Mercedes-Benz Statement zum Zulassungsstop in Frankreich

Frankreich… Frankreich… was war das noch mal? Ach ja, das Land in dem man andere Sprachen oft nicht zulässt, man der Meinung ist, dass französisch die einzige Sprache ist die als Weltsprache gilt und natürlich haben Franzosen immer ein Baguette unterm Arm. Jaja, zu viele Klischees, aber hinter jedem Klischee versteckt sich auch immer ein Fünkchen Wahrheit. Von der Klimaanlagen-Geschichte von und mit Mercedes-Benz hat sicherlich jeder schon etwas gehört. Es war da mal ein neues Kältemittel, was nicht in die Mercedes-Benz Fahrzeuge soll. Deswegen “trickst” Mercedes-Benz etwas und nutzt alte Bauartgenehmigungen. Für die A-Klasse, für die B-Klasse und auch für den Mercedes SL hat Mercedes-Benz nun neue “alte” Typzulassungen bekommen, damit das Ganze auch amtlich und rechtlich unanfechtbar ist, denn nach der Bestimmung darf das Kältemittel vom Typ 134a in neuen Typen nicht mehr eingesetzt werden. Auch Daimler hätte so das neue Kältemittel 1234yf verwenden müssen, tat es aber nicht. Interne Untersuchungen im Hause Daimler haben ergeben, dass der schwäbische Automobilhersteller dieses Kältemittel für gefährlich hält. Da die Sicherheit der Menschen das höchste Gut ist, wollte man sich hier wohl nicht auf Experimente einlassen, eigentlich ja löblich… aber?! Von Amtswegen hatten, wenn man nun mal ganz genau hinschaut, einige Fahrzeuge eine falsche und somit keine gültige Typgenehmigung. Nun hat das KBA – also das Kraftfahrtbundesamt – die nachträgliche Erweiterung der alten Typgenehmigungen genehmigt. Sprich: Käufer der neuen A-Klasse fahren rein formell nur ein Facelift. Gut getrickst, doch nicht in Frankreich! Die haben das ganze Hick / Hack vermutlich noch nicht durchblickt, eventuell scheitert es auch an der Sprache, doch in Frankreich gibt es derzeitig ein Zulassungs-Stop für die A-Klasse, die B-Klasse und auch für den Mercedes-Benz SL.

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Hier ein Unternehmenszitat: “Fakt ist, dass sowohl die Mercedes-Benz A- und B-Klasse als auch die SL-Klasse eine gültige Typzulassung vom Kraftfahrtbundesamt besitzen. Diese gilt grundsätzlich europaweit und ist in nahezu allen europäischen Märkten behördlich registriert. Lediglich die zuständige französische Behörde (SIV France) hat den formalen Akt der Registrierung zurzeit noch nicht umgesetzt. In Folge dessen können die oben genannten Modelle von Mercedes-Benz in Frankreich vorübergehend nicht zugelassen werden. Wir sind in Gesprächen mit allen relevanten Institutionen, um eine schnelle Klärung der Situation herbeizuführen. Bis zur Klärung der Situation bietet Mercedes-Benz France seinen Kunden individuelle Mobilitätslösungen an (Leih-, Ersatzwagen, etc.).”

Was für ein Sommerloch-Füller, oder? Schade, dass wir dieses Jahr gar keinen Sommer haben und somit gar nichts füllen müssen! Mir persönlich ist es egal ob 134a oder 1234yf, so lange es im Innenraum angenehm kalt wird, soll es mir recht sein, denn ich glaube, dass es im Automobilbau durchaus schlimmere Stoffe gibt, als das Kältemittel. So, vermutlich ist die Sache aber auch in Frankreich bald vom Tisch, die wollen doch sicherlich nicht so lange auf gute Fahrzeuge “Made in Germany” verzichten, oder?

4 Gedanken zu „Mercedes-Benz Statement zum Zulassungsstop in Frankreich

  1. Jens, das ist dir aber auch nur solange egal, bis nach einem Unfall die Kiste genau aus diesem Grund brennt und du nicht aus dem Auto kommt. Von dem entstehenden schädlicher Stoffe gar nicht zu reden.

    Meiner Meinung nach hat da die Lobby einer bestimmten Firma wieder beste Arbeit geleistet … und unter dem Strich die Entwicklung klimaneutraler CO²-Anlagen ‘unterbunden’ PUNKT

      1. Ich denke das ist ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.

        Es geht hier um den Umweltschutz zu Lasten unserer Sicherheit. Das Zeugs ist bei Austritt (und die Wahrscheinlichkeit ist bei einem größeren Unfall nicht ausgeschlossen) brennbar und hoch giftig. (http://www.duh.de/klimaanlage_film.html)

        “Bislang setzt die Autoindustrie aber auf den Stoff, auf den die Chemieunternehmen DuPont und Honeywell ein Patent angemeldet haben. ” (http://dialog-im-netz.de/1234yf/) “Die beste Alternative R-744 (CO2) nutzt noch kein Autobauer”

        Das sagt doch schon alles, oder?

  2. das mit den Franzosen und der guten deutschen Wertarebeit ist so ne Sache. Da ich einfach gerne alte VWs fahre (VW T3 und Polo ’89, beide derzeit nicht in Betrieb) und aber auch einen etwas älteren Ford Transit habe, habe ich einfach feste gestellt das es hier einfach so gut wie unmöglich ist Teile für diese Automarken zu bekommen. Die Franzosen kaufen einfach am liebsten Autos ihrer eigenen Marken, also Renault, Citroen und Peugeot. Klar fahren hier auch viele andere Marken rum aber ich hab halt den Eindruck das sie am liebsten diese 3 marken haben.

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