8 Fragen an smart ED Besitzer Alex Wunschel

Wenn es eine männliche Stimme gibt, die man in jedem Raum aus Hunderten anderen Stimmen heraushören kann dann ist es die von Podpimp Alex Wunschel. Dank seinem Podcast “Blick über den Tellerrand” ist mir seine Stimme gehörig im Ohr geblieben. Alex ist natürlich nicht nur Podcaster, er bringt Unternehmen ins Gespräch, doch heute geht es in diesem kurzem Interview nicht um Alex sondern um sein Fahrzeug. Alex Wunschel ist ein Pionier, er fährt im Alltag elektrisch. Vor ca. 750 km hat er seinen smart ED bekommen, Zeit für ein paar erste Fragen:

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Alex, das Thema Elektromobilität ist in Deutschland ja noch eher ein “Geek”-Thema, wieviele Elektrofahrzeuge bist du gefahren bevor du dich entschieden hast dir eines zu kaufen?

Vor 6 Jahren fuhr ich ein Pedelec in San Francisco, das hat mich total begeistert. Dann gab es mehrere Segway City-Touren, eine Fahrt mit dem Tesla Roadster und dem Twizzy. Die Entscheidung fiel dann aber mit der Probefahrt des smart ED Gen 2. in 2011.

Hast du dir vorher genau überlegt: “Wieviel km fahre ich täglich?” – “Welche Wege kann ich einsparen oder kombinieren?” – oder war der Kauf eher dem Experiment geschuldet es einfach mal auszuprobieren?

Ich fahre seit 10 Jahren smart in der Stadt und kenne damit meinen Kilometerbedarf. Der liegt bei ca. 30 km pro Tag, und damit bin ich mit dem smart ED sicher. Langsrecken mache ich eh mit Bahn oder Flieger. Dennoch: Es bleibt ein Experiment, denn dass Auto soll Alltagstauglichkeit beweisen. Und die stößt mit einer durchschnittlichen Reichweite von 80 km im Winter schon bei der Fahrt zum Flughafen an ihre Grenzen (45 km einfache Strecke).

Der smart E-Drive überzeugt ja nicht nur durch die City-Flitzer Qualitäten sondern auch durch die Tatsache, dass das “lästige” Kopfnicken abgeschaltet wurde. Du warst vorher ja auch schon smart Fahrer wie würdest du diesen Fortschritt bewerten?

Gigantisch! In keinen Automatik-Auto war der Schaltvorgang so spürbar wie im smart Brabus. Davon ist nichts geblieben außer einer Beschleunigung wie am Gummiband gezogen.

Du bist bestimmt viel in München unterwegs mit dem smart, wie reagieren andere Menschen auf den lautlosen Gleiter? Eher positiv, technisch interessiert oder merken viele gar nicht, dass der smart ein reines Elektrofahrzeug ist, da die Form sich von dem normalen smart ja nicht großartig unterscheidet?

Meine Wahl fiel explizit auf die “unauffällige” Farbbkombination “schwarz / silber”. Ich glaube an “weiß / grün” sieht man sich schnell satt. Der einzige Hinweis bei mir ist das Steckersymbol auf der B-Säule. Und bei dem Strassenlärm in München fällt das lautlose Dahingleiten bisher eher selten auf. Soll heißen: Eigentlich bemerken es die wenigsten. Viele Reaktionen hatte ich bisher nicht, aber sie waren durchwegs positiv .

Ich bin ja nun auch schon zahlreiche Elektrofahrzeuge gefahren, sei es nun der Nissan Leaf, der Opel Ampera, der baugleiche Chevrolet Volt oder aber auch der Renault Twizy. Ich selber habe bei mir innerhalb von kürzester Zeit ein “Umdenken” festgestellt. Die Klimaanlage und die Lüftung durfte ausbleiben genauso wie andere Luxusgüter wie z.B. die Sitzheizung. All diese Dinge kosten Strom und somit Reichweite. Bei einem normalen Fahrzeug, sprich einem Fahrzeug mit fossilem Antrieb war mir das bis dato “egal”, doch als die Reichweite schrumpfte fing der Umdenkprozess bei mir an, wie war das bei dir?

