VW bringt den Schwarz-Gelben Renner zurück: VW Beetle GSR

Kurze Zeitreise zurück: Wir schreiben das Jahr 1973. VW bringt den VW 1303 S (GSR = Gelb-Schwarzer Renner) auf den Markt und verzückt die Zielgruppe. Auf gerade mal 3.500 Stück limitiert wird das sportliche Krabbeltier schnell zum Selbstläufer und heute zu einer gesuchten Rarität. Unter der Haube? Ein 1.6 Liter Motor mit 50 PS. Das maximale Drehmoment von 106 Nm liegt an der Kurbelwelle an und der Boxer-Motor verfügt natürlich über keine Wasserkühlung. Love is in the Air und die Luftkühlung muss auch reichen um die 4 Zylinder zu kühlen. Ein Solex-Fallstromvergaser übernimmt die Zubereitung des zündfähigen Gemisches und die Kraft? Die geht auf die Hinterachse! Der, für heutige Verhältnisse untermotorisierte, 1303 S kämpft mit einem Leergewicht von gerade mal 900 kg. In 19 Sekunden gelang der Sprint von 0 auf 100 km/h und das Ende der schwarz-gelben Fahnenstange ereichte der Fahrer bei 142 km/h. Für knapp 7650 DM konnte man sich im Jahre 1973 den schwarz-gelben Käfer gönnen, heute muss man froh sein, wenn man einen echten (es gibt einige Nachbauten) VW Käfer 1303 S in schwarz/gelber Kampflackierung findet.

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Zeitsprung zurück ins Jahr 2013: 40 Jahre später kann man sich entweder auf der Suche nach einem originalen 1303 GSR machen (dabei bitte unbedingt auf die typischen Schwachstellen wie: Rahmen, Kotflügel, Bodenbleche, Schweller, Seitenteile, Heizbirnen, Türen… achten) oder direkt zum neuen VW Beetle GSR greifen, der nun in Chicago vorgestellt wird. 210 PS unter der Motorhaube, etwas über 30.000 Euro teuer und ebenfalls auf 3.500 Stück limitiert. Der neue GSR zeigt sich sportlich durch die R-Line Optik im GSR-Feinschliff und verfügt nicht nur über mehr Leistung, mehr Drehmoment und mehr Luxus sondern natürlich auch über entsprechende Fahrassistenzsysteme die das Leben im Jahre 2013 schon leichter machen.

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Für diejenigen, die diese Farbkombination nicht mögen gibt es auch noch eine weitere (grau/schwarz), doch so – in Schwarz und Gelb macht er doch einen äußerst sportlichen Eindruck und ich gestehe, ich erkenne sogar einwenig den “guten, alten Käfer” der bekanntlich läuft und läuft und säuft. Der alte VW Käfer verbrauchte ca. 11 Liter auf 100 km, beim neuen VW Beetle GSR, soll der Wert bei ca. 7,3 Litern liegen, das trotz einem Mehrgewicht, mehr Leistung und natürlich auch mehr Komfort. Da soll noch einer sagen, es hätte sich in den letzten 40 Jahren nichts getan. Eines ist aber geblieben, die Liebe zum Automobil. Einige Hersteller gehen auf die Retro Schiene, andere distanzieren sich davon und möchten neue “Klassiker” schaffen – ich mag beide Wege. Übrigens, in Deutschland kommen sportliche R-Line Sitze zum Einsatz im neuen VW Beetle GSR, in den US-Modellen gibt es Ledersitze, warum das wohl so ist? Eine Gemeinsamkeit habe ich noch gefunden zum Ur-Käfer: Beide Fahrzeuge verfügen über ein Leder-Lenkrad, auch wenn ich sagen muss, dass das Lenkrad an Attraktivität gewonnen hat. Gutes Bleibt: Zwei Endrohre gibt es bei beiden Modellen, auch wenn die beim neuen Flitzer etwas weiter auseinander liegen.

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© Fotos: Volkswagen 2013

Weitere Informationen über das neue Modell gibt es im Blog vom Autohaus Wolfsburg: Die Reinkarnation vom Schwarzen Renner