Creme21 2013: Jens Bond… mit der Lizenz zum … äh … gewinnen?

1986… fuhr ich Fahrrad! Ich hatte volles Haar, blonde lange Locken… war in der 2. Klasse und gab mit kräftig Gas. 7 Jahre war ich damals alt. Meine Welt bestand aus Siku und Matchbox Autos, Playmobil, Lego und Action Figuren. James Bond hat mich eigentlich nie so richtig interessiert, mir war Aktenzeichen XY ungelöst schon zu hart als kleiner Knirps. Audi war seiner Zeit damals schon voraus. Man betrieb Product Placement. So fuhr nicht nur der Chefarzt der Schwarzwaldklinik einen Audi 200, nein – auch im Jahre 1987 wurde so ein Modell bei James Bond verwendet. “Der Hauch des Todes” heißt der Film und ich muss gestehen, ich habe nur gerade mal einen Auszug gesehen. Dr. Professor Brinkmann, damals gespielt von Klausjürgen Wussow, hatte sogar mehrere. In beige und in silber fuhr er zur Klinik und zurück.

2013… fahr ich Audi! Audi 200 quattro! Doch nicht irgendeinen. Nein. Ich fahre einen, der so aussieht, wie ein Filmauto! Besser gesagt wie ein James Bond Filmauto. Das Fahrzeug verfügt über ein Lenkrad, zwei Außenspiegel, drei freie Sitzplätze, vier Türen und fünf Zylinder! Die Zylinder sind alle in einer Reihe und werden ordnungsgemäß von einem Turbolader mit Frischluft versorgt. Der 2.1 Liter Motor (2144 ccm) verfügt nach der Leistungskur über 182 PS. Jaja, heute… ist das nichts! Da hat man solche Werte in einem Audi A1… aber damals! DAMALS! Da war das noch was. Da war man mit der Höchstgeschwindigkeit von 223 km/h noch der King an der Currywurstbude. Damals wog so ein Audi 200 quattro (Allradantrieb! Permanent!) übrigens leer nur knapp 1,3 Tonnen und das trotz einer feudalen Gesamtlänge von 4,8 Metern!

Ab Herbst 1983 lief die zweite Generation des Audi 200 vom Band.  Äußerlich unterscheidet sich der Audi 200 von seinem kleineren Bruder vor allem durch modifizierte Stoßfänger, Frontspoiler, andere Scheinwerfer  und das durchgehendes Heckleuchtenband was ich besonders attraktiv fand. Ich muss es wissen, mein Opa hatte einen Audi 200 Avant in Gold. Da saß ich hinten auf der Rücksitzbank und wurde mit Volksmusik gequält. Mein Opa hatte allerdings nicht die Exklusiv-Serie. Die hat ausgestellte Radhäusern und die dreiteiligen BBS-Felgen – die es danach ja auch auf andere Fahrzeuge geschafft hatten.

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Ich fahre Audi? Was ist denn nun los? Habe ich mir etwa einen Youngtimer gegönnt? Nein! Das habe ich (leider) nicht. Aber dank der Unterstützung von Audi Tradition darf ich zusammen mit Jan Gleitsmann, Kai Bösel und Sebastian Bauer bei der Creme 21 teilnehmen.

Die Begrifflichkeit Creme 21 könnte für drei Sachen stehen: eine Kosmetikmarke, eine deutschsprachige Popband oder eine Rallye des Youngtimer Club e.V. Deutschland. Na? Na? Na? Natürlich meine ich die Kosmetikmarke… ach ne, quatsch. Die Popband hatte ich wirklich gehört damals, sie hatten den großen Hit “Wann wird´s mal wieder richtig Sommer” von dem großartigen Rudi Carrell gecovert. Nein, also ins Gesicht schmiere ich mir nur Motorenöl und in das Radio mit Kassettendeck kommt ein 80er Jahre Mixtape. Es geht natürlich zur Rallye

Bei der Rallye geht es nicht darum sich gegenseitig mit Creme einzuschmieren bis der andere aus der Kurve flutscht, nein – es geht durchaus darum Kilometer zu fahren und dabei viel Spaß zu haben. Es gibt zwischendurch auch immer wieder “Durchfahrtskontrollen” – hier geht es mit Wissen, Spiel und Spaß weiter. Spaß werden wir haben. Begleitet von einem Kamera-Team und einem bekannten Fotografen aus Hamburg dürften auch einige Erinnerungen entstehen. Jan und ich können ja selber nicht fotografieren bzw. filmen, wir müssen ja fahren. Wir haben die Lizenz zum töten gewinnen… naja, okay, eventuell doch nicht. Hochmut kommt vor dem Fall. Wir haben aber die Lizenz zur Teilnahme an der Creme21 2013 und das ist doch auch schon ein Gewinn, oder? Ab Mitte September nenne ich mich dann Jens Bond… und ich trinke meine Cola immer nur gerührt und nicht geschüttelt! Jan spricht schon davon, dass diese Creme21 Teilnahme legendär werden könnte, ich spreche eher von meiner ganz persönlichen Kult-Tour 2013. Mit der Startnummer 109 gehen wir (voraussichtlich) an den Start und wenn ich mir das Starterfeld so ansehe, dann bekomme ich feuchte Augen. Die Creme de la Creme der 70er und 80er Jahre. Quasi meine komplette Jugend. Alle zusammen. Das werden himmlische Tage! Kleiner Auszug gefällig?

VW Käfer, BMW E30 M3, BMW 2002, Porsche 911, Opel Manta B, VW Corrado, Delta HF Integrale 16V, Mercedes-Benz 190E 2.3 16V und natürlich viele weitere Fahrzeuge aus der Zeit, darunter natürlich auch zahlreiche Audi Modelle.  Auf der Webseite vom Veranstalter seht ihr ja schon mal die Teilnehmerliste und bei der Startnummer 109 – wer der Fahrer und wer der Beifahrer ist ;).

Los geht es in Spa! Nein, nicht im Spa! Wir werden auch nicht massiert oder eincremt. Es geht nach Spa! Zur Rennstrecke von Spa-Francorchamps nach Belgien. Etwas über 7 km ist die Strecke lang, ob wir drüber fahren? Wie es weitergeht? Keine Ahnung. Die Route / Strecke der Creme 21 ist bis dato noch geheim bzw. wurde nicht veröffentlicht. Als Jens Bond habe ich zwar gute Kontakte zum Geheimdienst, aber “M” ist gerade im Urlaub… was soll man machen?

Foto: Audi Tradition!