr die automobile Zukunft? Tanken wir demnächst alle an der Steckdose? Was passiert dann mit den Tankstellen? Fahren wir weniger Auto? Teilen wir uns ggf. Fahrzeuge mit den Nachbarn? Wie seht ihr das?