Opel Insignia Country Tourer? Hat darauf die automobile Welt gewartet?

Das der Opel Insignia ein Facelift bekommt war klar, der neue Insignia bringt allerdings gleich noch einen “Bruder” mit. Einen eher raubeinigen, einen Raufbolzen, einer der gerne im Matsch spielt und im Gelände tobt? Der Unterfahrschutz ist angedeutet, die Radläufe schwarz abgesetzt und Crossover bzw. Offroad Charakter kommt irgendwie nur durch den 4×4 Antrieb auf, oder? Ich mag den 2.0 BiTurbo CDTI mit seinen 400 Nm und 250 PS, ich mag auch den neuen Insignia, doch an den Country Tourer muss ich mich wohl erst gewöhnen:

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“Wie beliebt Fahrzeuge mit Crossover-Charakter sind, das zeigt unser junger Opel Mokka bei den SUVs mit sensationellem Erfolg”, sagt Duncan Aldred, Acting Vice President Sales, Marketing and Aftersales. “Mit dem neuen Insignia Country Tourer besetzen wir diese sportliche Nische ab sofort auch in der Mittelklasse. Auf diese Weise bieten wir unseren Kunden eine Alternative, die sie bis jetzt so bei Opel nicht hatten – sie können die hohe Qualität unseres Markenflaggschiffs mit einem kräftigen Schuss Abenteuer-Flair würzen. Zugleich wird der Insignia Country Tourer mit seinem athletischen Design auch neue Kunden begeistern”, ist sich Duncan Aldred sicher. Na gut, wenn er sich sicher ist, dann soll es an mir nicht scheitern.

“Für beste Traktion auch auf unbefestigtem Untergrund sorgt der elektronisch gesteuerte 4×4-Antrieb mit hochwertiger, nach Haldex-Prinzip arbeitender Kupplung und elektronischem Sperrdifferenzial. Er adaptiert ab Start permanent die aktuellen Fahrbedingungen und variiert die Drehmomentverteilung stufenlos von null bis 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse sowie zusätzlich zwischen den Hinterrädern. Der große Vorteil: Dies alles geschieht bereits, bevor die Räder – etwa bei Nässe oder auf Schnee – mangels Traktion überhaupt erst durchdrehen können. In Kombination mit dem elektronisch geregelten FlexRide-Premiumfahrwerk setzt das Allradsystem Maßstäbe im Hinblick auf Reaktionsschnelligkeit und Fahrzeugkontrolle.”

Wie funktioniert das 4×4 System?

“Sollte es erforderlich sein, schickt die mit den anderen Fahrwerkssystemen vernetzte Kupplung blitzschnell mehr Drehmoment an die Hinterachse. Sensoren des 4×4-Systems versorgen die einzelnen Steuermodule permanent mit Informationen über Giermoment, Beschleunigung, Lenkwinkel, Raddrehzahl, Gaspedalstellung, Motordrehzahl und -drehmoment und nehmen der Situation entsprechend die Kraftverteilung vor.”

Der Insignia verfügt über ein Sperrdifferenzial?

“Für maximale Fahrstabilität und zusätzliche Dynamik sorgt das elektronisch gesteuerte Hinterachs-Sperrdifferenzial (eLSD = electronically controlled Limited Slip Differential). Es reguliert die Drehmomentverteilung zwischen linkem und rechtem Hinterrad so, dass die noch zur Verfügung stehende Bodenhaftung jederzeit optimal genutzt wird. So stellt das System auch auf glattem Untergrund immer maximale Traktionsreserven zur Verfügung und gewährleistet in jeder Situation ein Höchstmaß an Kontrolle und aktiver Sicherheit. Der Insignia Country Tourer mit Allradantrieb hat damit selbst dann noch Vortrieb, wenn sich drei Räder auf losem oder rutschigem Untergrund befinden und lediglich ein Hinterrad über Traktion verfügt.”

Sparen durch Frontantrieb?

“Das adaptive Allradsystem des Insignia Country Tourer unterstützt den Fahrer nicht nur in kritischen Situationen. Es erkennt auch, wenn bei guten äußeren Bedingungen Regeleingriffe nicht erforderlich sind. Dann erfolgt zur Reduzierung von Reibungsverlusten und des Kraftstoffverbrauchs ein automatischer Wechsel in den Frontantrieb-Modus.”

Was kommt unter die Motorhaube?

“Perfekt zum hochmodernen Allradantrieb passen die kräftig zupackenden Turbotriebwerke von Opel. Als Top-Benziner stellt der 2.0 SIDI Turbo (SIDI = Spark Ignition Direct Injection) satte 184 kW/250 PS zur Verfügung. Mit 400 Newtonmetern maximalem Drehmoment garantiert der Turbobenzin-Direkteinspritzer bärenstarke Durchzugskraft. Der Motor kann mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder mit einer Sechsstufen-Automatik kombiniert werden.

