Weltpremiere: Die neue Mercedes-Benz V-Klasse 2014

Mit der neuen V-Klasse bringt Mercedes-Benz eine Vielzahl von Innovationen und Ausstattungsmöglichkeiten in das Segment, welche man vorher nur von Fahrzeugen wie der E-, der S- oder nun der neuen C-Klasse gewohnt war. Bei der Weltpremiere der neuen Mercedes-Benz V-Klasse konnte ich mir einen ersten Eindruck davon verschaffen.

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Durch eine neue Formgestaltung mit charakteristischen Elementen der Mercedes-Benz Pkw-Familie, möchte der Hersteller bei der Zielgruppe punkten. Mercedes-Benz spricht selbst von dem “Besten aus zwei Welten” und verweist z.B. auf die Scheinwerfer, die der neuen S-Klasse sehr ähnlich sehen.

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Optisch aufgewertet zeigt sich z.B. das Armaturenbrett welches sich optional in Lederoptik mit einer ansprechenden Ziernaht präsentiert. Aus hochwertigen Fahrzeugen kennt man die Ambientebeleuchtung, die sicherlich auch Anklang bei Familien finden dürfte, aber auch in einem VIP-Shuttle nicht deplaziert wirkt. In den großen, voluminösen Radkästen drehen sich optional 19″ Felgen im “Two-Tone” Style und weil der Motor durch seinen Klang nun vermutlich nicht überzeugen kann, gibt es kraft- und druckvolle Unterstützung durch das Burmester Surround Soundsystem, welches mit 16 Lautsprechern und einem Subwoofer für besten Klang sorgen soll. Die Zusammenarbeit mit Burmester begann übrigens auch erst mit der neuen S-Klasse, soviel zum Thema Technik-Transfer im Hause Mercedes-Benz. Neu ist die Sprachverstärkung für die In-Car Kommunikation zwischen den Passagieren vorne und hinten.

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Beim Infotainment hat man die Qual der Wahl zwischen einem Audio 20 CD mit Touchpad, 7″ Zentraldisplay (welches sicherlich wieder zu Diskussionen führen wird) oder halt der neusten COMAND Online Generation, welches mit einem 8,4″ Display ausgeliefert wird. Auch beim größeren COMAND Online System bekommt man den “Handschmeichler” mitgeliefert, kann das Infotainment-System also auch per Touch bedienen.

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Die neue V-Klasse bietet einen hochmodernen Turbodiesel in drei Leistungsstufen. Der 2,1-Liter-Vierzylinder mit Common-Rail-Direkteinspritzung ist mit 100 kW (136 PS), 120 kW (163 PS) und 140 kW (190 PS) erhältlich. Schon der V 200 CDI bietet 330 Newtonmeter, der V 220 CDI mobilisiert 380 Newtonmeter. Das sind im direkten Vergleich zum Vorgänger jeweils 20 Newtonmeter mehr. Mehr Leistung – weniger Verbrauch, denn der kombinierte Verbrauch konnte auf 5,7-6,1 Liter gesenkt werden.

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Die neue Top-Variante ist der V 250 BlueTec mit einer Leistung 190 PS und einem maximalen Drehmoment von 440 Nm stellt dieses Modell die aktuelle Leistungsspitze dar und löst den ehemaligen 3.0 Liter V6 ab. Der Verbrauch konnte, trotz vergleichbaren Fahrleistungen auf 6,0 Liter auf 100 km (NEFZ) gesenkt werden.

Serienmäßig verfügt der V 250 BlueTec über das 7G-TRONIC PLUS Automatikgetriebe. Der Fahrer kann weiterhin optional über die Schaltpaddle am Lenkrad Eingriff nehmen. Für die anderen beiden Motorisierungen ist die 7G-TRONIC optional erhältlich. Erhältich ist auch ein Tempomat, der bei der V-Klasse nun auf Grund der elektromechanischen Handbremse auch über eine Anfahrhilfe verfügt. Das Fahrwerk verspricht dank selektivem Dämpfungssystem ein hohen Komfort, das gilt es bei einer Probefahrt zu überprüfen. So sieht übrigens die Version mit 6-Gang Getriebe aus:

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Probesitzen konnte ich schon, Platz genommen habe ich auf den neuen Sitzen, welche optional auch über eine aktive Sitzbelüftung verfügen können. Diesen Luxus kann sich der Fahrer bzw. der Beifahrer gönnen und wer im Sommer schon einmal in einem längeren Stau gestanden hat, der will dieses Feature nicht mehr missen. Für ein “Prima-Klima” sorgt wohl auch die neue Klimaanlage, welche durch drei verschiedene “Luftströmungs-Funktionen” glänzen soll.

