Angetestet: Opel Meriva

Innovativ, flexibel und elegant – so soll laut Opel die zweite Generation des Opel Mervia sein. Bei einer kurzen Probefahrt habe ich mich auf die Suche nach den Innovationen gemacht. Auf den ersten Blick fallen mir da die Flexdoors ins Auge. Die hinteren Türen öffnen gegenläufig. Das mag für Familien mit Kindern ideal sein, heute hat es mich gestört. Geparkt in einer engen Parklücke mit einem Koffer auf dem Rücksitz musste ich schon etwas “rangieren” um zum Ziel zu kommen. Vorteile sehe ich hier aber in der Tat für Familien: Kinder An- bzw. Abschnallen. Kindersitze montieren sollte so auch leichter fallen. Durch die B-Säule (ja, die ist vorhanden) wird allerdings nicht deutlich mehr Platz freigegeben, auch wenn der Einstieg nun etwas erleichtert wurde, da das übersteigen des Radhauses entfällt.

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Platz genommen habe ich auch auf den Sitzen, diese sind sportlich betont und bieten einen guten Seitenhalt. Die Sitzheizung reagiert sehr schnell und auch die optional verfügbare Lenkradheizung weiß zu gefallen. Gefallen haben mir auch die zahlreichen Ablagen. Es gibt Wohnungen die so groß sind, dass man nichts mehr wiederfindet. Der Meriva bietet mit seinen insg. 32 Ablagen auch genügend Versteckmöglichkeiten.

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Die Leistungsspanne vom Opel Meriva reicht von 55 kW/75 PS bis 103 kW/140 PS, bei den Benzinern gibt es drei Varianten vom 1.4 Liter 4-Zylinder Motor. Der 1.4 Liter 140 PS Meriva ist momentan der stärkste. Mit 200 Nm und einem manuellen 6-Gang Getriebe ist er leistungsstärker und emittiert weniger Abgase. Bei den Selbstzündern gibt es den 1.3 CDTI ecoFLEX mit 95 PS und den 1.7 CDTI mit 110 PS. Der in Saragossa hergestellte Opel Meriva zeigt sich Opel-typisch verarbeitet. Für mich persönlich wäre es nichts wegen den Türen, das finde ich besonderes interessant, da ich eigentlich genau in die Zielgruppe passen würde. Vermutlich müsste ich das einfach nur mal häufiger ausprobieren. Didi, über deine Meinung zum aktuellen Opel Meriva bin ich ganz besonders gespannt…

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3 Gedanken zu „Angetestet: Opel Meriva

  1. Und als kleiner Hinweis: Den 1.7 CDTi gibt es auch in einer
    zusätzlichen Variante mit 130 PS! Nur mal so nebenbei ;)

  2. Nun ja. Ich hatte bereits den Vorgänger, da beäugt man wohl um so kritischer was sich bei diesem wirklich getan hat (zum besseren). Fern ab vom Marketing und im realen, “harten” Alltag.
    Die FlexDoors denn zuerst. Ganz nett – benutze ich sie selbst als Fahrer/”Oberhaupt” denn nicht wirklich für den zu-/ausstieg. Ständiges montieren von Kindersitzen ist auch seltens, dass es einen Autokauf maßgeblich beeinflußt, sowie andere Kriterien sonst gern in Foren sich aberwitzig destillieren…(!) Und irgendwann sind die Kleinen der Sache auch entwachsen.
    Als Gewohnheitstier ist der Mensch nun halt erstmal mit der Umstellung an sich beschäftigt und erwischte mich auch des öfteren zu falscher Position davor/dahinter, wie man halt bei 4-türern allg. es doch gern nutzt, tür auf und kleinkram auf die rückbank “entsorgt”. Konditionierung (also 1000 Wiederholungen ;o), dann sitzt es auch hierbei.
    ABER…dieser Türmechanismus hat auch seine Tücken (!), gleichfalls nicht überwerten (!!):
    – Der Türausschnitt ist kleiner, das gibt der Hersteller konstruktionsbeding auch zu, weil die Scharniere einen senkrechten Mindestabstand benötigen. Und dies war über dem hinteren Radausschnitt zu eng. Also davor gelegt und damit schmäler zur B-Säule hin. Die ist ja weiterhin vorhanden (aber selbst beim weglassen, a la B-Max kein Allheilmittel*)
    – In engen Parklücken mit daneben stehenden Fahrzeugen hat man nix gewonnen, es sind ja weiterhin Klapptüren, die ihre Öffnungsbreite zur Seite brauchen !
    – Dazu kommt noch – steigt hinten + vorn jemand aus, will das vermeintlich zeitlich besser arrangiert sein. Sonst stehen sich beide im Weg, zwischen den geöffneten Türen.

