Ersteindruck: Infiniti FX30d S-Premium

“Was ist denn das für ein Auto?”“Ein Infiniti!”“Aha, welcher Hersteller?” – diese Gespräche habe ich in der Tat 3 mal geführt, dabei hatte ich das Fahrzeug zu dem Zeitpunkt erst zwei Stunden bewegt. Angesprochen wurde ich direkt an der Straße, auf dem Parkplatz vom Supermarkt und auch beim Kindergarten. Bringen wir es auf den Punkt: Der Infiniti FX, in der 2012er Version, fällt auf und die Nobelmarke von Nissan, ist sicherlich auch auf Grund des kleinen Händlernetzes, noch nicht so bekannt in Deutschland. Zu Unrecht, denn Infiniti hat einige schöne Fahrzeuge im Sortiment.

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Zum Test steht hier ein Infiniti FX 30d S Premium, man könnte schon fast sagen “der Infiniti für Vernünftige”, denn auch wenn sich der 5.0 V8 sicherlich brachialer und lautstärker gibt, ist man mit dem 3.0 V6 Diesel garantiert effizienter unterwegs.

In diesem Beitrag möchte ich euch meinen subjektiven, ersten Eindruck schildern, nach der Testphase werde ich noch einmal überprüfen – ob ich mich selber eventuell in einigen Sachen getäuscht habe.

Die Tür öffnete ich per Knopfdruck, die Fernbedienung konnte dafür in der Tasche bleiben, wie von einigen Nissan-Fahrzeugen schon gewohnt reicht ein Knopfdruck an der Tür. Das mag ich, vor allem als Familienvater, sehr. Nach dem ich Platz genommen hatte musste ich grinsen, denn der Infiniti FX bietet einen tollen Blick aus der Windschutzscheibe und man sieht die Formen bzw. Konturen der Motorhaube. Ich möchte den SUV nun wahrlich nicht mit einem Porsche 911 vergleichen, doch das Gefühl ist ähnlich. Man sieht die schönen Formen und erfreut sich daran – und das noch bevor überhaupt ein Triebwerk gestartet wurde.

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Der Motor startet per Knopfdruck, die Handbremse ist eine Fußbremse und wird ebenfalls durch eine Fußbetätigung wieder gelöst. Ansonsten ist eigentlich alles so, wie in der Klasse erwartet. Die Sitze gut einstellbar, das Lenkrad ebenfalls und das Fahrzeug ist natürlich vollgestopft mit Technik die das Leben leichter machen soll. Bei Dunkelheit schaltet sich das Licht automatisch ein, bei Regen die Scheibenwischer. Wenn man den Rückwärtsgang einlegt erlebt man nicht sein blaues, sondern sein 360° Wunder. Das Testfahrzeug ist mit einem 360° Monitoring Feature ausgestattet. Eine Kamera in der Stoßstange, eine in der Griffleiste von der (übrigens vollautomatischen Heckklappe) und jeweils eine in den Aussenspiegeln. Sicherlich kein must – aber ein nice to – have! Kein Witz, an den Blick gewöhnt man sich wirklich schnell und kann das ja doch recht große Fahrzeug dadurch kinderleicht einparken. Bei Regen kann die Funktion schon mal etwas beeinträchtigt sein, schließlich sind Wassertropfen ganz fiese Linsen und können somit das Bild verzerren.

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Wie von Fahrzeugen aus der Premiumklasse gewohnt und erwartet gibt es auch eine Memory-Funktion, die sich allerdings nicht nur auf die Sitzeinstellung sondern auch auf die Einstellung der Außenspiegel sowie der Lenksäule ausweitet.

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Der Infiniti FX 30d S-Premium steht auf großem Fuß! 21″ Felgen rollen in den Radkästen und das Fahrwerk lässt sich elektronisch einstellen (den Härtegrad). Es gibt so vieles zu entdecken, so muss ich mir noch den Spurverlassenswarner bzw. den Spurhalteassitenten ansehen ob ich allerdings auch den Bremsassistenten testen möchte weiß ich nicht. Bei einem Probeeinkauf war ich auf dem ersten Blick etwas enttäuscht von dem Kofferraum, der geht zwar “in die Tiefe” ist aber nicht wirklich tief.

4,86 Meter ist der Infinti FX lang, 1,93 Meter breit und dabei nur 1,68 Meter hoch. Der S-Premium wird zu Preis von ca. 64.200 € angeboten. Dafür bekommt man zwar auch schon einen Porsche Cayenne Diesel, doch den fast noch in Serienausstattung – der Infiniti FX 30d S-Premium spielt hier seinen Karten aus und punktet mit den Extras.

Mit dem 3.0 V6 Motor wird der Infiniti FX 30d nicht zum Supersport-SUV, der Allradler überzeugt durch Beständigkeit und wenn es mal schnell gehen muss, dann gelingt auch der Sprint von 0 auf 100 in unter 8,5 Sekunden. Dabei dürfen wir nicht vergessen: Das Fahrzeug wiegt über 2 Tonnen. Dafür fährt er sich sehr gut und überraschenderweise sehr leichtgängig. Die Lenkung ist elektronisch geregelt und vermittelt stets ein gute Rückmeldung, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Der Vortrieb endet laut Fahrzeugschein übrigens bei 212 km/h … was mir sonst noch so alles zum Infiniti FX 30d einfällt und vor allem was meine Freundin zu dem SUV sagt? Dass alles und noch viel mehr lest ihr in den kommenden Beiträgen!

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