Blogger-Road-Trip #02: Porsche Boxster S – der mobile Tempel der Glückseeligkeit!

Ich muss mich entschuldigen! Bei Porsche! Bei allen Porsche Boxster Fahrern! Auch ich habe den Porsche Boxster stets als Hausfrauenporsche bezeichnet – denn für mich gab es stets nur einen Porsche und der hatte 3 himmlische Nummern: 911! Mein Weltbild wurde allerdings gerade gerückt als ich im Zuge des ersten Blogger-Road-Trips den Porsche Boxster S durch ein paar Kurven scheuchen durfte – was für eine Fahrmaschine!

Schlüssel links – Gas rechts – was für den Porsche 911 gilt, das ist auch im Boxster S Programm. Im direkten Vergleich zum Porsche 911 kann ich jetzt schon sagen, der Boxster S lässt meiner Meinung nach mehr zu. Man fühlt sich mehr als Fahrer, als Dirigent. Ein leichter Tipp auf das Gaspedal in der Kurve und das Fahrzeug lenkt quasi in die Kurve hinein, ein kleiner Griff zum Lenkrad und man kann den Boxster S wunderschön dirigieren, führen, steuern.

Es war mir wirklich ein Genuss, von der hochwertigen Verarbeitung, den tollen Sitzen und dem perfekten Lenkrad mal zu schweigen. Es war ein Genuss! Morgens noch etwas frisch, musste das Dach trotzdem an einem Ampelstop verschwinden. Best Life is Cabrio Drive! Wenn das offene Gefährt dann noch einen 315PS starken Boxster Motor im Heck hat, sich über die 6-Gang Handschaltung knackig schalten lässt und (sicherlich auch dank Soundklappen) den Sound von Motor und Auspuffanlage ins Innere lässt, ja dann bin ich glücklich! Dank dem Mittelmotor verfügt das Fahrzeug über eine sehr ausgewogene Balance, das merkt man, das spürt man und das erlebt man!

Der mobile Tempel der Glückseeligkeit! Ich gebe zu, ich habe den Boxster S nicht an seine Grenzen gebracht, mit einem Porsche kann man schnell fahren, man muss es aber nicht! Mir hat das Gefühl gereicht, dass ich könnte. Zu mindest war das im Ausland so. Kaum zurück in Deutschland wollte ich dann natürlich schon wissen was in ihm steckt. Doch wie immer wenn ich Porsche auf der Autobahn fahren darf: Stau! Ist das etwa ein Running Gag? Den finde ich wahrlich nicht lustig, trotzdem habe ich einen sehr, sehr positiven ersten Eindruck gehabt der sich auf den zweiten und auf den dritten Blick auch noch einmal bestätigt hat.

Äußerlich? Lufteinlässe an der Seite (der Mittelmotor braucht ja schließlich Luft), die Front mit den großen Lufteinlässen die sicherlich auch für die Bremsenkühlung verantwortlich sind. Ein knackiges Heck, welches mindestens genauso knackig ist wie die Handschaltung und die kleine Spoilerkante – perfekt! Wirklich – perfekt! Ich stand öfters einfach nur so vor dem Boxster S und dachte mir: Perfekt!

Beschleunigung? Hallo? Das ist ein Porsche, er wiegt etwas über 1,3 Tonnen, in 5 Sekunden ist man der Herrscher der Landstraße, kurz vor 280 km/h endet der Vortrieb auf der Autobahn – noch Fragen? Interessante Feststellung, entweder liegt es an der Karosserie, entweder liegt es am fehlenden Dach oder am tollen Klang. In einem Porsche Boxster S kamen mir auch langsamere Geschwindigkeiten gleich viel schneller vor. Ich wollte mich zwischendurch schon selber maßregeln, doch ich war noch im erlaubten Bereich! Also auch im Rahmen der STVO ist man durchaus sportlich unterwegs und dank dem perfekten Fahrwerk auch in Kurven überlegen.

Perfektion fängt mit P an, Porsche auch! Mehr muss ich über den Hersteller aus Zuffenhausen nicht mehr sagen, der Boxster S ist mit seinem 3,4 Liter Motor für mich die Überraschung des Road-Trips gewesen und ich war erst recht überrascht wie viel in den Kofferraum passt. Genug Platz für den Einkauf oder den Wochenendtrip, Lademöglichkeiten vorne und hinten – das soll erstmal ein anderer Hersteller nachmachen. So einen Boxster S gibt es übrigens ab ca. 60.000 € – gar nicht mal teuer, für so einen großen Fahrspaß hinterm Frontscheibenglas!

Ich wollte noch Kritik üben! Das Windschott, das stört im Rückspiegel – also einfach den Rückspiegel entfernen, den braucht man nicht… was man aber braucht bei so einem Road-Trip, das sind Kollegen mit denen man seine Fahreindrücke diskutieren kann. Die Kollegen hatte ich und ihr findet die weiteren Beiträge zum Road-Trip natürlich auf der Facebookseite zum Blogger-Road-Trip!