Fahrbericht: Mitsubishi Lancer – 35 Jahre Sondermodell – 1.6 MIVEC ClearTec

Ein Freund, ein guter Freund… das ist das Schönste was es gibt auf der Welt. Über Geschmack darf man bekanntlich streiten, aber mir gefällt die Front von meinem neuen Freund sehr gut und das sage ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn Mitsubshi stellt gerade das Design um.

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Für das Mitsubishi Elbe-Treffen 2012 hat mir Mitsubishi einen Lancer zur Verfügung gestellt. Ich bat förmlich um einen kleinen Motor und so habe ich die Einstiegsmotorisierung bekommen, der 1.6 Liter Motor hat 117 PS und verfügt über ein Drehmoment von gerade mal 154 Nm. Das klingt nicht unbedingt sportlich, aber ganz unter uns? Mein guter Freund muss auch gar nicht sportlich sein, denn mit einem guten Freund gehe ich durch Dick und Dünn und da gibt man nicht immer Vollgas.

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Ein guter Freund ist immer für einen da und so ein Fahrzeug ist meiner Meinung nach auch der Mitsubishi Lancer, er gibt nicht an hat aber trotzdem was drauf. So sind in dem Platinum Grauen Sondermodell z.B. Bi-Xenon Scheinwerfer mit Kurvenlicht montiert. Ein Farbmonitor im Rückspiegel zeigt mir beim Rückwärtsfahren das Signal der Rückfahrkamera und eine USB und Bluetooth Schnittstelle lässt mein iPhone auch mit dem Fahrzeug “sprechen”.

Warum ist der Mitsubishi Lancer ein guter Freund? Ich konnte ihn sparsam fahren, ich konnte ihn treten, im Stau half mir das Start-Stop System (AS+G) weitere Emissionen einzusparen und verhalf mir damit auch zu einem guten Gewissen. Mein Freund bietet genug Platz für 4 Personen, etwas Gepäck und weiß zu überraschen.

Die Fahrleistungen reichen, natürlich ist der Lancer 1.6 kein Rennwagen, will er aber auch gar nicht sein. Das Fahrzeug gibt es aktuell zu einem Aktionspreis von 16.990 €, nennt mir mal ein anderes Fahrzeug in der Klasse mit Bi-Xenon Scheinwerfern, Kurvenlicht, einer Sitzheizung, einer Klimaautomatik, Lederlenkrad mit Fernbedienung,Bluetooth und USB Schnittstelle.

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Als ich den Wagen beim Elbe-Treffen geparkt hatte, wollten viele Mitsubishi Fahrer sich die neuen Soft-Touch Materialien ansehen bzw. fühlen. Vorne wurde hier wirklich einiges getan, die Haptik ist im Vergleich zu älteren Mitsubishi Fahrzeugen deutlich besser geworden, wer also noch die Fahrzeuge von früher im Kopf hat, sollte der Marke unbedingt mal eine neue Chance geben. Gewünscht hätte ich mir noch einen Tempomat, den gibt es in der Ausstattung serienmäßig beim 1.8 DI-D+ IVEC, der dann auch über ein 6 Gang Getriebe verfügt. Der Diesel rollt auf 18″ Felgen und verfügt über 150 PS bzw. einem Drehmoment von 300 Nm, was alleine schon auf dem Blatt Papier für mehr Fahrspaß sorgt. Auf dem Treffen habe ich übrigens einige Mitsubishi Fahrer gefragt was im aktuellen Portfolio der Marke noch fehlt: Ein Kombi und ein Roadster / Cabrio dürften es noch sein, da war sich die Zielgruppe fast einig. Alle die ich bis dato in den Lancer gesetzt haben waren sich übrigens ebenfalls einig, dass der Bildschirm für die Rückfahrkamera im Innenspiegel “endlich mal an einer vernünftigen Stelle” untergebracht wurde:

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Fazit: Der Mitsubishi Lancer ist in der Tat wie ein guter Freund, man braucht nicht lange reden, man versteht sich fast blind. Der Lancer ist einfach gestrickt und einfach zu bedienen, die Ausstattung ist gut und über kleine Mängel sieht man ja auch bei guten Freunden einfach drüber hinweg. Bequem bin ich mit dem Fahrzeug über 1000 Kilometer an zwei Tagen gefahren, das Fahrwerk war weder zu hart noch zu weich, nur im Grenzbereich unter Volllast auf der Autobahn hatte ich das Gefühl, dass mein neuer Freund etwas “Müde” wurde, doch dafür gibt es aus dem gleichen Stall ja auch viel bessere Vertreter, wie z.B. den Mitsubishi Lancer Evolution.