Gefahren: Mercedes-Benz Vito E-Cell Kombi

Wer weiß wie wir uns in der Zukunft fortbewegen? Keiner! Ob wir schweben werden? Vermutlich nicht! Eventuell unsere Enkel bzw. die Kinder oder Enkel unserer Enkel. Wer weiß was die Zukunft bringt? Auch keiner! Nicht einmal die Wahrsager, die schon viel zu häufig Unrecht hatten. Was wir aber wissen: So wir wie momentan “leben” so kann es nicht lange weitergehen, denn sonst bleibt nichts mehr übrige für Kinder, Enkel und der weiteren Ahnenfolge.

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Daimler lebt noch nicht in der Zukunft, aber sie gehen mit der Zukunft und erforschen neue Wege. So gibt es inzwischen Transporter mit einem reinen Elektroantrieb, so ein Fahrzeug bin ich gefahren. Einen Mercedes-Benz VITO E-Cell. Emissionsfreier Transporter für die Stadt. Die Stadt in der es sowieso schon immer so laut ist, wo Abgase die Luft verpesten und vor allem wo der Transportbedarf besteht.

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Der Mensch ist bequem geworden, vieles wird online bestellt. Auch wenn man dann selber sich nicht mehr bewegen muss, irgendwie muss die Ware ja nach Hause kommen. Der Bedarf wird steigen, das liegt nicht nur daran, dass immer mehr Menschen “in die Stadt” ziehen.

Mit dem Vito E-Cell stellt Mercedes-Benz schon seit 2 Jahren einen elektrisch angetriebenen Transporter her. Da war Mercedes-Benz mal wieder ein Pionier, ein Reformer, ein Trendsetter, mit einer Vordenker-Rolle.

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Einen Transporter mit Elektroantrieb? Wie sieht es denn da mit der Reichweite, den Kosten, den Ladezeiten aus? Ist ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor nicht viel günstiger? Eines dürfte klar sein. Bei schweren Nutzfahrzeugen wird man in naher Zukunft nicht rein elektrisch fahren können, denn dann wäre der Akku vermutlich größer und schwerer als der komplette Lastzug. Im kleinen Rahmen macht es aber Sinn wie der Mercedes-Benz E-Cell beweist.

Fast lautlos beschleunigt der Vito und überzeugt mit dem Drehmoment von 280 Nm jeden Transporterfahrer. Man kann mit dem Vito sogar den ein anderen Ampel-Sprint für sich entscheiden und muss dabei nicht mal ein schlechtes Gewissen haben, durch die eintretende Rekuperation lädt der Vito beim anschließenden Schubbetrieb bzw. beim bremsen die Akkus wieder auf. Der Vito E-Cell ist gedacht für die Stadt, bei Tempo 80-90 km/h ist auch schon Schluss mit der Beschleunigung doch bis dahin hat er schon Spaß gemacht.

Wie bei jedem Elektrofahrzeug denkt man um wenn man im E-Cell sitzt, schließlich sieht man bei zügiger Fahrt seine Reichweite schwinden. Man stellt sich Fragen wie: “Muss ich nun die Klimaanlage einschalten?” oder “Muss ich wirklich so schnell fahren?”. Ja, das ruhige dahingleiten ist toll, wie bei jedem Elektrofahrzeug ein ganz tolles Gefühl im hektischen Großstadtgewühl.

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Die Reichweite dürfte 80-100 km betragen, laut NEFZ liegt der Bestwert sogar bei 130 km. Reden wir kurz über die Spannung, den Wandler und die Kapazität. Der 60 Kilowatt starke Elektromotor wird durch eine 36 kWh Batterie gespeist. Die Nominalspannung beläuft sich auf 360 Volt. An Starkstrom angeschlossen sind die Batterien innerhalb von 4-5 Stunden wieder aufgeladen, er kann auch an der normalen Steckdose (230V) angeschlossen werden, was natürlich die Ladezeit mehr als verdoppelt.

Übrigens, der Mercedes-Benz Vito E-Cell ist keine Zukunftsmusik! Das Fahrzeug ist Realität! Zusammen mit den anderen Vito Modellen läuft es innerhalb der Serienfertigung vom Band und kann in zwei Versionen bestellt werden. Auf der einen Seite als Transporter mit einer Zuladung von ca. 900 Kilogramm oder auf der anderen Seite als Kombi mit Sitzplätzen. Damit wird der Vito E-Cell zum idealen Transfer-Fahrzeug z.B. für Hotels, Firmen, Werksverkehr etc. Der Vito E-Cell Kombi basiert auf dem Vito mit langen Radstand und bietet so 7 Personen Platz. Mercedes-Benz denkt übrigens mit: Optional gibt es eine Zusatzheizung, diese wird mit Flüssiggas betrieben um im Winter die Reichweite nicht weiter einzuschränken. Übrigens: Der E-Cell Kombi wird als Links- und als Rechtslenker produziert, denn nicht nur in Deutschland ist man heiß auf die automobile Zukunft.

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Der Vito E-Cell wird jetzt schon in mehr als 15 Ländern vertrieben. Für die private Nutzung macht das Fahrzeug noch keinen Sinn, dafür dürfte er mit den monatlichen Leasingraten zwischen 999 € für den Transporter und derzeitig 1350 € für den Kombi (auf 4 Jahre bzw. 80.000 km) zu teuer sein, doch event. wacht unsere Regierung in Deutschland ja mal auf und fördert doch noch Elektromobilität.

Ein Gedanke zu „Gefahren: Mercedes-Benz Vito E-Cell Kombi

  1. Seit 2010 ist er zum Beispiel schon bei der Deutschen Post im Einsatz als Versuchsprojekt. Bin dieses Fahrzeug auch gefahren und hatte sicherlich einen positiven Eindruck. Die Reichweite macht dieses Fahrzeug allerdings nur für die kurzen Lieferwege interessant und die Leasingraten sind schon sehr hoch…

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