Ersteindruck: Audi A3 2.0 TDI – die Probefahrt auf Mallorca!

Wenn es nach Audi gehen würde, würde ich euch nun von dem Thermomanagement des Motors, den Verbrauchswerten, den geringen Emissionswerten oder aber der Effizienz der Motoren erzählen. Event. hätte es Audi auch gerne wenn ich die Fahrwerkskonstruktion erwähne, die natürlich aufwändig hergestellt wurde. Das optionale Fahrdynamiksystem Audi drive select sowie die adaptiven Stoßdämpfer wären sicherlich auch eine Erwähnung wert. Stolz ist man beim Hersteller auch auf die elektromechanische Servolenkung, auf die Gewichtsreduzierung des Fahrzeuges im Vergleich zum direkten Vorgänger und auf den Innenraum.

…und da stimme ich mit ein! Denn wir sind hier nicht bei Wünsch dir was, sondern bei so ist es! In einem Gespräch mit einem potenziellen Audi Käufer sagte der nämlich sehr weise Worte zu mir: “Weißt du? Die Optik außen ist für mich gar nicht so entscheidend, ich sitze ja den ganzen Tag im Auto und muss mich wohlfühlen!”, extra für Ihn:

Der Innenraum! Der Innenraum ist wirklich geräumig, von der Haptik meiner Meinung nach perfekt und sehr gut verarbeitet. Ein knarzen oder ein klappern konnte ich nur vernehmen, nachdem ich mehrere Cola Dosen in die zahlreichen Ablagefächer gelegt habe. Neben den beiden Cup-Holdern vor dem Schaltknauf kann man weitere Getränke nämlich auch in den Türtaschen unterbringen, für mich als Familienvater natürlich wichtig, denn da muss man Getränke immer griffbereit haben. Im Innenraum, am Armaturenbrett gab es aber auch nichts was mich gestört hätte, also ich meine optisch gestört hätte, zu mindest nicht beim ersten Eindruck und der zählt ja oft schon recht viel.

Audi nennt die Form “sportlich-progressiv” und erhebt den Anspruch auf eine Coupé hafte Linienführung und setzt dabei auf die Wirkung des langen Radstandes. Der Radstand mit einer Länge von 2,60 Meter ist natürlich dafür verantwortlich, dass der Innenraum großzügig dimensioniert ist. Ich saß auch mal kurz hinten, das war kein Problem. 4 Personen im Audi A3 + Gepäck, Gebäck und Getränke dürfte also klappen und das nicht nur auf der Sonneninsel Mallorca.

Stolz ist man bei Audi – und das habe ich den Gesprächen mit den Ingenieuren und nicht der Presse-Mappe entnommen – auf das neue MMI – das Bediensystem des Infotainment Systems. Ein schmales Display fährt aus dem Armaturenbrett und lässt mit dem Touchpad, sry mit dem Touchwheel bedienen. Man kann nämlich neben der Drehfunktion auch auf dem integrierten Touchpad schreiben. Ein Vorteil vor allem für den Markt in China, aber auch in Deutschland dürfte das Feature gut ankommen. Ich konnte somit ganz schnell z.B. auch mal meine Domain schreiben. Selbst meine krakelige Schrift erkannte das System ohne Probleme, so sah bei mir z.B. ein S aus:

Auf Grund der Netzabdeckung in Mallorca war es uns nicht möglich – unterwegs – das Audi connect System ausgiebig zu testen, ich hoffe, dass es dafür bald mal auf deutschen Straßen die Möglichkeit gibt, denn ich sehe da ja persönlich die Zukunft. Nicht nur in den Internet-Diensten von Google die Audi dort adaptiert hat, nein eher beim Thema Internet-Radio bzw. die Möglichkeit einen W-Lan Hotspot im Auto zu haben. Auf deutschen Straßen würde ich gerne auch die ganzen Sicherheits- und Assitenzsysteme testen, da kann man sich den neuen Audi A3 ja auch gut aufrüsten: Der Side Assist, der Park Assistent zum (fast) vollautomatischen einparken, der Tempomat mit der “Folgefunktion” der die Geschwindigkeit automatisch anpasst usw. – sonst eher in höheren Fahrzeugklassen bekannt und gewohnt. Der neue Audi A3 wird also zum kleinen A6, einem Fahrzeug mit Luxus inside und einer kompakten Karosserie outside.

