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Nissan Micra 1.2 DIG-S Probefahrt / Test – Hält der Micra was er verspricht?

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Das war schon ein krasser Umstieg vom Nissan 370Z auf den Nissan Micra. Quasi vom Sportwagen zum Kleinwagen, der mich allerdings nicht enttäuscht hat. 3 Getränkekisten passen locker in den Kofferraum vom Micra, damit hat er die wichtigste Hürde ja schon geschafft. Natürlich haben wir bei einem “Frauenauto” auch getestet, ob man einen Maxi Cosi gut befestigen kann. Der Nissan Micra ist von innen wirklich ein kleines Raumwunder. Die Testpersonen, die ich auf die hinteren Sitze verwiesen habe, faselten was von “viel Beinfreiheit” und “hätte ich dem gar nicht zugetraut”. Auch ein Kinderwagen passt in den Kofferraum, die Ladekante ist auch nicht zu hoch. Da gibt es also ebenfalls nichts zu meckern.

Nissan bietet den Micra in 160 Ländern an, der 3-Zylinder Benzin Motor soll ein Diesel Modell überflüssig machen. Tja, was soll ich sagen? Damit soll Nissan Recht behalten! Der Nissan Micra 1.2 DIG-S macht, wenn man das Gaspedal nicht nur streichelt, sogar Spaß. 98 PS sorgen für den Vortrieb, das Ganze aus 1,2 Liter Hubraum. Wie das funktioniert? Bei dem 3 Zylinder sorgt ein Kompressor für die Füllung der Zylinder. Der Tank fast 41 Liter, einen neuen Spritsparrekord konnten wir aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse allerdings nicht aufstellen. Das ständige Stop & Go in der Stadt (es gab frischen Schnee) sorgte für einen Durchschnittsverbrauch von 5,6 Liter auf 100 km. Dabei muss aber auch erwähnt werden, dass wir den Nissan Micra nun wirklich nicht spritsparend bewegt haben.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, ist der komplett ebene Laderaum, wenn man die hinteren Sitze wegklappt. 605 Liter Volumen stehen hier zur Verfügung. Wer sein Papier z.B. bis zum Dach hoch stapelt, könnte ein Volumen von 1132 Liter unterbringen. Gerade Packstücke können also sehr gut verladen werden:

Doch auch die Tour zum Recycling-Hof kann man mit dem Nissan Micra gut machen:

Den Micra gibt es ausschließlich mit 5 Türen. Ich habe mir sagen lassen, dass 5-Türer gerade bei Frauen mit Kindern sehr beliebt sind, da diese dann “nicht nach hinten krabbeln müssen”:

Ein Hauch von Nissan 370Z fand ich auch im Nissan Micra, wer nämlich die Sitzheizung bestellt, bekommt ähnliche Kippschalter. Die Sitzheizung ist sehr zu empfehlen, sie heizt schnell und zuverlässig. Auch Geschwindigkeiten bis 100 km/h ist der Nissan Micra im Innenraum noch recht leise, man kann sich auch weiterhin gut unterhalten. Gut unterhalten lassen kann man sich von dem Infotainment System. Musik via Bluetooth? Kein Problem! MP3 auf dem USB Stick? Auch gar kein Problem! Aux-In vom Kassettenplayer (gibt es so was noch?) der Kinder? Kein Thema! Der Micra hat es faustdick hinter den Ohren und kann hier alle Wünsche erfüllen.

Fahrer und Beifahrer sollten sich mögen, denn vorne könnte es unter Umständen schnell etwas “kuschelig” werden. Somit ist dieses Fahrzeug also das ideale Familienfahrzeug für kleine Familien, oder aber ebenfalls der ideale Zweitwagen. Wer etwas Luxus im Kleinwagensegment mag, der sollte zum Micra Tekna greifen, dort gibt es einen Regensensor (der sehr gut funktioniert), ein Panorama-Glasdach, ein Keyless-Go System und eine Fahrlichtautomatik. Der Parkguide hilft einem beim Einparken, seitliche Radarsensoren vermessen auf Wunsch freie Parkplätze. Das ist die Zukunft! Jetzt müssten nur noch die Autofahrer auf die Technik hören und nicht noch ein paar Meter fahren wenn es schon piept.

