Fahrbericht Skoda Yeti 2.0 TDI – 4×4 – 140 PS! Der Yeti Test!

Den Skoda Yeti gibt es ja nun schon seit ein paar Jahren und mit mehr oder weniger Erfolg schlägt er sich gegen seine Mitbewerber und davon gibt es inzwischen ja einige. Citroen DS4 Aircross, Ford Kuga, Honda CR-V, Kia Sportage, Mitsubishi ASX, Nissan Qashqai, Opel Mokka, Peugeot 3008, Renault Koleos, Suzuki Grand Vitara, Toyota RAV4, ja selbst den Konzernbruder Tiguan würde ich als Mitbewerber um die Gunst der Käufer nennen wollen. Machen wir es kurz: Der Markt ist auch in diesem Segment hart umkämpft! Wunschgemäß bekamen wir einen Skoda Yeti mit 2.0 TDI und 140 PS. Wir hatten uns extra gegen den größten Motor (mit 170 PS) entschieden, da wir der Meinung waren, dass die 140 PS Version die ideale Besetzung unter der Motorhaube ist für ein Familienwagen.

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Den Skoda Yeti fand ich damals im Werbespot schon ziemlich cool und konnte halt nun meinen wahrlich positiven Eindruck vom Skoda Yeti noch einmal intensivieren:

Welche Punkte sprechen also für einen Skoda Yeti?

Nach den ausgiebigen Testfahren kann ich bestätigen: Der Skoda Yeti hält was er verspricht und er verspricht auch nichts was er anschließend nicht hält. Er ist ein alltagstauglicher Familienbegleiter, der einen dank Allrad-Antrieb auch gerne mal über einen Feldweg begleitet und sich sogar ins leichte Gelände wagt. Mit seinem cleveren Raumkonzept (verschiebbare und ausbaubare hintere Sitze) überzeugte er nicht nur Fahrer sondern auch Kind & Kegel. Die Verarbeitung ist, wen wundert es, auf VW Niveau. Auch wenn man im Innenraum spürt, dass man hier nicht in der Luxusklasse sitzt sollte man sich einmal kurz überlegen in was für einem Fahrzeug man sitzt. In einem Familienfahrzeug. Da sind leicht abwischbare Plastikabdeckungen doch schon fast eher als Mehrwert zu werten. Der Yeti ist ein Ladekönig! Die serienmäßige Dachreling kann 100 kg aufnehmen, die Zuladung vom Yeti ist mit etwas über 600 kg (ohne Fahrer) ebenfalls nicht zu verachten. Ich persönlich kam mit der Rundumsicht sehr gut klar, nach vorne und nach hinten könnte es jedoch etwas schwieriger sein, daher habe ich mich nicht nur über den Parkpiloten sondern auch über das Feature gefreut, dass der Skoda Yeti automatisch einparken kann. Knopf gedrückt, Parklücke entdeckt und schon wird aus jedem ein Einparkmeister. Im Innenraum geht es für meine Körpergröße „großzügig“ zur Sache. Ich bin 1,75 Meter groß habe vorne sowie hinten viel Platz und freue mich hinten über die „in der Neigung“ einstellbaren Rücksitzlehnen. Nahezu begeistert war ich von dem Yeti bei Dunkelheit. Die Xenon-Beleuchtung mit der optionalen Kurvenlichtfunktion ist nicht nur hell sondern auch schnell.

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Bei Dunkelheit mit Kindern unterwegs? Kein Problem! Hinten gibt es Lese- und Einstiegsleuchten links und rechts und auch vorne lässt einen der Yeti nicht im Dunkeln stehen. Eine kleine Leuchte beleuchtet das Armaturenbrett, so wird man auch Nachts schnell fündig. Das Lenkrad liegt gut in der Hand und lässt sich für jeden Fahrer manuell in Höhe und Tiefe anpassen. Ein besonderes Highlight, eigentlich ein Pfennig-Artikel: Gummibänder in den Türtaschen. So fallen lose Zettelsammlungen nicht mehr so schnell hinaus. Hinten gibt es links und rechts ISO-Fixhalterungen für die Kindersitze sowie einen Einklemmschutz bei den Fenstern. Der Beifahrerairbag ist im Handschuhfach abschaltbar, somit können kleine Kinder auch vorne auf dem Beifahrersitz mitfahren. Die Gurtlänge ist vorne und auch hinten für die Befestigung von Kindersitzen bzw. einem Maxi Cosi geeignet.

Die Sitze sind bequem, bieten vorne genügend Seitenhalt und verfügen, je nach Ausstattung, über eine sehr gute Sitzheizung. Die Höhe hat sich bei unserem Testfahrzeug manuell einstellen lassen. Sämtliche Schalter sind gut zu erreichen und von VW typischer Qualität. Die Bedienung ist in der Regel selbsterklärend und selbst das HTC One X hatte ich innerhalb von wenigen Tastendrücken am Lenkrad als Telefon und Multimedia-Quelle aktiviert.

