Der etwas andere Fahrbericht: Honda CR-V 2013

Wann seid ihr das letzte mal mit dem Auto gefahren nur weil ihr Auto fahren wolltet. Lange her, oder? Früher bin ich häufiger “einfach mal nur so” gefahren. Ohne Ziel! Nur Autofahren! Heute hatte ich zwar ein Ziel, aber keinen Zeitplan und das war verdammt schön. Morgens um 8 Uhr ging es los in Richtung Kassel. Ich mag zwar nicht die Blitzen die man dort versteckt hat, aber ist man erstmal auf der Autobahn in Richtung Süden überfährt man die Kassler Berge und genau dieses Teilstück der Autobahn liebe ich. Egal mit welchem Fahrzeug, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit diese langgezogenen Autobahnkurven sind ein Genuss.

Honda CRV

Heute schien dabei auch noch die Sonne, im Radio lief über die Spotify-App der Beste Sound der 90er Jahre und ich fühlte mich jung und das obwohl ich in einem Honda CR-V saß, einem Fahrzeug den ich als “junger Jens” sicherlich nicht den Vortritt gelassen hätte. Von hinten sah ich etwas schnelles, flaches, blaues heraneilen. Es war ein Ferrari – ich machte also Platz und ließ ihn vorbei. Hinterm Steuer ein etwas älterer Herr, der scheinbar den rechten Außenspiegel nicht benutzt. Woher ich das weiß? Der war noch angeklappt. Ganz und gar nicht eingeschnappt setzte ich mich mit dem Honda CR-V hinter den Ferrari, hatte ich ja nun jemand der mir mit etwas mehr Überholprestige die Autobahn frei machen würde.

Der “etwas” älterere Herr (das habe ich daran erkannt, dass er noch mehr graue Haare hatte als ich) dürfte sich aber schon gewundert haben. Wir sind fast 100 km lang im Parallel-Flug hintereinander weg gefahren. Das lag natürlich an der Tatsache, dass er Pech hatte… denn immer wenn er “richtig Gas” geben wollte, kam ein Kleinwagen (bzw. irgendetwas was nicht schneller als 200 km/h fahren konnte) und versaute ihm seinen Traum von einer freien Autobahn. Wie gesagt, fast 100 km saß ich im Honda CR-V bei Tempo 180-190 hinter dem Ferrari und freute mich irgendwie nicht im Ferrari zu sitzen. Der Seitenhalt der Sitze vom Honda CR-V könnte zwar etwas besser sein, das Fahrwerk hingegen ist sehr gut abgestimmt. Trotz der hohen Geschwindigkeit wird aus dem 2.2. Liter Diesel Motor kein Säufer und richtig laut wird es im Innenraum auch nicht. Zu der guten Musik der 90er Jahre ging es dann weiter Richtung Offenbach, dort wollte ich den Honda nämlich heute tauschen. Tauschen und dabei guter Musik lauschen. Die Musikanlage fand ich ausreichend, das Display von der Rückfahrkamera allerdings “zu weit weg” vom Fahrer.  Weitere Kritikpunkte seht ihr im Video.

Honda CRV

Hätte der Ferrari-Fahrer Familie gehabt, dann hätte er sicherlich auch tauschen wollen. Denn in seinem sportlichen 2 Sitzer passen garantiert keine Reisekoffer und diverse Bord-Trollys (schaut euch das mal im Video an) – 600 Liter Volumen bietet der Honda CR-V und zusätzlich noch viel Platz vorne und hinten. Wie gesagt, es ist ein etwas anderer Fahrbericht – denn ich verweise nun ausdrücklich auf das ausführliche Video was man sich von vorne bis hinten ansehen sollte:

Fotos: Jan Gleitsmann (der hier auch schon über den Honda CR-V geschrieben hat)