Mein ganz persönlicher Formel 1 Bericht: Monaco 2013

Was habe ich mit David Hasselhoff gemeinsam? Nein, ich meine nicht die Vorliebe zu Hamburgern ;). Er sagte gestern in Monaco, dass es sein erstes Formel 1 Rennen war was er (zusammen mit seiner furchtbar attraktiven Freundin Hayley Roberts) besucht hat. Was haben wir nun also gemeinsam? Klar, eine attraktive Freundin und die Tatsache, dass es auch mein erstes Mal war.

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Könnt ihr euch noch an die transparo Einparkmeisterschaft erinnern? Dort habe ich die Tickets, die Flüge und auch die Unterkunft in Nizza gewonnen (vermutlich nur weil ich blind einparken kann) und dementsprechend ging es am Samstag morgen los, lest nun meinen Erfahrungsbericht: 48 Stunden – der sportliche Trip:

Um 4:30 klingelte der Wecker, kurze Zeit später waren meine Freundin und ich im Auto und fuhren in das ca. 110 km entfernte Hannover, dort kurz eingecheckt, in der Senator-Lounge gefrühstückt und ab ging der erste Swiss Flieger in Richtung Zürich. Hier schon mal der erste positive Eindruck: In den Swiss Fliegern hat man gefühlt mehr Platz! Wir hatten auf jeden Fall ausreichend Platz auf den Sitzplätzen 3 A und 3B und das obwohl wir nicht Business geflogen sind.

In Zürich hatten wir keine große Zeit zum umsteigen, wer den Flughafen kennt weiß, dass es dann “Abkürzungen” gibt. Direkte Laufwege quasi zum passenden Gate und so haben wir auch just in time den anderen Flieger erwischt. Eine Stunde später landeten wir nach ein paar Turbulenzen dann in Nizza.

Mit dem Taxi vom Flughafen Nizza in die Stadt – 35 €! Das kommt davon wenn man sich vorher nicht informiert bzw. “betreutes Reisen” gewöhnt ist. 35 Euro bzw. 10 Minuten Fahrzeit später waren wir dann im Hotel. 3 Sterne, kein wirklicher Luxus aber eine tolle Lage. 10 Fußminuten vom Bahnhof, 10 Fußminuten von Einkaufspassage von Nizza und 5 Fußminuten vom Kies-Strand. Wer keinen großen Wert auf Luxus legt, der ist in dem Apart Hotel in Nizza (Citadines Buffa Nice, 21, rue Meyerbeer, 06000 Nice, France) gut aufgehoben. Das versprochene High-Speed Internet war allerdings eher “Low-Speed”, aber ich wollte ja eh nicht im Internet surfen sondern die Zeit im wunderschönen Nizza verbringen.

Das taten wir dann auch. Am Samstag gingen wir zum Strand, durch die Stadt und fanden am Abend, auch die ein oder andere Bar die uns sogar Fußball hätte gezeigt. Aber lasst uns nicht über das Spiel Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München reden. Es hat halt eine deutsche Mannschaft die Champions Leaque gewonnen und das ist doch auch schon mal was. Gesehen habe ich das Spiel auf einem “sehr” kleinen Fernseher im Hotelzimmer – gelbe Punkte spielten gegen rote Punkte und ein weißer Ball landete irgendwie 2 mal in einem Kasten von der gelben Mannschaft ;). Warum war ich noch mal in Nizza? Ach ja: Formel 1 – Monaco!

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Im Hotel habe ich mich informiert: Für 120 Euro könnte man mit einem Helicopter von Nizza nach Monaco fliegen (Preis pro Person), für 80-100 Euro geht es mit dem Taxi (Preis für beide) oder für – und nun haltet euch fest, 7,20 € geht es per Zug! Die Idee hatten aber wohl mehrere und so standen wir etwas über eine Stunde am Hauptbahnhof von Nizza um überhaupt in den Bahnhof zu kommen. Dabei muss man noch kurz erwähnen, dass dort wirklich einiges durchdacht war und viele Mitarbeiter sich darum gekümmert haben, dass alles Reibungslos abläuft. Eine halbe Stunde später lief dann auch schon ein Zug ein und es ging an der wunderschönen Küste entlang nach Monaco. Von dort war es auch noch mal ein 15 Minütiger Fußmarsch bis zu unserer Tribüne.

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Man war das ein Show-Laufen der Stars dort. Michael Douglas, Valentino Rossi, Cameron Diaz (die sogar mit Teilen der Zuschauer La Ola Wellen übte), David Hasselhoff, Hayley Roberts, Albert und Charlene von Monaco, Leonardo DiCaprio (zum Leidwesen meiner Freundin nicht fotografiert), George Lucas, Nicole Scherzinger, Flavio Briatore, Niki Lauda, Gerhard Berger und halt die Formel 1 Piloten die sich auch sehr nah zeigten.

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Da winkt der Michael Douglas, davor läuft Kollege Bernie und dahinter (der Mann mit der Cap) ist Ron Howard (Regisseur unter anderem von Filmen wie Apollo 13, A beautiful Mind, der Da Vinci Code…).

“Geschminkt sieht die Cameron Diaz ja wirklich gut aus…” – kein Zitat von mir, aber das würde ich unterschreiben:

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Kollege Lauda wusste natürlich: Gleich geht es los!

