Der neue Nissan Note 2013 – Test, Fahrbericht, Fotos & Video!

Beim neuen Nissan Note hat Nissan alles richtig gemacht! Die Pressemitteilung zum neuen Nissan Note hatte ich hier ja bereits kommentiert und veröffentlicht, heute lest ihr also meine persönlichen Eindrücke, meine Meinung und seht natürlich auch hier das Ausfahrt.TV Video welches bei der Fahrveranstaltung zum Nissan Note entstanden ist.

In der Überschrift habe ich ja geschrieben, dass Nissan alles richtig gemacht hätte. Wirklich alles? Nein, ein paar Kritikpunkte habe ich gefunden und in diesem Beitrag auch platziert und sogar durch den neuen Kritikpunkt (•) markiert, doch fangen wir mit den positiven Sachen an:

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-fahrbild-front

Die Optik? Sauber! Aus dem ehemaligen Raum-Wunder wurde nun auch ein ansehnliches Fahrzeug. Nicht, dass der direkte Vorgänger nun hässlich wie die Nacht gewesen wäre, aber etwas langweilig war er schon. Der neue Nissan Note bringt frischen Wind mit. Neue Front, neues Heck und irgendwie sogar sportliche Züge. Dazu kommt der Nissan Note mit einem interessanten Assistenzpaket um die Ecke, die man sonst in der gehobenen Mittelklasse erwartet: 360° Kamera, Spurhalte-Assistent und Tot-Winkel-Warner und das ganze zu einem Preis von unter 20.000 Euro! Klar, die Basisversion startet schon bei 13.990 Euro. Dafür bekommt man dann einen 1.2 Liter 3-Zylinder Sauger mit 80 PS. Gefahren sind wir den 1.2 DIG-S mit 98 PS, dank Kompressor.

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-motor-dig-s-drei-zylinder-kompressor

Was sich auf den ersten Blick ja sogar “sportlich” anhört, verblasst aber schnell wieder wenn man das Gaspedal mal bewegt. Vergesst es! Wer sportlich um die Stadt-Kurve will, muss das Fahrzeug auf Touren, bzw. Drehzahl bringen! Nutzt lieber die Möglichkeit zum Spritsparen, nutzt den ECO-Modus und fahrt den kleinen Kompressor mit Werten unterhalb von 5 Litern auf 100 km! Da nun gleich noch eine ganze Menge Text kommt, hier eine kurze Auszeit, bzw. eine kurze Ausfahrt mit Jan Gleitsmann und meiner Person – irgendwo zwischen Wien und Bratislava:

Geblieben ist beim Nissan Note übrigens das Platzangebot! Die Rückbank lässt sich auch weiterhin vor und zurückschieben und somit variiert das Kofferraumvolumen zwischen ca. 300 und 400 Liter. Lustig: Nissan gibt an, dass man ein maximales Volumen von knapp über 2000 Liter erreicht, in dem man die Rücksitze umlegt. Eng wird es dann allerdings mit der Zuladung (•), die liegt nämlich bei ca. 400 kg.

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-kofferraum

Ich sehe den Nissan Note als Familienwagen. Vater, Mutter, zwei Kinder und eventuell sogar noch einen Hund. Die haben alle ausreichend Platz, die Kinder haben hinten sogar Klapptische, Fahrer und Beifahrer haben ausreichend Kopffreiheit und die Rundumsicht ist, meiner Meinung nach, auch okay. Die Kinder können sich hinten etwas schwerer anschnallen, die Gurtschnallen (•) sind nicht fixiert und ich muss euch darauf hinweisen, dass der Nissan Note hinten über keinen Einklemmschutz (•) bei den Fensterscheiben verfügt. Die elektrischen Fensterheber, bzw. die Funktion kann der Fahrer zwar abschalten / sperren, aber ich kenne mich – das vergisst man auch mal – und Kinder sind teilweise größere Spielkinder als Männer.

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-alle-türen-offen

Der große Türöffnungswinkel (fast 90°), erleichtert natürlich das Ein- und Aussteigen sehr. Kindersitze zu montieren dürfte im Nissan Note kein Problem darstellen. Wer mit Kindersitzen oder häufiger mit 4 Personen fährt, sollte sich auf jeden Fall das Paket mit der 360° Kamera hinzubuchen, denn dann benötigt man die Rundumsicht nicht mehr beim Einparkvorgang. Über die Heckkamera hatte ich ja schon ein paar Worte verloren, die tut genau das was man von ihr erwartet (ein Bild zeigen) und sogar noch etwas mehr. Die Heckkamera ist verantwortlich für den Spurhalteassistenten und vermutlich auch für den Totwinkelwarner. Wo anderer Hersteller auf Radar-Systeme setzen, realisiert Nissan das ganze durch die Heckkamera.

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-360-grad-kamera

Funktioniert! Eine günstige Lösung! Perfekt ist dieses System aber nicht. Bei einem schnellen Verlassen der Spur, erkennt die Heckkamera diesen Vorgang erst sehr spät (•). Dafür erkennt sie beim Einparkvorgang relativ schnell spielende Kinder, aber das zeigen wir euch ja auch im Video! Der Piepton von dem Spurhalte-Warner klingt übrigens wie mein allererster Braun-Wecker, schon damals wollte ich diesen immer am liebsten ausschalten! Ausschalten kann man auch das System, allerdings nur zusammen mit dem Tot-Winkel-Assistent.

