Videobeweis: Ich kann blind einparken!

Ich hatte es ja schon im ersten Beitrag verkündet: Ich bin als Keinäugiger der König unter den Blinden. Bei der transparo Einparkmeisterschaft ging es in meiner letzten Aufgabe um die Wurst: Blind ein Renault R4 einparken. Eigentlich mit einem Teammitglied, also einen sehenden Beifahrer. Ich wollte das nicht, ich wollte etwas ausprobieren:


Kann man blind ein Auto einparken?

Bitte versucht das nun nicht auf dem nächstbesten Parkplatz. Ich habe mich an den Selbstversuch auch nur herangetraut weil ich wusste: Vor und hinter mir kann nichts passieren und draussen stehen 30 Leute die schon brüllen würden, wenn ich das Fahrzeug in Gefahr bringen würde. Ohne die Augen nimmt man ein Fahrzeug ganz anders wahr. Man hat nicht mehr die normalen Blicke, man nutzt nur noch die Handgriffe die “gewohnt” sind. In einem Fahrzeug mit Revolverschaltung greift man dann auch erstmal ins Leere.

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Ich hatte mir eine Taktik zurecht gelegt. Voll einlenken, mit etwas Gas (ja so ein Renault R4 braucht noch etwas Gas) 3-4 Sekunden rückwärts fahren, dann stehen bleiben, komplett in die andere Richtung lenken und 3-4 Sekunden weiter fahren. Hätte ich mich nicht verzählt, hätte ich mehr Strafpunkte bekommen. Also passt das so schon. Sicherlich habe ich nicht perfekt eingeparkt, aber das hat doch auch wohl keiner erwartet – ich hab ja schließlich nichts gesehen!

Das Auto blieb heil, ich habe keinen umgefahren und einen Pokal durfte ich auch noch mit nach Hause nehmen. Kurz: Es war ein perfekter Tag, mit viel Spaß und einer neuen Erfahrung: Auto blind einparken “geht” aber nicht richtig gut.

Videobeweis gefällig? Fabian Messner von autophorie.de hat seine Kamera drauf gehalten, vielen Dank dafür – sonst hätte ich keinen Beweis für diese inoffzielle Rekord-Fahrt ;)