Fahrbericht – Test – Kritik: Chevrolet Captiva 2.2 AWD – 2013

Der Chevrolet Captiva ist ja bekanntlich der große Bruder vom Chevrolet Trax. Als großer Bruder hat er einige gleiche Gesichtszüge, bietet aber mehr Platz (7 Sitzplätze, dank zwei “Notsitzen” im Kofferraum) und überzeugt auch sonst durch eine Verarbeitungsqualität die dem Preis entspricht.

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Faustregel: Je schneller man fährt, je zügiger man beschleunigt umso mehr verbraucht jedes Fahrzeug, das gilt natürlich auch für den Chevrolet Captiva, den ich irgendwie nur knapp unter 10 Liter bewegt habe (wenn ich denn unbedingt wollte).

Wie ihr im Video sehen könnt überzeugt der Chevy Captiva durch einen 450 Liter großen Kofferraum und durch zahlreiche Ablagen im Innenraum. Die Sitze sind “amerikanisch”, bieten “breiteren” Personen also viel Platz und “schmaleren” Personen kaum Seitenhalt. Bequem sind sie dafür und natürlich lassen die sich auch elektrisch verstellen.

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Unser Testfahrzeug hatte auch noch ein Schiebedach. Das war da. Funktionierte. War aber nichts besonderes. Besonders gut finde ich, dass das Radio – obwohl es sehr altbacken aussieht – mit meiner Spotify-App interagieren kann. Vorwärts, Rückwärts… das ist alles kein Problem innerhalb einer Playlist.

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Rückwärts fahren ist dank der Rückfahrkamera auch kein Problem, die bunten Anzeigen hingegen stören mich schon gewaltig. Gewaltig Eindruck macht der Captiva wenn er vor der Tür steht, der ist schon groß und dementsprechend bietet er auch viel Platz im Innenraum. Der fehlende Einklemmschutz hinten muss noch erwähnt werden, nur der Fahrer darf gefahrenlos das Fenster öffnen und schließen, dafür hatte unser Fahrzeug hinten auch eine Sitzheizung. Hier seht ihr die recht breiten C-Säulen, eine gute Rücksicht ist also nur durch viel Umsicht gewährleistet.

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Der Chevrolet Captiva kann bis zu 2 Tonnen ziehen, das tut er auch gerne mit der Kraft an allen vier Rädern wenn es sein muss. In den Kofferraum passt, wie im Video zu sehen, eine ganze Menge hinein. Dafür muss man die Ladekante von fast 80 cm aber erst einmal überwinden. Ja, wer die Vorteile eines SUVs nutzen möchte, sollte sich auch die Nachteile ansehen. Wer hoch sitzen will, muss sich und sein Gepäck auch hoch heben. Kleinere Menschen haben so unter Umständen Probleme den Einkauf zu verladen, da kommt es dann halt auf einen Selbstversuch an. Dank der Gurthöhenverstellung und dem gut einstellbaren Fahrersitz hat der Fahrer kein Problem eine geeignete Sitzposition zu finden. Vorne würde ich die Sitzplätze bis zu einer Fahrergröße von 1,90 freigeben, hinten bis ca. 1,80. Auf den zwei Notsitzen ist die Beinfreiheit allerdings etwas eingeschränkt. Die gerade noch gelobte Sitzhöhenverstellung fehlt beim Beifahrersitz gänzlich, eigentlich schade, damit hätte man den Innenraum noch mehr aufwerten können.

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Das ich nachfolgenden Satz mal schreiben würde, hätte ich von mir auch nicht gedacht: Ich finde das Fahrwerk zu hart! Mit einem nicht voll beladenen Chevrolet Captiva waren wir unterwegs, stets auf befestigten Wegen und teilweise spürte ich die Stöße schon im Rücken. Eventuell hatte ich nicht meinen besten Tag, eventuell lag es am Wetter oder das Fahrwerk ist wirklich extrem straff abgestimmt. Auf der Bahn hatte der Captiva keine Probleme, selbst bei Tempo 180 km/h war er noch angenehm leise, hielt gut die Spur und erst bei dem Blick auf den Bordcomputer merkte man dem Fahrzeug sein Gewicht an.

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Wie finde ich den Captiva? Wie bereits bei meinem Erstkontakt geschrieben, stört mich etwas der erhöhte Verbrauch. Der ist einfach nicht mehr zeitgemäß, dann hätte ich noch ein paar Kleinigkeiten wie der etwas zu schwachen Kofferraumbeleuchtung. Wenn ich aber einen Strich drunter mache und einfach mal das Preis / Leistungsverhältnis mir ansehe, dann ist der Chevrolet Captiva definitiv ein Fahrzeug was sich nicht hinter den Mitbewerbern verstecken muss.

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Die Heckklappe verfügt über ein Fenster was man getrennt öffnen kann, der Innenraum hat diverse Ablagemöglichkeiten, die Sitzheizung funktioniert gut, die Klimaanlage kühlt den Innenraum relativ zügig herunter. Die restlichen Kritikpunkte seht ihr im oben eingebundenen Ausfahrt.TV Video! Drüben beim Jan gibt es natürlich eine weitere Meinung zum Chevrolet Captiva nachzulesen.

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2 Gedanken zu „Fahrbericht – Test – Kritik: Chevrolet Captiva 2.2 AWD – 2013

  1. Der Nachfolger von ihm (und Antara) fährt wohl derzeit als Buick-Erlkönig herum !
    Irgendwie geht anscheinend (fast) nur noch sowas, statt V-an, wohl zuviel V-ernunft darin ?!…

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