Nissan Leaf Test: Am Schnelllader – #NissanLeafCar32

Das die Ladung eines Elektroautos an einer normalen Steckdose, einer Home-Box oder einer der vielen in der Republik verteilten Ladesäulen ein gewisses Maß an Zeit in Anspruch nimmt, hatte ich ja bereits erläutert. Wobei ich dazu mittlerweile bemerken kann, dass die Prognosen des Nissan Leaf hier nicht immer zutreffend sind. Meist aber zum Vorteil des Nutzers. Schreibt der Leaf beispielsweise, dass die Ladedauer bis 100 % leider 4 Stunden dauert, ist der Wagen häufig schon nach drei Stunden wieder komplett voll.

Bei einem komplett leeren Auto sind es im Fall des Nissan Leaf aber noch immer rund 7 Stunden bis zum vollständigen Aufladen. Es sei denn, man nutzt einen Schnelllader. Davon konnte ich bei der Nissan Fahrveranstaltung, bei der ich auch den Nissan JUKE-R fahren durfte, das erste und bisher leider einzige Mal Gebrauch machen.

Der in diesem Fall mobile Schnelllader hing dabei an einem 380V-Starkstromanschluß und wurde beim Nissan Leaf in die, wenn man davor steht, linke Buchse eingesteckt. Diese ist wesentlich größer als die rechte Buchse, die ich sonst immer nutze. Für die Schnellladebuchse hat man selbst kein Kabel, diese sind samt Stecker immer an den jeweiligen Ladevorrichtungen vorhanden. Ich war rund eine Stunde mit einem Nissan GT-R unterwegs und als zurück kam, war der Leaf schon voll. Gut, er war auch nicht ganz leer, doch selbst dann hätte die Zeit locker gereicht. Man sagt, dass 80 % in 30 Minuten geladen werden. Warum man nicht die Ladezeit für 100 % angibt, weiß ich nicht. Vermutlich weil die Fahrzeuge nie ganz leer sind.

Der größte Nachteil der Schnelllader ist sicherlich ihr Preis. So soll das mobile Teil einen Wert von 10.000 Euro haben, die entsprechenden feststehenden Ladesäulen, sind wohl auch nicht viel günstiger. Diese Kosten muss man als Anbieter oder privater Nutzer auch erst einmal wieder reinholen. Ob diese Schnellladungen sich allerdings bei ständigem Einsatz negativ auf die Akkuleistung auswirken, müsste ich noch in Erfahrung bringen, denn dazu habe ich auch schon passende Gerüchte gehört.

3 Gedanken zu „Nissan Leaf Test: Am Schnelllader – #NissanLeafCar32

  1. 100% ist nicht. Der Akku wird im Schnelllade-Prozess nur zu 80% geladen um den Streß für den Akku gering zu halten. Je schneller eine große Menge an Strom reingepumpt wird, desto schneller tritt der Akku den Weg allen defekten Akkus an. Er kommt in den großen Amper-Himmel und darf von kleinen Elektronen träumen..

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