Parken for runaways

Eine lange Schlange steht vor dem Parkhaus in Aachens Innenstadt. Obwohl die Ampel grün zeigt, bleibt die Schranke unten. Dann kommt ein Wagen von der Tiefgarage aus hoch, verlässt das Parkhaus und schon hat der erste Wartende wieder die Gelegenheit, den Knopf zu drücken. Die Schranke hebt sich und er verschwindet in der Tiefe. Der Nächste drückt, aber bleibt trotz der grünen Ampel erfolglos – bis der nächste Wagen hinausfährt. So geht das eine ganze Weile und irgendwann sind auch wir an der Reihe.

Unten angekommen wird schnell klar, warum die Ampel grün ist: es gibt eine Reihe von “freien” Parkplätzen, die aber aufgrund … nennen wir es mal unachtsamer Menschen und deren Stil zu parken für alle anderen Parkplatzsuchenden unbrauchbar sind. Manche sind sich einfach selbst die Nächsten. Da die Säulen irgendwie doof sind, parken wir halt einfach dazwischen. Ist ja egal, wenn da sonst nur noch Smartfahrer glücklich sind.

Neben den dreisten Parkern gibt es aber auch noch die, die es wirklich nicht besser können. Sie haben keine Ahnung von den Abmessungen ihres Wagens und schon stehen sie mit der rechten Wagenseite zu einem Drittel auf dem Nachbarparkplatz, können aber selber super aussteigen.

Ich finde, das Parken gehört zum Autofahren einfach dazu und sollte viel mehr geübt werden. Doch in der Ausbildungspraxis scheint dies kaum noch vorzukommen. Während ich noch rückwärts in Parklücken zirkeln durfte, danach den Abstand zum Bordstein bewertet bekam und das sogar Bestandteil meiner Prüfung war, kenne ich tatsächlich Leute, die in der Fahrschule so sehr mit dem halbwegs geradeaus Fahren beschäftigt waren, dass für unwichtige Dinge wie Parken einfach keine zeit mehr blieb. Ein ewiges Ärgernis …

4 Gedanken zu „Parken for runaways

  1. Die Säulen stehen aber tatsächlich ziemlich blöd :D

    Ich weiss genau was du meinst, versuche jedoch oft das Gute in den Menschen zu sehen und denke mir: Vielleicht parkte neben ihnen vorher jemand anders und der parkte bereits so schlecht dass man gar nicht anders parken konnte. Hat man oft auf Supermarkt-Parkplätzen. Da sind dann ganze Reihen so verschoben, dass die Linien irgendwo unter den Autos sind.

  2. Jeden Tag kann man sich doch im Straßenverkehr aufs neue ärgern. Es ist ja nicht mal so das die meisten Autofahrer nicht einparken können, sie wollen es doch gar nicht vernünftig.

  3. Ich muss bycan recht geben, mir ist es selbst schon so gegangen, dass ich blöd parken musste, weil einfach andere noch blöder geparkt hatten.

    Aber ich rege mich momentan auch jeden Tag aufs Neue auf. In der Nähe meines Büros gibt es einen grossen Parkplatz mit vielen zeitlich begrenzten Parkmöglichkeiten und einigen wenigen Parkplätzen, die man den ganzen Tag nutzen kann. Jeder Tag (!) stehen mehrere Autos auf zwei Parkplätzen gleichzeitig und ich denke mir jeden Morgen, dass die sich eben ein kleineres Auto zulegen sollen, wenn sie mit den grossen nicht gescheit parken können. Da ist gleich die Laune für den ganzen Tag dahin ;)

  4. Da hätte ich mir einen anderen Parkplatz gesucht. Ich bin da irgendwie anders. Mir ist es sogar peinlich, wenn ich da nicht korrekt drin stehe, kann sein, dass ich eine Frau bin und da ja so einige Klischees dranhängen… Ihr wisst was ich meine. Dafür, dass ich eine Frau bin, finde ich aber, ohne mit selbst in den Himmel zu loben, dass ich sehr gut einparken kann ;) Ich hätte mich da SO nicht ingestellt. In meiner Fahrschulzeit, die gar nicht soooo lange her ist, musste ich auch fleißig einparken. Aber meistens mehr Rückwärts als alles andere, so dass ich am Anfang zu blöd war vorwärts in eine Parklücke zu kommen. Mein Fahrlehrer, fand es immer gut, wie ich rückwärts da reingekommen bin und kurz vor meiner Prüfung konnte ich es dann gar nicht mehr, weil ich so eine Panik geschoben habe, aber ich habe meine Plastikkärtchen bekommen und mittlerweile kann ich beides und auch in meiner Prüfung musste ich einmal rückwärts in die Parklücke rein.

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