Ist ein Nissan Micra ein typisches Frauenauto? Nein! Die Schminkspiegel sind nicht beleuchtet, somit dürfen sich durchaus auch die Männer der Schöpfung mit einem Nissan Micra erwischen lassen ;)

Hier sieht man auch noch mal die vorderen Sensoren für die Parklücke. Die sind natürlich lackiert! Lackiert sind auch die seitlichen Zierleisten / Stoßkanten der Türen und die Türgriffe. Vorne finde ich die Chromleisten sehr ansprechend, sie fügen sich gut in das neue Nissan Micra Gesicht ein. Man hat fast das Gefühl, dass der Nissan Micra freundlich lächelt.

Freundlich hell geht es auch im Innenraum weiter, wer das große Panoramadach gewählt hat freut sich über viel Licht. Die Mittelarmlehne am Fahrersitz sorgt für entspannte weitere Fahrten.Die Bedienung vom Nissan Micra erlernt man recht schnell ohne lange irgendwelche Handbücher wälzen zu müssen. Das Mikrofon von der Freisprechanlage sitzt mittig, so ist auch der Beifahrer bei Telefonaten gut zu verstehen.

Der Heckspoiler und die Sichtkanten in der Heckklappe machen den Kleinwagen zum sportlichen Flitzer. Die zweifarbigen Rückleuchten wirken meiner Meinung nach allerdings etwas aufgesetzt.

Fazit: Fahren! Wer einen Kleinwagen sucht, der sollte den Nissan Micra auf jeden Fall zur Probe fahren, doch Vorsicht, man könnte sich direkt in den kleinen Flitzer verlieben. Technisch gesehen gibt es hier nichts zu meckern. Die elektrische Servolenkung macht es dem Fahrer leicht, der Motor ist spritzig und für einen 3 Zylinder nicht sonderlich unkultiviert, das Fahrwerk ist hinten durch die Verbundlenkerachse etwas härter, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Ich muss trotzdem Kritik üben: Hinten fehlte mir eine 12V Steckdose! Gerade für so einen Technik Nerd wie mich ist das ein Kaufgrund, denn irgendwo müssen die Gadgets wie iPhone / iPad / Kamera usw. ja geladen werden.

7 thoughts on “Nissan Micra 1.2 DIG-S Probefahrt / Test – Hält der Micra was er verspricht?

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  3. Oh ! Kompressor-Technik !! 5.6 Liter als Benziner !!!
    Hätte ich nicht gedacht (/gewußt !)!!!

  4. Glaubt nicht alles. Real Life Verbrauch ist 7.2 l/100km.

  5. Warum sollten wir Ihnen dann Glauben schenken, Herr Guh? Warum sollte ich in dem Blogbeitrag die Unwahrheit sagen? Bei meiner Fahrweise war der “Real Life” Verbrauch (gibt es auch ein Unreal Life Verbrauch?) 5,6 Liter. Ihre 7,2 Liter kann ich wahrscheinlich auch schaffen, wenn ich es darauf anlegen würde.

  6. @Jens
    bei den Bedingungen und wie sie das Auto bewegt haben (Kurzstrecke, kalt, zügig) ist es für uns nicht nachvollziehbar dieses Auto mit 5,6 l zu fahren. Wir schaffen es bei kalten Bedingungen nur mit höchster Anstrengung und Langstrecke max,100 km/h kaum unter 6 Liter (Bordcomputer 5,4l). Bei 20% Kurzstrecken und 80% Autobahn sind es schon 6,5l. Siehe auch SPRITMONITOR.de.
    Vielleicht haben sie den BC abgelesen. Oder es kann möglich sein das es beim Nachtanken eine Ungenauigkeit gegeben hat. Ansonsten Daumen hoch für Ihren Test.

    • Leider stehen mir nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung bei den Tankvorgängen einen Notar mitzuschleppen. Getankt, ausgerechnet, gepostet. Wie man den Verbrauch ausrechnet weiß ich auch noch so gerade. Wie gesagt, es war MEIN Verbrauch. Wer zum Beispiel häufiger Berge hoch (und wieder runter) fährt, muss z.B. einen höheren Verbrauch haben wie derjenige der immer sich im Flachland bewegt.