Nochmal: Der smart ED ist bei mir ein Alltagsauto. D.h. wenn es kalt ist gibt’s Heizung, notfalls Sitzheizung und Heckscheibenheizung. Wenn’s warm ist Klima. Fertig. Das reduziert im Winter die Reichweite auf durchschnittlich 80 km, aber im Frühjahr / Sommer sind wohl 120 – 140 km durchaus drin. Das reicht locker. Ich will mich also erst gar nicht dem Gedanken unterwerfen hier und da auf Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Ich bin dann wohl eher ein “Teilzeit-Strom-Vegatarier” als ein “Elektron-Veganer”. Dafür tanke ich ja Ökostrom aus Wasser und Wind.

Beschreibe deinen smart mit 140 Zeichen.

“Und hinter mir die fossilen Stinker mit Parkplatzphobie”

Deine Frage, welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten?

“Wie sieht’s denn aus mit Elektro-Smog? – “Weiß ich nicht!”

Ich weiß, wo ich dich im Netz finde, aber magst du eventuell selber noch deine Seiten und Podcasts vorstellen?

Unter http://www.ezapftis.de berichte ich von dem smart und der wichtigste Podcast ist der “Blick über den Tellerrand” unter http://www.pimpyourbrain.de!

Vielen Dank Alex, dir noch viel Spiel, Spaß und Spannung mit deinem neuen Fahrzeug und uns auch weiterhin viel Freude an deinen schriftlichen er”Fahr”ungen. Den Ersten Teil könnt hier hier übrigens schon nachlesen und Alex hat auch was zu meckern gefunden: klick.

7 Gedanken zu „8 Fragen an smart ED Besitzer Alex Wunschel

  1. Wenn ein gestandener SMART-Fahrer die ED-Vorzüge ggü seinen Artgenossen so anpreist.

    Bleibt leider ggü dem konventionellen SMART der nochmals höhere Anschaffungspreis, fern aller Vernu…!…,
    Zumal es wohl kaum “gewohnte” Rabatte wie zu vielerlei anderer Marken/Modelle gibt !(?)

  2. Eine Frage hätte ich auch mal:
    Sollte man ihn auf weiter Flur+Straße leer gefahren haben, ist dann nur abschleppen möglich ? Oder könnte man eine “Überbrückungsfahrt” mittels kompaktem “Not-Aggregat”/2.Batterie vom ADAC bewerkstelligen ?!?

    1. Hallo Didi, ich bin jetzt nicht sicher, und hab den Mietvertrag leider im Office. Aber ich glaube mich an eine Art “Mobilitäts-Garantie” zu erinnern. D.h. smart würde Dich im Falle eines leeren Akkus zur nächsten “Steckdose” fahren. Kläre ich aber noch.

      1. Bei 20% Ladestand erfolgt die erste Warnung an den Fahrer im Kombiinstrument. Eine zweite Warnung erfolgt bei 10% Ladestand. Sollte dann doch weiter gefahren werden und die Anzeige bei null Prozent ankommen, stoppt der smart nicht sofort und abrupt, da immer noch wenige Prozent Restladung vorhanden sind.
        Sollte man den smart dann doch einmal so leer fahren, das er stehen bleibt, gibt es eine Sicherheitsreserve um das Fahrzeug aus einer Gefahrensituation, beispielsweise mitten auf einer Kreuzung, bringen zu können. Die Sicherheitsreserve wird durch aus- und Wiedereinschalten der Zündung, bei komplett entleerter Batterie, aktiviert – und reicht für rund 100 Meter bis 500 Meter. Eine “Überbrückung” ist nicht möglich: bei Ladung kann das Fahrzeug nicht bewegt werden. Sprich: Ist die Batterie komplett leer, hilft nur noch der Abschlepper! Doch wie vorher schon geschrieben: der smart (übrigens KEIN Mercedes-Benz) ED warnt ja rechtzeitig vorher. Und Alex, natürlich, es gibt für dich extra eine Kundenhotline die dir hilft. [diese Informationen wurden uns zur Verfügung gestellt von Markus Jordan vom MB Passion Blog und von Marc J. Christiansen von fünfkommasechs!]

  3. alles klar/danke – gut von dieser sicherheitsreserve zu wissen !

    fährt sich ansonsten echt flitzig das ding – jeder zweifler sollte da zunächst mal den SMART-Händler aufsuchen und selbst testen !

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