KFZ Versicherung wechseln 2013 – Worauf achten?

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Gefühlt habe ich vorgestern noch Ostereier versteckt, gestern den Geburtstag (im Sommer) gefeiert und heute ist dann schon wieder Oktober. Im Oktober muss man man immer an einige Sachen denken, sei es an die Lichttestwochen oder an die goldene Regel “von Oktober bis Ostern” – denn in der Zeit sollte man die Winterreifen schon mal draufziehen (oder wenigstens dran denken). Im Oktober habe ich aber auch immer eine ganz besondere Aufgabe zu erledigen. In der Familie bin ich der: “Du kannst das doch-Typ” und meistens folgt da ein “Mach das doch mal eben!”:

Natürlich! Der Versicherungswechsel für die Autoversicherung! Im Oktober geben die Versicherer nämlich in der Regel die Preise für das Jahr 2014 bekannt, wer nun vergleicht kann entweder Geld sparen oder halt nicht ganz so viel drauflegen, denn im Schnitt wird die Versicherungsprämie zwischen 5% und 10% steigen. In der Geldbörse ist aber sowieso immer weniger Geld, das Tanken und die sonstigen Unterhaltskosten vom KFZ werden auch immer teurer, kein Wunder also, dass man da an einen Versicherungswechsel denkt, bzw. sich zumindest einmal andere Angebote einholen möchte, oder?

Wie macht man das?
Nun, einen schnellen Überblick schafft z.B. der Transparo-Versicherungsrechner, dort kann man die Versicherungen vergleichen und sehen ob noch Einsparpotenzial vorhanden ist. Hat man dann eine günstigere Versicherung (achtet unbedingt darauf, dass diese auch die gleichen Leistungen enthält) gefunden, dann könnt ihr bis zum 30.11. (es gilt das Eingangsdatum beim Versicherer) die Kündigung in den Briefkasten werfen. Diese Kündigung kann formlos sein, enthalten sollte sie allerdings neben Namen und Anschrift das aktuelle Datum, die Versicherungsscheinnummer und das Kündigungsdatum. Die Kündigung sollte natürlich auch handschriftlich unterschrieben sein. Eine Begründung muss man nicht angeben, auch nicht wenn man z.B. nun 54 Euro (im Quartal) spart.

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Gekündigt wird zum Jahresende, denn KFZ-Versicherungsverträge laufen, in der Regel, wenn es keine sonstigen Absprachen gibt, immer bis zum 31.12. eines Jahres und werden anschließend automatisch verlängert. Man kann das auch ganz gut mit einem Mobilfunkvertrag vergleichen, wer da immer noch den Vertrag von vor 10 Jahren hat, der wird heute sicherlich mehr bezahlen, als jemand der alle 2 Jahre wechselt.

Was man wissen sollte, kann man übrigens bei der aktuellen Versicherung erfragen, ist der SFR! Schadensfreiheitrabatt! Früher waren das die “Prozente” auf die man gefahren ist, heute ist das etwas klarer strukturiert: Die Schadensfreiheitsklasse entspricht der Anzahl der Jahre, in denen der Fahrer selbst, ein auf ihn versichertes Fahrzeug fährt ohne der eigenen Versicherung einen Schaden zu melden. Klingt ganz einfach, oder? Diese Klasse steigt von Jahr zu Jahr (sofern es keine Meldungen an die eigene Versicherung gab) und dient natürlich auch als Grundlage zur Berechnung des Beitrages.

Wie kann man schnell die Versicherungen vergleichen? Nun, es gibt sie leider doch nicht die eierlegende Wollmilchsau, denn nicht alle Tarife der Versicherungen können stets berücksichtigt werden. Es gibt auch einige Vergleichsportale im Netz und auch ich rate dazu, sich immer zwei oder drei anzusehen. Vor allem aber sollten die Versicherungsvergleichsportale geprüft sein. Hier könnte man z.B. auf TÜV (oder sonstige Siegel) achten, auf Kundenbewertungen hören und man sollte die Ergebnisse natürlich vergleichen. Abstand nehmen würde ich von Portalen, die erst zahlreiche persönliche Daten abfragen bevor ein Ergebnis veröffentlicht wird – so viele Daten werden zur reinen Berechnung gar nicht benötigt. Den Ort, den braucht man, denn der Wohnort fließt mit in die Berechnung der Versicherungsprämie ein. Bei dem oben verlinkten Transparo-Versicherungsrechner kann man (Stand 07.10.2013) unter anderem nachfolgende Versicherungen vergleichen: Adcuri, AdmiralDirekt.de, AIG Europe, Alte Leipziger, AXA Versicherung, Badische Allgemeine Versicherung, Basler Securitas, BGV, Bruderhilfe, CONCORDIA, CONDOR, DA Direkt, DBV, deutsche internet versicherung, Die Continentale, Direct Line, ERGO Direkt Versicherungen, EUROPA, Garanta, Generali, Gothaer Allgemeine, Gothaer Privat, HDI, HUK-COBURG, HUK24, Janitos, KRAVAG, Mannheimer, MÜNCHENER VEREIN, NÜRNBERGER, ÖSA, R+V, R+V24, Sparkassen Direkt Versicherung, VHV, VÖDAG, VOLKSWOHL BUND, WGV und die Württembergische. Ohne nun eine direkte Empfehlung ausprechen zu wollen, möchte ich anmerken: Meine Versicherung ist dabei und die von der ich mich, auf Grund schlechter Leistungen und Preise, getrennt habe nicht (mehr).

Achtung! Man sollte, wie immer im Leben, nicht nur auf den Preis schauen. Auch bei der Versicherung gibt es “qualitative” Unterschiede. Darauf achten sollte man unbedingt, dass die Deckungssumme der KFZ-Haftpflichtversicherung bei 100 Millionen Euro (besser mehr) liegt und auch die “grobe Fahrlässigkeit” mit abgedeckt wird. Sparen kann derjenige, der das Fahrzeug in eine Garage stellt, über ein Eigenheim verfügt und im öffentlichen Dienst arbeitet. Die Leistungen muss man im Blick haben und nicht vor Sparzwang auf diese verzichten.

Euch wünsche ich nun viel Spaß, denn jetzt habt ihr noch genug Zeit, einfach mal die Versicherungen zu vergleichen und ggf. etwas Geld zu sparen. Das kann man übrigens prima reinvestieren, denn schließlich müssen die Winterreifen ja aufgezogen werden und das Fahrzeug muss für den Winter “fest” gemacht werden. Euch und eurer Versicherung wünsche ich, dass ihr auch im kommenden Jahr keinen Schaden melden müsst. Ihr profitiert dann im Jahr danach hoffentlich wieder durch günstigere Prämien und die Versicherung, tja die hat natürlich auch etwas davon…