Von der Freundin getestet: Citroen C1

“Niedlich” war ihr erstes Wort! Ein Zeichen für mich, dass ich das Fahrzeug nicht häufig fahren werde. Ein gutes Zeichen für den Hersteller, denn meine Freundin ist alles andere als Auto begeistert. Sie mag Fahrzeuge die praktisch sind, Fahrzeuge die sie und die Insassen gut von A nach B bringen und hinterfragt daher teilweise auch “komische Dinge”. Wenn meine Freundin das erste mal mit einem “neuen” Fahrzeug unterwegs ist, habe ich mein Handy stets griffbereit. “Der piept so komisch!” – das war ihre erste Aussage, die konnte ich schon ganz schnell beantworten und per Ferndiagnose Abhilfe schaffen mit einem: “Wirf die Handtasche vom Beifahrersitz!”. Schuld daran ist der Sensor im Beifahrersitz für die Überprüfung ob auch jeder angeschnallt ist. Fahrzeuge die über so eine Sensorik verfügen kommen beim EURO NCAP Crashtest besser weg!

Na, das hätte ich mal lassen sollen. Ich durfte mir anhören, dass man Handtaschen nicht wirft und ganz nebenbei hat sie auch noch erwähnt, dass sie wohl bald Geburtstag hätte. War das ein Wink mit dem Zaunpfahl? Zurück zum Auto: “Schreib auf: Kritikpunkt!” – oh oh, das ging flott dachte ich mir und griff zum Zettel: “Fensterheber!” ich notierte Fensterheber und wartete auf weitere Schilderungen des Sachverhaltes doch ich musste wirklich hinterfragen: “Was ist denn mit dem Fensterheber?”“Kein Schalter auf der Fahrerseite für das Beifahrerfenster!”. Okay, das ist ein berechtigter Kritikpunkt, doch da umgibt sich der Citroen C1 ja gut mit den Mitbewerbern, denn der Skoda Citigo hat ebenfalls nur einen Schalter für die Fahrerseite.

Ich fühlte mich schon wie ein Sekretär, denn ich sollte weiter notieren: “Schaltung ist weich, Motor braucht etwas lange zum anspringen und ist dann ganz schön laut – das war es!” – Puh, meine Freundin kritisiert ja härter als ich, aber was meinte sie mit das war es? “Der Rest ist gut, Radio ist toll und erklärt sich von selbst. Nicht zu viele Schalter, alles leicht verständlich und genug Ablagen für den ganzen Krims Krams!”

Ich wollte ihr erklären, dass der Motor halt ein 3-Zylinder ist und deshalb halt etwas “rau” klingen könnte, doch da unterbrach sie mich auch schon wieder: “Lenkung ist auch gut, Umsicht auch, Einparken ist kein Problem!” – okay, reden wir halt nicht über technische Details – ich habe verstanden, Frauen (die so ticken wie meine Freundin) interessieren sich scheinbar dafür nicht!

“Der beschleunigt auch ganz gut, dafür das der nur 120 fährt!” – so, nun war der Moment gekommen wo ich lachen musste: “Wie? Der fährt nur 120?”“Na, der Tacho geht doch nur bis 170!”“Ja, und?”“Da muss man doch immer 50 abziehen…” – ich bat sie einfach mal über die Autobahn zu fahren um sich selber davon zu überzeugen, dass dem nicht so ist. Tat sie dann wohl auch. Den Citroen C1 gibt es inzwischen nur noch mit der einen Motorisierung, daher macht ein Tacho der z.B. 200 km/h anzeigen könnte natürlich kein Sinn. Bei anderen Fahrzeugen nutzt man in der Regel einen Tacho für alle Motorisierungen.

Fazit? “Gut! Kinderwagen passt nicht in den Kofferraum, ansonsten ein guter Zweitwagen!” – und auch technisch wurde es noch interessant: “Toll, wie wenig der verbraucht, bin nun fast 300 Kilometer gefahren und der Tank ist immer noch über halb Voll!” – ihr seht schon, ich komme bestimmt auch irgendwann in den Genuss den C1 mal etwas länger zu fahren, spätestens wenn der Tank leer ist – oder ich ihn zurückbringen muss. Weitere Fahrzeuge die bereits von meiner Freundin getestet wurden könnt ihr hier sehen: klick

 

4 Gedanken zu „Von der Freundin getestet: Citroen C1

  1. Wir haben ja auch so einen C1. Allerdings in schwarz, mit schwarzen Alus, Lederlenkrad, Lederschaltknauf, Klimaanlage und nachgerüsteten Nebelscheinwerfern – eben ein gut ausgestatteter Style. Anfangs störte mich auch, dass das Wägelchen so laut ist, aber inzwischen mag ich den lauten Sound. Wenn man den Kleinen startet, schauen einige Passanten im Umkreis schon mal. ^^

    Und der Verbrauch ist echt gut. Bei uns liegt der deutlich unter 5l – auch im Stadtverkehr. =)

  2. Das ist doch mal ein richtig schöner Test – ohne Ironie. Hinweise von “Otto Normalverbraucher” bringen teilweise mehr, als Meinungen von irgendwelchen Profis.

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