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Die Plätze waren “eigentlich” super. Blick auf die Boxengasse, Blick in die Kurve, Blick auf eine kleine Gerade und natürlich der Blick auf einen Monitor. Warum “eigentlich”? Auf Grund der “Erfahrungen” auf dem Hinweg hatten meine Liebste und ich den Entschluss gefasst ein paar Minuten vor Rennende zu gehen um einen frühen Zug zurück zu bekommen. Problem: Boarding vom ersten Rückflug war schon um 18:25 und wir mussten ja noch kurz zurück zum Hotel die Koffer holen. Das wäre alles kein Problem gewesen, wenn nicht kurz vorm Rennstart eine Dame mit diesem Schild durch die Gänge lief:

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Das war es dann mit unserem ersten gemeinsamen Formel 1 Rennen, denn das Risiko die beiden Flüge zu verpassen wollten wir nicht eingehen, 100 Euro für ein Taxi auch nicht ausgeben und wer weiß ob wir überhaupt ein Taxi bekommen hätten? Also sind wir raus, sind noch kurz durch Monaco “flaniert” und sind mit dem Zug (ihr wisst schon 7,20 €) von Monaco nach Nizza gefahren.

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Von dort zu Fuß zum Hotel und dann 3 Minuten zu einer Bushaltestelle. Die Buslinie 98 fährt für 6 € pro Person zum Flughafen und auch nach Nizza. Hätten wir das mal vorher gewusst, dann hätten wir mehr Geld in der Innenstadt lassen können. Zunächst hält der Bus am Terminal 2 doch kurze Zeit später ging es auch zum Terminal 1 und wir konnten einchecken und es uns in der (vermutlich dank Formel 1, Cannés und den anderen Veranstaltungen) komplett überfüllten Lounge “bequem” machen. Zurück über Zürich nach Hannover kam dann der Kälteschock. Zurück aus der Welt der Reichen, der Schönen und vor allem dem schönen Wetter in der harten Realität. Hier in Deutschland – wo man den Frühling daran erkennt, dass der Regen wärmer wird.

Kurzum: Es waren 2 tolle Tage in Nizza, ich habe die Zeit mit meiner Liebsten sehr genossen und dank dem mobilen Internet (Telekom 4,95 Euro pro Tag) habe ich dann auch später auf dem Weg zum Flughafen erfahren wer bei der Formel 1 gewonnen hat:

“Nico Rosberg erzielte beim Großen Preis von Monaco in den Straßen seiner Heimatstadt seinen zweiten Grand Prix-Sieg. Nico gewann das Rennen genau 30 Jahre nach dem zweiten Grand Prix-Sieg seines Vaters Keke in Monaco 1983. Lewis Hamilton beendete das Rennen auf Platz vier. Er verlor zwei Positionen bei seinem Boxenstopp zu Beginn der ersten Safety Car-Phase.Trotz zwei Safety Car-Phasen und einer Rennunterbrechung führte Nico von der Pole Position alle Rennrunden an.” – so schreibt es Mercedes-Benz und bei Renault (die in Monaco wirklich einen großen Auftritt hatten, da der Fürst von Monaco noch eine Runde mit dem Megané Cabriolet über die Strecke gefahren ist) umschreibt es wie folgt:  “Dank Motoren-Power von Renault haben Sebastian Vettel und Mark Webber am Steuer ihrer Red Bull RB9 beim Großen Preis von Monte Carlo die Plätze zwei und drei errungen. Titelverteidiger und Dreifach-Weltmeister Vettel gelang nach einem von mehreren Zwischenfällen geprägten Rennen hinter Sieger Nico Rosberg (Mercedes) der Sprung aufs Podest. Für den französischen Automobilhersteller ist es nach drei Siegen in Folge das vierte Podiums-Ergebnis hintereinander. Dank dieses Resultats konnte Red Bull Racing seine Führung in der Konstrukteurswertung gegenüber Lotus-Renault (112 Punkte) und Ferrari (123) auf nunmehr 164 Zähler ausbauen. In der Fahrertabelle liegt Vettel jetzt mit 107 Punkten vor Kimi Räikkönen (Lotus-Renault, 86).”

Die Twin´Run Studie von Renault habe ich leider nicht gesehen und das obwohl ich vorher sogar noch meinen Ansprechpartner bei Renault gefragt habe, wo dieser denn wohl zu sehen ist. Ich hätte ja Zeit gehabt, sogar während des Rennens ;). Viele Reiche Menschen habe ich gesehen, ob die auch schön waren? Das vermag ich nicht zu beurteilen. Monaco 2014? Sicherlich, aber nicht während des Formel 1 Rennen, sondern einfach “nur mal so…” – Fest steht auch für mich, wenn ich nochmal privat Nizza besuchen werde, brauche ich dort kein Leihwagen. Wir werden uns ein Leihrad nehmen und sportlich die Küste abradeln und irgendwie freue ich mich darauf heute schon. Wer nun hier Formel 1 Bilder vermisst hat, der darf bei den Kollegen von Mercedes-Fans oder dem MB Passion Blog schauen was so passiert ist ;).

8 Gedanken zu „Mein ganz persönlicher Formel 1 Bericht: Monaco 2013

  1. Ernsthaft? Da bin ich ja bereits echt froh, nicht diese Tickets gewonnen zu haben! Dramatischer Reinfall. So liest sich das für mich.

    1. Reinfall? Ganz und gar nicht, ich hätte halt vorher besser planen sollen und die Zeiten eventuell auch mal überblicken sollen. Ein Reinfall sicherlich für Hardcore-Formel 1-Fans – ich hab mich sehr über die schönen 2 Tage mit meiner Liebsten gefreut…

    1. Dann aber auch weniger Stars, ach ich will mich da gar nicht beschweren. Bin ja auch etwas selber Schuld, hätte mir vorher ja den Zeitplan ansehen können (müssen)…

  2. “Nicole Scherzinger….zum Leidwesen” meinerseits anscheinend “nicht fotografiert” hast !?

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