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Die elektrische Heckklappe sehe ich als Feature, die separat zu öffnende Heckscheibe allerdings als Bonus. Ich fuhr bereits ein Fahrzeug mit diesem Ausstattungsmerkmal und war nach kurzer Umstellungszeit davon begeistert. Ideal auch z.B. für Hundebesitzer, die nur noch kurz etwas hinzufügen möchten oder halt im Urlaub um nur an die obere Tasche zu gelangen.

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Das die neue V-Klasse nun auch bei den Assistenzsystemen (fast) aus den Vollen schöpfen darf, war klar. So gibt es optional z.B. einen aktiven Park-Assistenten, eine 360° Kamera, die Distronic Plus mit Folgemodus, Voll-LED Scheinwerfer mit dynamischen Kurvenlicht, einem automatischen Fernlichtassistent und auf einen Spurhalte-Assistenten muss man auch nicht verzichten.

Der Verkehrzeichen-Assistent wiederholt die Zeichen noch einmal in der Anzeige und kann sogar vor Einfahrverboten warnen. Wer kennt das nicht? Einmal abgelenkt und schon war man zu schnell oder ist falsch gefahren. Das wird nun erschwert und das Punktekonto in Flensburg ggf. entlastet.

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Entlastet wird auch der Fahrer durch den Seitenwind-Assistent. Das so eine Mercedes-Benz V-Klasse anfällig ist für Seitenwind dürfte bei der Angriffsfläche klar sein. Ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h greift nun der Assistent ein und regelt im Bedarfsfall durch einen gezielten Bremseingriff die Gefahrensituation. Im Falle einer Übermüdung weißt das Fahrzeug natürlich auch schon vorher Bescheid und warnt den Fahrer durch die sympathische Kaffee-Tasse. Im Falle eines Falles warnt der Kollisionswarner und versucht durch den adaptivem Bremsassistenen die Gefahr von Auffahrunfällen zu verringern.

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Preislich fängt die Mercedes-Benz V-Klasse bei ca. 42.000 Euro an, machen wir uns nichts vor – mit einer guten Ausstattung wird sie um die 70.000 Euro kosten und damit aus dem Bereich der “Familienfahrzeuge” fallen. Sinn macht sie für Shuttles oder Business-Fahrzeuge. Bestellbar ist die neue V-Klasse ab März 2014, in den Handel kommt sie ab Mai 2014 und ich bin gespannt wie die neue V-Klasse bei der Zielgruppe ankommt, auch wenn ich nicht genau weiß wer nun genau diese Zielgruppe ist. Das wird der Markt dann wohl entscheiden also ob nun Familie, die sportliche Lifestyle-Fraktion oder die Business-People. Auf den Markt wird sie kommen in drei Längen, mit zwei Radständen und in zwei verschiedenen Ausstattungslinien und als rollendes Büro kann ich mir die neue V-Klasse nun wahrlich gut vorstellen. Ich mag den Mix! Der Innenraum wurde von der neuen C-Klasse inspiriert, die Scheinwerfer von der S-Klasse, die Assistenzsysteme von der E-Klasse und der neue Van zeigt sich nun wahrlich als “Nutzfahrzeug in PKW-Qualität” – was übrigens auch für die Lackierung, die Verarbeitung (Spaltmaße) und Ausstattung gilt. Schade nur, dass diese V-Klasse nur für vermögende Familien erreichbar sein wird – wenn man sich die vielfältigen Ausstattungen hinzu konfigurieren wird, dennoch muss sich der VW T5 warm anziehen…

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