    Das Design ist ja so “skulpturhaft” beworben allg bei Opel zu neuen Modellen (seit Insignia). Verschwendet damit irrwitzig Raum in Länge und Breite.
    Gegenüber dem Vorgänger sind es fast 28 cm ! Doch wohin ?!?
    Ich hab die selbe Kofferraumschale drin – Stellfläche damit identisch !

    Und auch die Türen haben eine bauchförmige Ausformung, nochmals schlechter in engen Parklücken.

    Jaja, 5 Sterne EuroNCAP….wer hat die nicht ?!

    Das Cockpit hat an Haptik/”Wertigkeit” gewonnen. Die FlexRail lässt die Mittelkonsole mit mehr Ablagen optimieren. Und trotz der Überbreite, gleichfalls kein Zugewinn im Alltag (keine 3 Kindersitze nebeneinander), und Masse, bleibt der Verbrauch unter 7 Liter (1.4 T, 120 PS).
    Die Übersetzung schön lang für ruhige Drehzahlen, selbst beim 5-Gang.

    Hetzerei kann ich woanders ausleben ;o)

  3. *) Zum Kontrahenten B-Max noch. In Neugier freilich bei erst-bester Gelegenheit beim Händler bestiegen.
    Hat schon was faszinierendes auf den 1. Blick. Ernüchterung aber auch sogleich.
    Vorab bereits war schon gedanklich klar.
    Es steckt auch hier mehr Marketing dahinter als sonstwas !

    Weil, wie oft + für was macht man denn vorn+hinten zeitgleich die Türen auf ?
    Damit sich dann was für ein Mehrnutzen einstellt ??!

    Nur weil hinten jemand zu-/aussteigt, soll ich als Fahrer auch..(?)…Quatsch !
    Es bringt auch nix, denn, wo nicht die B-Säule, folgt als nächstes die Vordersitzlehne und wie auch immer man sich rein friemelt dahinter und die Füße darunter…

    Eine Schiebetür wie gewohnt mit Vor- und Nachteilen !(!)!
    Hätte ich womöglich auch gern für mancherlei. ABER…
    Sie ist schwerer, kann nicht jeder (/jedes Kind) selbstständig benutzen.
    Und hier auch nochmals erschwert in ihrer Ergonomie (schon öfters kritisiert worden), was ich auch so empfand.
    Dazu sind diese Dinger auch im weiteren konstruktionsbedingt mit kleineren Öffnungen/Verdeckungen, da bleibt nicht soviel an Vorteil.

    Ist denn die vordere Tür zu (wie es das Marketing bei den Pressebilder tunlichst vermied ;o) und die hintere auf, was macht es dann noch für einen Unterschied – ob eine B-Säule vorhanden oder nicht (?)…..eben !…;o)

    Aber ich will es FORD nicht übel nehmen, interessante Sache + Abwechslung im Auto-Alltag ist es allemal !

    Nur ihre Cockpits gehören allg. gründlich+endlich überarbeitet !!!
    Seit Fiesta 2008 im Nokia-Handy-Style, bzw. Sony-winzig-Knöpfchen-Style. Gehört viel übler kritisiert als das Endlos-Bashing der Opel-Infotainments in den Autogazetten.

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