Audi R8 V10 über die Rennstrecke gequält…

Permanenter Allradantrieb kombiniert mit einer leichten Aluminiumkarosserie, dazu einen 5.2 FSI Motor im Heck. Was will man mehr? Na klar! Man(n) will damit auf die Rennstrecke und genau das durfte ich. Ich fuhr den 5.2 Liter V10 Boliden aus Ingolstadt auf dem Ascari Circuit.

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Das erste Mal, dass ich bei einem Fahrzeug nicht auf das Innenraum geachtet habe, die Bang und Olufsen Boxen blieben leise, ich hörte nur auf die Ansagen vom Instruktor und dann ging es los. Mit Vollgas durch die Kurve, das ESP hatte zwischendurch schon etwas zu tun denn irgendwann wollte die Fliehkraft das Fahrzeug schon aus der Kurve treiben. Im Rahmen der Einladung von Dunlop sollte ich ja schließlich die Reifen kennen lernen und etwas testen, von Fahrzeug schonend behandeln stand da nichts ;).

In unter 4 Sekunden beschleunigt der Audi R8 V10 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit von 316 km/h konnte ich nicht erreichen, ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie schnell ich unterwegs war, aber eines weiß ich nun: Das Getriebe schaltet schnell, Jens schaltet per Wippen noch schneller ;). Das Fahrwerk ist straff und sportlich, hat Nehmerqualitäten und gibt dem Fahrer ein gutes Feedback. Ich bin ja schon des öfteren mit einem Audi R8 (mit) gefahren und konnte mich auch schon vorher von der Sportlichkeit überzeugen, doch erst nach dem Besuch einer Rennstrecke entfaltet sich hier das komplette Leistungspotenzial: Was für ein Auto! Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr irgendetwas gemacht habt und es sofort nochmal wollt? So wie damals, das erste mal Achterbahn. Das erste mal fliegen, das erste mal über 250 km/h fahren. Ich glaube ich hatte noch nie so viel Adrenalin im Körper wie nach der Audi R8 V10 Fahrt auf der Rennstrecke.

An der Vorderachse war der Audi R8 den ich fahren durfte übrigens bereift mit einem 235/35 ZR19″ Reifen, hinten kam ein 305/30 ZR19 zum Einsatz. Beide vom Typ Dunlop Sport Maxx Race. Tja, was soll ich sagen. Das schwarze, breite Gummi hat genau das getan was es sollte, es hat mich und den Audi R8 auf der Rennstrecke gehalten, auch wenn ich mich wirklich bemüht habe, hier die Reifen zu überlisten.

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7 Gedanken zu „Audi R8 V10 über die Rennstrecke gequält…

  1. Von der Lambo-Variante, Gallardo, da gibt’s doch eine mit Heckantrieb (?!), ob die so das Nachsehen hat ggü dem aufwendigeren/schwereren Allradantrieb ?!

  2. Also dafür beneide ich Dich zutiefst, ist doch der R8 V10 5.2 mein absolutes Traumauto!!!
    Naja, ich schätze mal, dass ich in 20 Jahren oder dann auch endlich mal in den Genuss eines R8 V10 kommen werde … bis dahin habe ich ja noch mein erstes Traumauto, den Audi V8 4.2 ABT (ist ja quasi der R8 light) :mrgreen:

    1. Der V8 ist doch auch mega geil… der R8 V10 ging schon gut vorwärts… wobei ich wie gesagt nicht weiß wie schnell ich war, denn auf so ner Rennstrecke sind immer so viele Kurven… Gott sei Dank aber kein Gegenverkehr ;)

  3. Ja, aber trotzdem stehen da Generationen zwischen. Der V8 ist auf dem ersten Blick ein unauffälliges Auto, welches immer mit einem Audi 100/200 verwechselt wird. Erst bei einen beherzten Tritt aufs rechte Brett und Klängen ab 3.500 U/m drehen sich die Leute um. Für einen V8 klingt er eigentlich viel zu europäisch, also harmlos.
    Einem R8 V10 hört und sieht man schon im Stand an, dass er böse ist.
    Auch die Getriebe trennen Welten! Mein erster Gang geht bis 80 km/h – da ziehst Du keinen toten Hering mit vom Teller, der dritte bis 200 km/h, und ab dem vierten (und letzten) Gang schraubt er sich gequält auf die maximalen 295 km/h hoch – der R8 V10 hingegen ist mit seinen 6 Gängen in den einzelnen Gängen wesentlich besser abgestuft, und hat dann auch noch 200 PS MEHR.
    Doch, die 300er “Schallgrenze” will ich definitiv auch mal durchbrechen, und zwar nur in einem R8 V10. ;)

  4. Achja, Zusatz:
    295km/h bei optimalen Bedingungen, also nicht zu warme Luft und ausreichend Piste – ansonsten garantiert IMMER 275km/h – ist halt ABT-“optimiert” :D :D :D

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