Fahrbericht Audi RSQ3 / RS Q3 Test – Kritik

Man nimmt einen sportlichen Audi A3, legt ihn etwas höher und erhält einen Audi RS Q3. Mit 310 PS ist der 2.5 Liter TFSI Fünfzylinder sogar noch etwas besser ausgestattet als der aktuelle Audi A3 S3. Machen wir uns nichts vor, der Audi Q3 gehört sowieso nicht ins harte Gelände. Warum dann nicht also wieder den SUV durch ein RS-Sportfahrwerk tieferlegen und zum Kurvenräuber machen? 25 mm tiefer als der normale Audi Q3 sprintet der RSQ3 nun innerhalb von 5,2 Sekunden nach vorne. Die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht man dann ein paar Sekunden später, wenn man es denn will.

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Wir waren mit dem Audi RS Q3 in den Alpen unterwegs, auf wunderschönen Pässen. Da wo man sich gerne noch Zeit nimmt. Die Kraftübertragung habe ich gerne der Audi Siebengang S tronic überlassen, zwischendurch mal kurz eingegriffen über die Schaltwippen. Hach, ja… doch – ich kann durchaus verstehen, warum sich einige für diese höhere Sitzposition begeistern können. Die Sitze haben mir einen guten Seitenhalt bieten können, aber eine individuelle Sitzprobe muss ja sowieso jeder Käufer durchlaufen. Bei ganz engen Kurven hätte es dann doch noch etwas mehr sein dürfen. Ansehen sollte man sich nachfolgendes Video über den Audi RS Q3, dieses wurde bei einer Fahrt von Klagenfurt nach Kitzbühel gedreht. Zu sehen ist neben dem Schloß am Wörthersee und dem bekannten Steingolf vom Wörthersee-Treffen unter anderem die Nockalmstraße. Ein wundervolles Fleckchen Erde!

Der sportliche Q3 wirkt nicht protzig, unterscheidet sich an der Front rein optisch durch den geänderten Singleframe-Kühlergrill und den Wabengittern in der Stoßstange. Am Heck ist mir persönlich das Endrohr etwas zu groß, aber das ist natürlich Geschmacksache. Das Fahrwerk ist komfortabel, der NEFZ-Verbrauch mit 8,8 Litern im Rahmen und der Klang der Auspuffanlage ist angenehm sonor. Nicht wirklich aufdringlich, eigentlich sehr nett. Mir persönlich hätte die Lenkung noch etwas direkter sein können, aber auch da muss man halt Abstriche machen, denn man sitzt auch weiterhin in einem kompakten SUV und in keinem reinrassigen Sportwagen.

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Preislich gesehen startet der Audi RS Q3 bei 54.600 Euro. Doch dafür bekommt man derzeitig auch den stärksten kompakten SUV und vom Hubraum her wird er vermutlich auch dem Mercedes-Benz GLA 45 AMG überlegen sein, denn der wird wahrscheinlich einen 2.0 Turbo unter die Haube bekommen und dann 360 PS leisten. Doch über ungelegte Eier soll man ja bekanntlich noch nicht richten, auch wenn der 2.0 Turbo von Daimler 30 Nm mehr Drehmoment hat als der Fünfzylinder vom Audi RS Q3 (420 Nm). Beim Gepäck bleibt beim Audi RS Q3 alles beim alten, genau wie das serienmäßige Modell passen zwischen 356 und 1.261 Liter in den Kofferraum. Hinter der Heckklappe verstecken sich auch weiterhin keine Reflektoren, das kann ich übrigens bei einem Premiumhersteller wie Audi nun gar nicht verstehen. Ob da die Controller wieder einmal gegen die Designer gewonnen haben? Nun, man fährt ja nur selten mit offener Heckklappe, von daher sei das verziehen.

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Mir ist, auf Grund meiner Größe von 1,74 m  eine Gurthöhenverstellung sehr wichtig. Der Gurt muss gut sitzen, denn sonst kann er bei einem Aufprallunfall dann doch sehr unschöne Spuren hinterlassen. Die Gurthöhenverstellung hat der Audi RS Q3 und auch das sportliche Lenkrad lässt sich axial und vertikal verstellen. Kopffreiheit, Beinfreiheit (auch hinten) sind sehr gut. Für vier Personen ist ausreichend Platz. Genug der Worte, den Rest seht ihr oben im Video (wer es bis zum Ende durchhält sieht auch noch einen kleinen Outtake!)

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