Fahrbericht – Test – Kritik: Range Rover Evoque 2.2 Diesel – 2013

Bei Jaguar / Land Rover / Range Rover hat man in diesen Tagen gleich drei gute Gründe sich zu freuen.

Grund 1: Jaguar hat in der Zulassungsstatistik, die das KBA gerade bekannt gegeben hat, einen Zuwachs von 35%

Grund 2: Land Rover hat in der gleichen Zulassungsstatistik einen Zuwachs von 21,1%

Grund 3: Der nun folgende Fahrbericht über den Range Rover Evoque 2.2 SD4 Pure!

Der erste Eindruck ist in der automobile Liebe oft entscheidend. Gefällt einem das Äußere nicht, dann können die inneren Werte noch so toll sein. Das kennt man bestimmt auch aus den zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein Automobil ist in der Beziehung allerdings ehrlicher, verändert ein Auto doch nur selten Charakter, Charme und weitere Vorzüge.

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Ich muss gestehen: Grün ist nicht meine Farbe! Als Jan mir sagte, dass “unser Evoque” grün ist, dachte ich an einen Scherz. Nein, ich möchte ehrlich sein, ich dachte sogar an einen schlechten Scherz. Wer Jan kennt, der weiß: Er scherzt nur sehr selten, so ist die Außenfarbe in der Tat grün. Colima Lime um genau zu sein.

Nun musste der Range Rover Evoque sich erst recht beweisen, denn rein äußerlich hatte ich ja die Farbe zum meckern gefunden. Reine Geschmacksache natürlich. Nach ein paar Stunden mit dem Range Rover Evoque war die Farbe egal, ich war angetan. Ich fühlte mich gar verbunden. Das Fahrzeug überzeugte mich nicht nur mit den dynamischen Formen, sondern auch durch den 2.2 Liter Dieselmotor, der mit seiner Leistung von 190 PS alles andere als untermotorisiert war. Das Fahrzeug ließ sich für einen SUV sehr sportlich bewegen, das sieht man unter anderem auch im oben eingebundenen Video, durch die Kurve lassen wir sonst nur Sportfahrzeuge!

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Von der Verarbeitung im Innenraum war ich sehr angetan, hätte mich allerdings sehr über die Haltegriffe gefreut, die den Einstieg, gerade für kleinere Personen, sicherlich erleichtern dürfte. Wer mag soll den Evoque auch sparsam (unter 6 Liter Diesel auf 100 km) fahren können, ich konnte das nicht. Am Ende des Testzeitraums standen 9 Liter zur Debatte, für mich ist der Übeltäter aber schnell überführt: Mein rechter, schwerer Gasfuß ist schuld. Ich wette: Wer angepasst und vorausschauend fährt kann Werte um die 7 Liter locker erreichen, wer sportlich unterwegs sein möchte wird sich wegen den 2 Litern mehr auch nicht aufregen.

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420 Nm wollen ja schließlich nach vorne, nach oben sind keine Grenzen? Doch! Auch wenn der Himmel voller Geigen hängt, bleibt man im Range Rover Evoque unter einem optionalen, riesigen Glasdach geschützt. Das Panorama-Dach ist ein echtes Highlight – nicht nur bei “Groß” sondern auch bei “Klein”. Es sind die kleinen Freuden im Leben die das Leben so lebenswert machen. Ich weiß gar nicht ob die Kollegen von Range Rover / Land Rover es wissen, aber mit ihrem Infotainmentsystem kann ich auf das iPhone und sogar auf die Spotify-App zugreifen und so meine Musik hören. Ich mag das, ich mag das richtig und ich kann nicht verstehen, dass es im Jahre 2013 immer noch Hersteller gibt, wo solche Basics einfach nicht richtig funktionieren. Beim Evoque gab es da keine Probleme, sehr gut!

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Komfort? Spitze! Platz? Für 4 Personen ausreichend vorhanden! Der Kofferraum glänzt  und der Innenraum ist hochwertig verarbeitet und es mangelt irgendwie an nichts. Ja, es ist ein Lifestyle-SUV – sein Revier ist die Innenstadt, die Kö, die Elbchausee und von mir aus auch die Maximilian-Straße. Vor dem Kindergarten macht er eine ähnlich gute Figur wie vor der Schule und lässt den Fahrer / die Fahrerin dabei noch jugendlich frisch aussehen. Der Range Rover Evoque ist kein Fahrzeug für jedermann, er ist ein Luxus-Gadget für den automobilen Alltag und sicherlich auch ein Grund für die Absatzsteigerung von Land Rover. Los geht es ab ca. 36.000 Euro, unser Testfahrzeug hatte ein paar Extras und somit einen Gesamtwert von etwas über 50.000 Euro.

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Prädikat Mängelfrei! Das haben nicht viele Fahrzeuge in einem Ausfahrt.TV Video bekommen und auch jetzt, mit etwas Abstand, kann ich bestätigen, dass der Range Rover Evoque bei mir einen sehr guten, bleibenden, Eindruck hinterlassen hat. Meine Highlights: Glasdach, Heizung für die Frontscheibe (wer sowas einmal hatte will es nicht mehr missen) und im Grunde das Gesamtpaket (bis auf die Farbe). Die Rückfahrkamera würde ich empfehlen, diese erleichtert das einparken ungemein. Auf kurvigen Straßen erfreut man sich über die fast fehlende Seitenneigung, sportlich straff und trotzdem sehr komfortabel. Im Innenraum ist er leise, nur wenn der Fahrer es möchte hört man den Diesel und bei schnellerer Gangart auch mal ein paar Wind- und Abrollgeräusche.

Fazit: Der Range Rover Evoque ist ein Hingucker, der hält was er verspricht! Ihr möchtet ein weiteres Fazit lesen? Kollege Jan Gleitsmann hat ebenfalls über den Evoque geschrieben. Ein Grund sich bei den Kollegen von Jaguar mal umzuschauen? Der Jaguar F-Type! Der hat zwar ein paar Sitzplätze weniger, einen ganz kleinen Kofferraum überzeugt aber durch verdammt viel Fahrspaß hinterm Frontscheibenglas!

 

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