Test Mitsubishi Pajero 5-Türer – 2. Teil: Wofür braucht man so einen großen Geländewagen?

Nachdem ich mich im 1. Teil zum Mitsubishi Pajero 5-Türer bereits als verliebt geoutet habe, stellen die Skeptiker zurecht die Frage, wofür man so einen Koloss denn überhaupt braucht. Auch wenn ich wirklich schon dem Klischee entsprechend ein oder zwei von den großen Pajeros mittags vor der Grundschule gesehen habe, ist dies natürlich nicht der Haupteinsatzzweck. Wobei das Raumangebot natürlich für diverse Kinder samt Schultaschen reicht.

Und wenn man zum Kindergeburtstag mal mehr Kinder befördern möchte oder die eigene Familie groß genug ist, kann man aus dem Mitsubishi Pajero auch ganz leicht einen Siebensitzer machen – natürlich zu Lasten des Kofferraums. Der Einstieg erfolgt nach dem Klappen eines seitlichen Sitzes der 2. Reihe ganz gut, das Platzangebot in der dritten Reihe ist, wie bei solchen Fahrzeugen üblich aber eher etwas für kleinere Menschen. Den Kofferraum erreicht man beim Pajero übrigens über eine rechts angeschlagene Tür. Für eine Heckklappe wäre das am Heck montierte Reserverad (was manche Betrachter abfällig als ein Relikt der 80er Jahre bezeichnen) wohl zu schwer.

Hier in der Eifelregion sieht man diese Fahrzeuge häufig als Zugfahrzeug. Und da zieht Pajero ordentlich was weg. Kann der kurze Dreitürer schon 3 Tonnen ziehen, ist es beim Fünftürer noch mal eine halbe Tonne mehr. Da sieht so ein 500-Euro-Anhänger aus dem Baumarkt schon etwas verloren aus hinter dem großen Mitsubishi. Selbst der hier gezeigte offene Einachser, mit dem ich zwei schwere Ledersofas transportiert habe, wirkt hinter dem langen Pajero schon relativ klein, obwohl er es definitiv nicht ist.

Die Rückfahrkamera hilft beim Anhängen

 

Die Rückfahrkamera ist übrigens nicht nur beim Einparken, sondern auch beim Anhängen sehr hilfreich. So kann man auch bei niedrigen Anhängern ganz gut die Mitte finden. Hier in der Gegend werden die 3.500 kg Anhängelast allerdings meistens für große Anhänger genutzt. Im Nachbarort zieht ein Reiter seinen Pferdeanhänger mit einem großen Pajero und ein selbständiger Unternehmer schleppt seine Maschinen damit zum jeweiligen Einsatzort.

Nur Spaß, falsche Kupplung

Dies ist auch in unwegsamerem Gelände kein Problem. Es gibt neben dem Wählhebel für die Automatik einen weiteren Hebel, der die einzelnen Programme des Antriebs wählen lässt. Außerdem gibt es eine richtige Handbremse und keine dieser elektronischen Parkbremsen und natürlich gibt es Sperren, die einem das Freiwühlen im Gelände ermöglichen. Natürlich gibt es für den Pajero auch Grenzen – bis man die richtige Lücke findet.

Man sieht also, dass auch Fahrzeuge dieser Art durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, auch wenn sie oftmals dann doch nur für die Fahrt eines Singles zur nächsten Pommesbude genutzt werden. Im nächsten Beitrag werde ich auf ein paar Dinge eingehen, die mir positiv aufgefallen sind, werde aber auch ein wenig Kritik üben und mein Fazit ziehen.

5 Gedanken zu „Test Mitsubishi Pajero 5-Türer – 2. Teil: Wofür braucht man so einen großen Geländewagen?

  1. Ein schöner Artikel!
    Ich habe mal einen Volvo XC90 gefahren, als er gerade neu raus kam, auch mit Automatik. Mit dem habe ich mich am Rhein im Sand festgefahren und bin nur mit viel Getöse und Freischaukeln wieder rausgekommen. Der Allradantrieb hat mir was gehustet und nicht im Ansatz daran gedacht, mal alle 4 Räder gleichzeitig drehen zu lassen. Und selbst ein Rad konnte nicht durchdrehen, weil das ASR gleich die Leistung weg genommen hat.
    Hat man das beim Pajero besser gelöst? Grab ihn doch mal ein, das würde mich schon interessieren :)

  2. …der Link oben im Artikel zum ersten Teil ist mit diesem Artikel hier verlinkt – quasi ein Wurmloch :-)

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