Die gleichen Getriebe stehen für den Zweiliter-Turbodiesel mit 120 kW/163 PS (und einzelnem Endrohr) zur Wahl. Der Selbstzünder liefert ein Drehmoment von 350 Newtonmetern, das sich per Overboost kurzzeitig auf 380 Newtonmeter steigern lässt. Nochmal 20 Newtonmeter drauf packt der Hochleistungsdiesel 2.0 BiTurbo CDTI. Das 143 kW/195 PS starke Aggregat mit sequenzieller, zweistufiger Turboaufladung erreicht ein beeindruckendes Drehmoment von 400 Newtonmetern und zeichnet sich durch sein unmittelbares Ansprechverhalten sowie hervorragende Durchzugskraft aus. Der BiTurbo ist ausschließlich mit der Sechsstufen-Automatik erhältlich.”

Wie sieht es mit der Bodenfreiheit aus? 

“Der neue Insignia Country Tourer profitiert jenseits der asphaltierten Straße jedoch nicht nur von Allradantrieb und spontanem Ansprechverhalten; ein großer Vorteil auf losem, unebenem Terrain ist auch die im Vergleich zum normalen Insignia um 20 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit. So spielt der neue Country Tourer nicht nur im Winterurlaub auf verschneiten Strecken seine Stärken voll aus – er ist der ideale Gefährte, um in der City aus der Masse herauszustechen und bei der Arbeit oder in der Freizeit auch ohne Probleme unbefestigte Wege oder bergiges Terrain zu meistern.”

Wo liegen die optischen Veränderungen?

“Seinen Freiheitsdrang zeigt der neue Opel Insignia Country Tourer auch unmissverständlich durch seine Optik. Die Front vermittelt mit dem Opel-typischen, nun breiter und tiefer erscheinenden Grill einen athletischen Charakter. Die Chromspange, die in ihrer Mitte das Markenemblem trägt, läuft zu beiden Seiten in nach oben gebogenen Winglets Richtung Scheinwerfer aus. Zentral unter dem Grill blitzt die silbern glänzende, Schutzplatte unter dem Motorraum hervor. Ihr Pendant findet sich, eingerahmt von zwei chromglänzenden Auspuffendrohren, in ebenso prominenter Ausprägung am Heck – Merkmale, die Kraft und Schutz zugleich vermitteln. Ebenso charakteristisch ist die rundumverlaufende, anthrazitfarbene Schutzverkleidung, die insbesondere an den Radhäusern hervortritt. Sie verstärkt den kernigen Auftritt des Insignia Country Tourer und lässt ihn so noch breiter und selbstbewusster erscheinen. Den visuellen Feinschliff verleihen dem neuen Insignia-Modell die Front- und Heckleuchten: Die getönten Scheinwerfergläser mit ihren Chromeinfassungen sehen besonders hochwertig aus und verfügen über LED-Tagfahrlicht in Flügeloptik; dieselbe Grafik findet sich auch an Rück- und Bremsleuchten wieder, die ebenfalls durchgängig mit effizienten LEDs strahlen. Die Nebelscheinwerfer sind serienmäßig erhältlich. Mit diesen Designmerkmalen vereint der neue Opel Insignia Country in gelungener Weise beides: den abenteuerlustigen Sportler einerseits und das edle Markenflaggschiff andererseits.”

Wie sieht es mit dem Preis vom Opel Insignia Country Tourer aus?

“Preise und Ausstattungsdetails gibt es pünktlich zum Bestellstart – bei der Weltpremiere am 10. September auf der IAA in Frankfurt.”

Quelle: Pressemitteilung Opel © Foto Opel 2013

2 Gedanken zu „Opel Insignia Country Tourer? Hat darauf die automobile Welt gewartet?

  1. Darauf hat die Welt sicherlich nicht unbedingt gewartet, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass jeder Autohersteller absolut jedes Segment bedienen will, auf Teufel komm raus. Da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln…

    1. Opel besetzt Nischen, da gibt es ja auch eigentlich nichts gegen zu sagen. Der Cascada z.B. ist auch kein Mainstream, der Opel Adam für ein Kleinstfahrzeug auch zu teuer, dafür versprüht er aber Lifestyle-Charakter. Der Mokka überzeugt durch Assistenzsysteme die sonst in höheren Klassen “üblich” sind. Ich bräuchte den Insignia Country Tourer nicht, ich mag dann lieber die OPC Version ;).

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