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-fahrbild-seite

Die Sitze fühlten sich auf den ca. 300 Testkilometern gut an, eventuell fehlt es etwas an Seitenhalt, aber wie ihr oben schon gelesen habt ist der Nissan Note auch kein Sportwagen. Vom Sportwagen aus der Nissan Familie hat der Note allerdings den Startknopf geerbt und unter der Motorhaube kann man sogar eine Domstrebe finden. Schön: Der Start-Knopf ist echt, ich muss nicht erst (wie z.B. beim Honda CR-Z) mit dem Schlüssel die Zündung scharf stellen. Keyless-Go! Gut gemacht Nissan! Ist der Wagen gestartet überrascht das gut lesbare Display, modern, aufgeräumt, da gibt es nichts zu meckern. Den 1.5 Liter Diesel bin ich nicht gefahren, aber ich habe mir sagen lassen, dass er sich ebenfalls sparsam bewegen lässt und das obwohl es für den Nissan Note nur ein 5-Gang Getriebe (oder beim 1.2 DIG-S ein CVT-Getriebe) gibt. Serienmäßig spart in der Stadt die Start-Stop-Automatik und sorgt auch für ruhige Momente. Den 3-Zylinder hört man, klar hört man den. Auf der Landstraße hört man auch Windgeräusche, aber hey in was für einer Klasse bewegen wir uns denn hier? Nissan sieht sich als Mitbewerber zum VW Polo und zum Ford Fiesta. Ich würde den neuen Nissan Note gerne mit dem alten Ford Fusion vergleichen und da hat der Japaner aber einige Trümpfe in der Hand. Ein gutes Auto für die kleine Familie. Wer sparsam von A nach B kommen möchte, dabei einen leicht erhöhten Platzbedarf hat, der fährt mit dem Nissan Note prima, sein Revier ist die Stadt und hin und wieder wird er auch gerne mal über die Landstraße bewegt. Diese Aufgaben bewältigt er mit Bravur, egal ob nun zum Kindergarten oder zur Kur. Generation Kassette dürfte sich über die Mittelarmlehne freuen, Generation Facebook über die Tatsache, dass nicht nur Klinke, sondern auch USB den MP3 Player mit dem Nissan Note verbindet. Natürlich funktioniert auch das Bluetooth-Streaming und selbst die Spotify-iPhone App stellt das Infotainmentsystem vor keine Schwierigkeiten. Generation Web 2.0 kann auf Google-Dienste zurückgreifen (über das eigene Telefon) – das konnten wir allerdings so “live, im Auto” nicht testen.

Die Tonband-Generation sehe ich übrigens auch als potenzielle Zielgruppe, da kann der Note dann auch gerne mal den Ton angeben. Das Lenkrad lässt sich nur in der Höhe verstellen (•), dafür verfügt der Note allerdings auch über eine Gurt-Höhenverstellung. Ein Feature was leider nicht selbstverständlich ist. Die Sitze lassen sich manuell, schnell, in eine gute Sitzposition bringen. Die Spiegel sind elektrisch einstellbar und optional gibt es auch ein großes Glasdach. Dieses lässt sich nicht öffnen, das war so auch nicht vorgesehen, es bringt aber viel Licht in den Innenraum und wer mag die Sonne nicht ab und zu auch mal sehen? Die hinteres Passagiere sitzen, wenn die Rückbank komplett nach hinten geschoben sind, besser als im Flugzeug (Economy). Dank dem ECO-Modus wird man zum Spritsparen gezwungen! Der Nissan Note arbeitet mit Strokes, also kleinen Belohnungen und ja, ich bin für sowas Anfällig. In einigen Fahrzeugen baut man Bäume oder bekommt Pflanzen, hier sind es halt blaue LEDs die verdammt glücklich machen, wenn man erst später zur Tankstelle muss. Nach den ersten 300 Testkilometern steht fest, den Nissan Note sehe ich noch mal – zum ausführlichen Familien-Test!

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-tacho

Fazit: Bei so einem musikalischen Fahrzeug darf meine deutsche Lieblingsband heute auch das Fazit sprechen, was meint ihr wie ich den Nissan Note finde?

nissan-note-2013-test-fahrbericht-nissan-blog-jens-stratmann-na-gut

Das Fazit von Jan Gleitsmann könnt ihr hier nachlesen: Nissan Note – der kleine Familientransporter. Kollege Björn war auch vor Ort, natürlich verlinke ich auch gerne seinen Fahrbericht.

 

3 Gedanken zu „Der neue Nissan Note 2013 – Test, Fahrbericht, Fotos & Video!

  1. Also doch “Mini-Van” ! Von wegen Fiesta und Polo als Kontrahenten…
    Mit der Flexibilität, naja, sowas hatte auch schon ein Twingo.
    Umklappen macht die Ladefläche anscheinend auch nicht eben ?!

    Mit dem Verbrauch, das find ich toll !!!
    Doch wundert mich, dass wenn hier ein Kompressor am Werk ist, gerade dieser nicht von “unten heraus” doch Druck machten müßte. Im ggs zum bekannten Turbo-Phänomen im Drehzahlkeller.

Kommentare sind geschlossen.