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Ich kann es selber nicht mehr lesen, muss es aber schreiben: Das Fahrwerk ist straff abgestimmt und gleichzeitig komfortabel. Man merkt kaum, dass man in einem Fahrzeug sitzt welches „höher“ ist als andere, es kommt auch kaum zu Wankbewegungen und wenn ich ehrlich bin hatte ich die eigentlich erwartet.

Bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h (meine Autobahnreisegeschwindigkeit) ist die Geräuschentwicklung angenehm, dass man den Dieselmotor zwischendurch hört dürfte selbstverständlich sein. Mit dem 140 PS Diesel ist der Yeti ordentlich motorisiert, einmal kurz runterschalten, zügig überholen, kein Problem. In den ersten fünf Gängen kann man sogar „schaltfaul“ fahren, die Elastizität lässt erst im 6. Gang zu Wünschen übrigen. Mit Verbrauchswerten zwischen 5.6 und 6.7 Litern auf 100 km/h verbrauchte er bei meinen Testfahrten weniger als mein eigener VW Caddy mit weniger Leistung.

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Die Leistung auf die Straße brachte der 4×4 ohne Probleme. Das auch auf Schotterwegen, auf Schnee und natürlich auch auf der Autobahn. Die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h sollte in der Regel für die Zielgruppe mehr als ausreichend sein. Nicht nur was für kleine, sondern auch für große Kinder: Das große Panorama Glas-Dach, welches sich auch öffnen lässt.

Welche Kritikpunkte habe ich gefunden?

Der Sicht nach hinten ist natürlich auf Grund der Bauform etwas eingeschränkt, ich hätte eine Rückfahrkamera bevorzugt vor allem um z.B. in Spielstraßen herumlaufende Kinder im Blick zu haben, die quasi direkt unterhalb der Heckscheibe vorbeilaufen. Habe ich gerade noch die Innenraumbeleuchtung gelobt muss ich diese nun für den Kofferraum relativieren, dort gibt es nur eine kleine Lampe, die bei völliger Dunkelheit nicht ausreichend ist. Über die hohe Ladekante möchte ich eigentlich nicht meckern, schließlich ist der Yeti ja auch ein „höheres“ Fahrzeug, aber erwähnen wollte ich diese dennoch. Man muss halt bei der Probefahrt darauf achten, ob diese event. zu einem Störfaktor werden könnte. Offiziell ist der Yeti ein 5-Sitzer, ich würde sagen: 4 Personen haben genügend Platz. Kritisieren möchte ich die Gurtschlösser im Fond, Kinder könnten hier Probleme haben sich selber anzuschnallen, da wären mir starre Gurtschlösser lieber gewesen. Diesen Punkt gilt es also auch zu überprüfen, wenn man sich von der Existenz eines Yeti´s überzeugen möchte.

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Was gibt es über den Yeti sonst noch zu sagen? 

Schaut es euch einfach in dem Video an, welches Jan zusammen mit mir für das Format Ausfahrt.TV aufgenommen hat, dort seht ihr auch wie der Yeti sich so fährt und vor allem wie er automatisch einparkt.

Jan hat seine Meinung über den Skoda Yeti natürlich auch schon schriftlich festgehalten, hier kommt ihr zu seinem Blogbeitrag: Probefahrt Skoda Yeti 4×4 2013! – Die Versicherung stuft den Skoda Yeti wie folgt ein: Haftpflicht: 18 / Vollkasko: 18 / Teilkasko: 22 – den Yeti gibt es nun auch mit dem 1.4 TSI unter der Motorhaube und als Skoda Yeti Adventure wird er zum Alltags-Abenteurer.

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Was schreiben andere Blogger?

Der Yeti macht ja schon seit einiger Zeit seine Runden durch die Blogosphäre, somit gibt es auch einige weitere Meinungen und Berichte über den kleinen SUV aus dem Hause Skoda im Netz, hier eine kleine Zusammenstellung:

Auf der Suche – Skoda Yeti « asphaltfrage.de
Mit dem Skoda Yeti in Namibia unterwegs « Trendlupe.de
Namibia erleben – mit Skoda « mein-auto-blog.de
eine weitere Zusammenfassung von Beiträgen « freude-am-erfahren.de

6 Kommentare zu “Fahrbericht Skoda Yeti 2.0 TDI – 4×4 – 140 PS! Der Yeti Test!

  1. Na, da hattest du aber den Yeti mit der exklusiven Ausstattung.
    In einfacheren Ausführungen ist der Fahrspass zwar immer noch da, aber der Luxus fehlt halt (Einparkhilfe jeder Art, verstellbare Rücksitze etc…)

  2. joh, war wohl fast vollausstattung, was kostet sowas (?), fährt/leistet sich wohl kaum eine familie…

  3. Danke für diesen ausführlichen, schönen Test und das Video :-) Vielleicht wird das mal mein nächster Wagen. Im Moment fahre ich einen Skoda Octavia RS Diesel (170 PS), mit dem ich sehr zufrieden bin.

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