Genf 2013: Fiat 500e

Sexy, irgendwie sexy… und der Fiat 500e sieht in orange doch auch sehr gut aus. Unter der Haube versteckt sich hier, wie man vom Namen schon ableiten kann, ein 111 PS starker Elektroantrieb. Man spricht von einer Reichweite von 140 km und einem Energieverbrauch von 29 kWh für 160 km. Warum so komische Werte? Ab dem 2. Quartal 2013 soll der Verkauf auf dem US-amerikanischen Markt starten. Was? Wirklich? Wirklich! Die “Zero-Emission-Version” ist tatsächlich nur für den US-Markt bestimmt, wurde auf der Los Angeles Motorshow auch schon vorgestellt und wird vermutlich nicht nach Deutschland kommen.

Fiat 500e

Warum bringt man in der USA ein Elektrofahrzeug auf den Markt, welches “nur” über eine Reichweite von 140 km verfügt? Beim USA Roadtrip haben wir oft Meilenweit keine Zivilisation gesehen und verstanden warum Amis große Fahrzeuge mit großem Tank haben, möchte man sich nur auf Städte und Ballungsgebiete beschränken? Hinter der Tankklappe versteckt sich auf jeden Fall “nur” der Stromanschluss:

Fiat 500e

Mmmh, die Farbe “Elettrico Orange” finde ich auf jeden Fall sexy, gerne auch mit noch mehr Weiß Anteil. Im Innenraum gibt es einen 7″ TFT, der den Fahrer über den Batterieladezustand informiert. Am Armaturenbrett gibt es auch noch die Einstellmöglichkeit für den Fahrmodus, der dann natürlich analog zum “Strom-Pedal” die Reichweite einschränken könnte.

Fiat 500e

Die Batterie lässt sich über ein 240-Volt-Onboard-Lademodul (Level 2, OBCM) in weniger als vier Stunden aufladen, die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) hat die Leistung des Fiat 500e im außerstädtischen Zyklus bewertet und ermittelte ein Benzinäquivalent von 108 MPGE (Meilen pro Gallone), das vorher noch kein Elektrofahrzeug auf dem US-Markt erreicht hatte. Die MPGE beschreibt den Aktionsradius eines benzinbetriebenen Vergleichsfahrzeugs, dessen Kraftstoffverbrauch dem Energieinhalt der elektrischen Batterieladung entspricht. Die EPA-Tests dokumentierten eine Reichweite von rund 140 Kilometern – dem besten Wert aller Großserien-Elektrofahrzeuge auf dem amerikanischen Markt.

Fiat 500e

Interessant, die EPA gibt auch die jährlichen Stromkosten, die durch das Aufladen der Batterie anfallen, bekannt: Auf Basis einer Laufleistung von über 24.000 km im kombinierten Fahrzyklus dürfte man dafür ca. 500 US-Dollar veranschlagen. Dabei erreichte der Fiat 500e einen Index von 116 MPGE im städtischen/außerstädtischen Zyklus und 122 MPGE im rein städtischen Zyklus. Der Energieverbrauch lag unter diesen Bedingungen bei lediglich 29 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Meilen und das sind eben die oben genannten 160 km.
Fiat 500e

Das iPhone oder aber auch ein Android Smartphone werden integriert, über eine App kann man sich die Fahrdaten, den Batterieladezustand, den Energieverbrauch und die Position der nächsten Ladestation anzeigen lassen und dementsprechend die Reiserouten planen. Ist das Smartphone verbunden, können sich auch z.B. SMS-Nachrichten verschicken lassen, leider (erstmal?) nur in den USA, ich hätte so einen Fiat 500e wirklich mal gerne bewegt, denn mit den 140 km Reichweite müsste eigentlich die Mehrheit der Arbeitnehmer auskommen die täglich pendeln (der Durchschnitt liegt bei 60-80 km Fahrstrecke pro Tag). Was fehlt? Klar, der Preis, doch der wurde leider noch nicht kommuniziert, bzw. gibt es ja keinen Launch hier in Deutschland. Habt ihr eigentlich gemerkt, dass die Schuhe der Dame auf den Fotos ebenfalls Orange waren? Es sind die Kleinigkeiten auf die man achten muss, nicht nur auf die Rocklänge ;)

2 Gedanken zu „Genf 2013: Fiat 500e

  1. womöglich viel zu teuer/ohne chance, bekommt er “drüben” zumindest per Rabatt einen Preis, der ein bißchen Absatz erwarten lässt…

Kommentare sind geschlossen.