Über den 2.0 TDI Motor kann ich nachfolgendes verkünden: Das in Gletscherweiss lackierte Testfahrzeug war mit einem 6-Gang Schaltgetriebe und Allradantrieb (quattro) ausgestattet, die 320 Nm wollten auf die Straße. Der Motor ist zum Teil übrigens eine Neukonstruktion, man zeigte uns auf Mallorca die Veränderungen an einem aufgeschnittenen Motor, doch wir wollen hier mal nicht zu sehr ins Detail gehen. Der Kollege Can Struck von bycan.de mit dem ich mir ein Fahrzeug geteilt habe, hatte ein bis zwei mal Probleme mit der Parkbremse, scheinbar kein Einzelfall, aber sicherlich auch nur eine Frage der Gewöhnung. Gewöhnen musste man sich nicht an die Schaltung, die Gänge rutschen quasi voller Vorfreude in den nächsten Gang und dann durfte es auch durchaus mal “sportlich” zur Sache gehen.

Gerne hätte ich den Audi A3 noch mal in der Nacht fotografiert, die neuen LED Rückleuchten und die Tagfahrleuchten vorne hätten sicherlich ein schönes Bild abgegeben, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit dem neuen Audi A3, wenn er dann mal seinen durchaus positiven Ersteindruck bestätigen kann.

In meinem nächsten Audi A3 Beitrag werde ich einige Bloggerkollegen die ebenfalls vor Ort waren kurz vorstellen und die jeweiligen Beiträge verlinken, warum? Weil man sich immer ein umfassendes Bild machen und nicht immer nur eine Meinung lesen sollte. Audi hat zahlreiche Blogger eingeladen, also nutze ich zu mindest mal die Möglichkeit euch diese Blogger dann vorzustellen, in dem Beitrag zeige ich euch dann auch die kleine “Überraschung”, denn unbewusst konnte ich auf Mallorca zwei Fahrzeuge miteinander direkt vergleichen ;). Einen Bericht über den Audi A3 1.8 TFSI könnt ihr schon hier lesen, und den Einstieg findet ihr hier.

 

10 Gedanken zu „Ersteindruck: Audi A3 2.0 TDI – die Probefahrt auf Mallorca!

  1. Damit Du auch siehst, dass Deine Postings gelesen werden, möchte ich mein Statement zum “neuen” A3 mal abgeben:
    Hättest Du nicht geschrieben, dass es sich um ein neues Modell handelt, hätte ich es nicht erkannt. OK, ich bin nicht Audi-verwöhnt, sondern derzeit einer anderen “Premium”-Marke treu. Aber vielleicht ist es auch die (wahrscheinlich) erfolgreich Strategie von Audi, das Gesicht nicht grundlegend zu verändern, sondern nur mit Kleinigkeiten, die bei anderen Herstellern unter “Facelifting” fallen, als neues Modell aufzulegen.

    Der Audi-Enthusiast wird wahrscheinlich dankbar sein für dieses immer gleiche Erscheinungsbild.

    Ich persönlich habe doch mehr dafür übrig, wenn sich die Folgemodelle sichtbar von den Vorgängern unterscheiden.

    Ansonsten find ich die von Dir beschriebene Haptik und Umsichtigkeit sehr erfreulich und werde dann mal bei unserem nächsten Audi-Dealer vorbeischauen und mir dieses “Zuhause”-Gefühl live anschauen. :-)

    Vielen Dank für Deinen Bericht.

    1. @Gordon Danke! Ich sehe anhand der Statistik natürlich auch, dass die Beiträge gelesen werden ;). Das Problem mit der “Ähnlichkeit” zum Vorgängermodell haben viele andere schon geschrieben, aber unter der Karosserie stecken hier eher die Neuigkeiten. Ich glaube auch, dass Audi das erfolgreiche Modell nicht komplett umstellen wollte, auch wenn ich deine Meinung teile, dass man ein Modell durchaus mal komplett neu strukturieren darf.

  2. Mit dem Golf VII kommt dann ja “wertig” ähnliches alsbald und darauf der neue Leon dann nochmals “spanischer”/sportlich(er).
    Ich bin vielmehr mal gespannt auf den A2-Nachfolger (!), so lange brachliegend/verändert/gemunkelt…

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