Angetestet: Peugeot 508 RXH HYbrid 4

Mit dem Peugeot 508 RXH hat Peugeot einige überrascht, warum? Der Sache gehen wir heute mal auf den Grund! Wo sitzt bei einem richtigen Sportwagen der Startknopf / der Zündschlüssel? Klar! Auf der linken Seite! Doch das ist nicht das einzige was beim Peugeot 508 RXH HYbrid 4 sportlich ist.

Was ist das für ein Typ? Schwierig! Die Antwort auf die Frage fällt mir wirklich schwierig, denn der Peugeot 508 RXH ist ein Stilmix durch mehrere Segmente. Auf der einen Seite ist er ein Kombi, auf der anderen Seite ist er dank der erhöhten Bodenfreiheit (von 50 mm) eher ein kompakter SUV. Der SUV Charakter wird auch durch den Allradantrieb unterstützt. Durch das formvollendete, eigenständige Design, bekommt der Peugeot 508 RXH auch noch einen Lifestyle-Charakter und durch den Hybrid Antrieb soll er auch noch sparsam unterwegs sein. Ist der 508 RXH etwa der ideale Stilmix?

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Wie fährt er sich? Wenn der Löwe schläft, schnarcht er nicht. Weckt man den Peugeot 508 RXH sanft aus dem Schlaf schnurrt er, dank Hybrid Antrieb, fast lautlos auf die Straße. Ab einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h (oder bei einem vorzeitigem Bedarf) schaltet dann der 2.0 Liter Diesel hinzu. Ab hier beginnt der Fahrspaß, vorher hatte das Fahrzeug die Möglichkeit Kraftstoff zu sparen. Oben hatte ich es schon erwähnt, der Peugeot 508 RXH verfügt über einen Allradantrieb, dieser wird auch gerne über ein Steuergerät, je nach Bedarf, geregelt. Lassen wir den Kraftstoff-Verbrauch mal links liegen, es macht furchbar viel Spaß mit dem Elektro-Hecktriebler leise zu cruisen und wenn man mal etwas Leistung benötigt ist diese auch noch vorhanden.

Kann ich mich darin sehen lassen? Vor allem im Innenraum kann man sich sehen lassen, die Optik verspricht eine hochwertige Haptik und diese hält das Versprechen dann auch noch. Ein Hauch von Oberklasse, die ich dort gar nicht vermutet hätte. Die Verarbeitung, die Haptik, die Sitze, das große Panoramadach und die vielen Kleinigkeiten dies es zu entdecken gibt. Der RXH ist sportlich gezeichnet, bietet einen Hauch von Abenteuer ohne dabei auf den Lifestyle-Charakter zu verzichten. Die Eier-legende-Wollmich-Sau unter den Kombis? Auf jeden Fall ein Fahrzeug für technikbegeisterte Autofahrer!

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Ist er praktisch und Familientauglich? Knackpunkt: Kofferraum! Wenn man einen Kombi fährt, erwartet man einen großen Kofferraum. Der Laderaum vom Peugeot 508 RXH hat “nur” 400 Liter. Das liegt natürlich darin begründet, dass unter dem Kofferaum noch der Elektromotor und der Akku verbaut ist. Trotzdem ist der Peugeot 508 RXH ein idealer Begleiter für den Alltag und auch für die Familie geeignet, denn lange Reisen kann man mit dem Peugeot 508 RXH ohne weiteres unternehmen. Das große Glas-Panorama-Dach bringt Licht in den Innenraum und lädt zum träumen ein…

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Höhepunkt? Im Peugeot 508 RXH hat man als Fahrer das Gefühl mit dem richtigen Gefährt zu fahren. Nicht nur die Qualitätsanmutung, sondern auch Details wie das Head-Up Display untermauern dieses Gefühl. Das Fahrzeug verfügt über ein straff abgestimmtes Fahrwerk, das hätte ich so nicht erwartet. Weich, ja quasi ein schweben? Das gibt es bei anderen Franzosen! Hier bei Peugeot geht es kraftvoll und sportlich zur Sache, zumindest beim Peugeot 508 RXH!

Tiefpunkt? Ich musste lange suchen, doch einen Tiefpunkt habe ich gefunden. Die Mittelarmlehne hat ein Fach, der Deckel lässt sich aber nur vom Fahrer aus öffnen. Wenn der Beifahrer also z.B. den USB-Stick wechseln möchte geht dieses nur nach einer akrobatischen Meisterleistung.

Kann ich ihn mir leisten? Die Preisfrage, immer wieder entscheidend. Für ca. 42.000 Euro bekommt man ein sehr gut ausgestattetes Fahrzeug, welches ich so gar nicht mit irgendwelchen anderen Fahrzeugen vergleichen kann. Muss ich den 508 RXH nun mit einem Kombi vergleichen? Mit einem SUV? Mit einem Allradler? Mit seinem eigenen “Bruder” dem Peugeot 508 SW? Wer über einen grünen Daumen verfügt, sich etwas Luxus, Lifestyle und Lebenslust leisten möchte, der kann es tun, bei anderen Herstellern bekommt man für das gleiche Geld weniger – von allem!

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Text & Fotos: Jens Stratmann