Der königliche Opel Cascada – ein etwas anderer Fahrbericht!

Königlich? Kein Scherz! Dieses Fahrzeug wurde extra für die niederländische Königin foliert. Es gibt sogar Pressefotos wo man das Königspaar zusammen mit dem Fahrzeug sieht. Bevor das Fahrzeug wieder in seine ursprüngliche Farbe (Mahagoni Braun) zurückverwandelt wird, wollten Jan Gleitsmann und ich es unbedingt haben für unser Ausfahrt.TV Projekt! Manchmal gehen Wünsche in Erfüllung und somit bekamen wir das Fahrzeug für eine Ausfahrt nach Holland. Was tut man in Holland? Natürlich Frikandel essen, Fla (und andere Leckereien) kaufen und durch die Gassen flanieren. Königlich gewunken haben wir auch bei der Probefahrt mit dem Opel Cascada, der mir ganz persönlich sehr gut gefallen hat.

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Kommen wir kurz zu den technischen Fakten: Der Cascada hatte einen 2.0 CDTI unter der Haube. 165 Pferdestärken wurden über die 6-Gang Automatik geschickt um die Vorderachse anzutreiben. Das Premium Stoffverdeck “Mocca” mit zusätzlicher Akustikdämmung (Aufpreis gerade mal 100 Euro) blieb oft, sehr oft, eigentlich fast immer im Verdeckkasten – Best Life is Cabrio Drive!

Ich liebe Cabrio fahren, ich liebe es wirklich. Da ist es auch total egal ob der 2.0 CDTI unter der Motorhaube nun etwas brummt, die Beschleunigungswerte etwas nachlässig zu bewerten sind oder, oder, oder… das etwas sportlicher abgestimmte Fahrwerk hat mich überzeugt. Sportlich komfortabel, kaum Seitenneigung, kein Aufschaukeln und selbst etwas zügiger genommene Kurvendurchfahrten sind mit dem Opel Cascada kein Problem. Bei den sommerlichen Temperaturen erfreute ich mich daran, dass die Sitze (übrigens in Nappaleder Brandy) über eine Sitzbelüftung verfügten. Opel liebt halt Cabrio-Fahrer und weiß, dass diese sonst auf den Ledersitzen schnell einen nassen Rücken bekommen. Die Lenkradheizung habe ich nicht ausprobiert, dafür allerdings die Sitzheizung die schnell den gewünschten Wärmegrad erreicht.

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Ehrlich! Das Fahrzeug ist ehrlich! Da tut der Hersteller erst gar nicht so als hätten auf der Rückbank drei Personen Platz, man belässt es direkt (vermutlich auch mit dem Blick auf die Zuladung) bei einem reinen 4-Sitzer. Da reicht dann auch der Platz vorne und hinten, bei geschlossenem Verdeck sollten die Personen hinten nicht größer sein als 1,80 um bequem zu sitzen. Im Innenraum überzeugten mich die zahlreichen Ablagen. Etwas enttäuscht war ich von dem Radio Navi 900 Europa, das wollte nicht so gern meine Spotify-Lieder abspielen, ob es wohl an meinem (legendären) Musikgeschmack liegt?

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Kindersitze? Passen, jedoch würde ich aufpassen wenn man mit kleinen Kindern “oben ohne” sprich offen fährt. Zu schnell bekommen die Kleinen zu viel Sonne ab, der Fahrtwind ist auch nicht immer gut. Also wenn, dann nur mit einer Mütze auf dem Kopf! Fahrer und Beifahrer bekamen im königlichen Opel Cascada die Gurte angereicht, ein tolles Feature, denn ohne ist das angurten schon sehr umständlich. Ich hab mir übrigens auch mal die Feinheiten angesehen, die Ziernähte (Kontrastnähte) sind sehr sauber verarbeitet, eine Qualität die sich nicht verstecken muss.

Mit einem Verbrauch von 8,4 Litern auf 100 km/h waren Jan Gleitsmann und ich unterwegs, dabei waren allerdings auch viele Fahrten mit höherer Geschwindigkeit auf der Autobahn, da wird er etwas durstiger. Ich denke Sparfüchse kommen auf Werte zwischen 7 und 8 Litern und haben dabei eine Menge Fahrfreude.

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Im Kofferraum ist Platz für 280 Liter, wenn man das Dach geschlossen lässt ist sogar etwas mehr Platz zur Verfügung  (380 Liter) und wer die Rücksitze umlegt kann sich fast selber hineinlegen. Ist das Dach (innerhalb von 20 Sekunden und das bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h) erstmal verstaut, kann die Reise losgehen. Ein sehr angenehmes Feature ist übrigens die Öffnung des Daches per Funkfernbedienung, da kann man dann schon mal “durchlüften” bevor man einsteigt.

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Fazit: Ein hochwertig verarbeitetes Cabriolet aus dem Hause Opel und eigentlich eine Melange von dem Besten was Opel derzeitig zu bieten hat. Ein gutes Fahrwerk, gute Motoren und das verpackt in einem atemberaubenden Karosseriekleid. Mir haben es besonders die Heckleuchten angetan. Der Testwagen hatte einen Preis von 42,830 Euro, es geht aber auch viel günstiger. Mit dem Opel Cascada Cabriolet wird Opel sicherlich viele “alte” Opel Astra G Cabrio Fahrer wie mich überzeugen, so ein Cabrio braucht einfach ein Stoffdach!

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Lustig waren übrigens die Reaktionen hier in Bielefeld als ich mit dem Cabrio unterwegs war, da war von “geile Farbe” über “Foliert?” bis hin zu “Orange trägt nur die Müllabfuhr!” alles dabei. Als ich erzählte, dass es ein Opel Cascada ist (hinten steht ja nichts mehr dran) haben einige es nicht glauben wollen. Ja, Opel ist zurück! Lifestyliger, frischer und frecher als je zuvor und ja, dann darf man auch die Komunal-Fahrzeug-Farbe tragen ohne sich zu blamieren. Der Opel Cascada ist ehrlich, gut verarbeitet und hat mich überzeugt. Hoffentlich ist er erfolgreicher als die Band beim Eurovision Song Contest 2013, ich würde es Opel von ganzem Herzen gönnen. Von mir aus kann Opel das Stoffdach auch noch mal schnell durch ein festes Metalldach ersetzen und ein Cascada Coupé auf den Markt werfen, quasi als Calibra Nachfolger.

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Über den Opel Cascada haben ja wahrlich schon einige geschrieben, hier eine kleine Auswahl: Moritz, Mario und Mikhail (die drei M´s) waren bei der Fahrveranstaltung vor Ort. Die beiden J´s hatten damals keine Zeit haben aber nun nachgelegt… und wer genau hinsieht, erkennt auf einem Foto ein Teil von Jan (mit seinem neuen Hauptsponsor) ;).

6 Gedanken zu „Der königliche Opel Cascada – ein etwas anderer Fahrbericht!

  1. “Das Fahrzeug ist ehrlich! “, naja, dann hätte es Astra Cabrio heißen müssen ;o)

      1. haha. der war (kaum) gut.
        dafür ist allzu vieles mm-genau identisch ;-)

        aber während ihr “Erlauchten” den einen fahrt – ist der andere, Oranje-Ampera, beim profanen aussaugen neben mir…

        www. motor-talk. de/bilder/werbung-g57390156/ampera-nl-i206068648. html

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