Fahrbericht / Test / Review / Video: neuer Renault Twingo SCe 70

Zu einem Basispreis von 10.990 Euro könnt ihr den neuen 2014 Renault Twingo SCe 70 Stop & Start eco² mit dem 71 PS starken Motor bekommen, unser Testwagen liegt mit seinen Extras, zu denen ich gleich noch komme, bei ca. 15.000 Euro. Der neue Renault Twingo teilt sich die Technik mit dem smart forfour, welcher dann auch gleichzeitig ein Mitbewerber um die Gunst der Kunden ist. Weitere Mitbewerber? Der Skoda Citigo, der VW up, der Seat Mii, der Toyota Aygo, der Citroen C1 und alles andere was noch klein und niedlich ist.

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Zusätzlich zur Luxe-Serienausstattung gab es noch ein paar weitere Features an Bord unseres Testwagens: Eine Rückfahrkamera mit akustischer Einparkhilfe hinten, eine Klimaautomatik, ein Licht- und Regensensor und das Multimediasystem R-Link Evolution. Dieses beinhaltet unter anderem ein 7“-Touchscreen-Display, Radio, Bluetooth, TomTom-Navigation und eine Freisprecheinrichtung.

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Die günstigere Alternative ist das Radio R&Go, es ist ab der Ausstattungslinie Dynamique serienmäßig im neuen Twingo verbaut. Ihr könnt euer Smartphone via Bluetooth damit verbinden und mit der passenden App z.B. navigieren, telefonieren, Musik hören und Fahrzeuginfos abrufen.

Der neue, mittlerweile 5-türige, Twingo ist 3,59 m lang, 1,55 m hoch, 1,64 m breit und bietet 4 Sitzplätze. Der Radstand beträgt 2.49 m und der Wendekreis liegt bei gerade mal 8,60 m, was ein wirklich guter Wert ist. Mal eben auf der Straße wenden? Kein Problem! Rückwärts einparken? Kein Problem!

Die breiten Radhäuser erinnern an den Renault 5 Turbo aus den 80ern, genau so wie die Front mit ihren LED-Tagfahrleuchten. Das Leergewicht des neuen Renault Twingo liegt bei 940 kg, das zulässige Gesamtgewicht bei 1360 kg. Maximal zuladen dürft ihr 420 kg, davon 75 kg auf das Dach. Das Kofferraumvolumen des neuen Twingo beträgt 219 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen und nach vorne geklapptem Beifahrersitz sind es 980 Liter. Über die 79 cm hohe Ladekante könnt ihr das Gepäck gut einladen, der Gepäckraumboden ist mit der Ladekante auf einem Niveau, was das Beladen noch mehr erleichtert. So richtig Alltagstauglich wird der Kofferraum natürlich nur wenn man die hinteren beiden Rücksitzlehnen umlegt.

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Der Tank des neuen Twingo III fasst 35 Liter Super Benzin, welches einen 1.0 Liter Saugmotor mit 71 PS bzw. 52 kW betreibt, welcher nun im Heck des Twingos versteckt ist. Das maximale Drehmoment liegt bei 91 Nm bei 2850 Umdrehungen pro Minute, die Gänge werden mit der 5-Gang-Handschaltung gewechselt.

14,5 Sekunden braucht der heckgetriebene Franzose von 0 auf 100 km/h, bei 151 km/h ist dann aber Schluss. Laut NEFZ verbraucht er durchschnittlich 4,2 Liter Super Benzin auf 100 km und erfüllt die Grenzwerte der Abgasnorm EU6. Ich habe im Durchschnitt ca. 3 Liter mehr verbraucht, was sicherlich auch dem Umstand geschuldet war, dass ich ihn stets mit höherer Drehzahl bei Laune gehalten habe.

Das Fahrwerk ist mir persönlich etwas zu hart, die Lenkung zu indirekt. Die Bremsen packen ordentlich zu, lassen sich aber nicht ganz so fein dosieren. Größere Personen sollten schauen ob sie eine geeignete Sitzposition finden, denn das Lenkrad lässt sich nur in der Höhe verstellen und es gibt auch keine Gurthöhenverstellung. Für Familien interessant: Iso-Fix hinten, wackelige Gurtpeitschen hinten, keine Beleuchtung hinten und auch keine Haltegriffe vorhanden. Dafür lässt sich der Beifahrerairbag einfach abschalten und es gibt eine gute Anzeige ob auch jeder angeschnallt ist. Loben möchte ich den kleinen Wendekreis, kritisieren dafür die Vibrationen die der 3-Zylinder in bestimmen Drehzahlbereichen auf die Karosserie überträgt.

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Beim Infotainment-System stört mich, dass der Drehschalter auf der rechten Seite angebracht wurde und das das Bild der Rückfahrkamera so klein angezeigt wird. Rein optisch gesehen finde ich den neuen Twingo schöner als den smart forfour, technisch gesehen dürfte der smart etwas besser ausgestattet sein, denn er kommt z.B. mit einem Seitenwindassistent. Wer mit dem Fahrzeug häufiger auf die Autobahn muss, sollte sich ggf. ein größeres Fahrzeug kaufen, denn der Twingo reagiert da teilweise schon sehr windempfindlich.

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Für die Stadt? Ein ideales, kleines, kompaktes Fahrzeug. Das die Service-Stutzen unter einer Abdeckung an der Front sind? Geschenkt! Das man um Öl aufzufüllen erst 6 Schrauben von der Abdeckung im Kofferraum lösen muss? Geschenkt! Das machen die Twingo Besitzer doch sowieso nicht mehr selbst… die lassen schrauben! Das die Abwärme vom Motor aber den Kofferraumboden beheizt finde ich kritisch. Die Kühltasche sollte also besser im Fußboden des Beifahrers transportiert werden.

Das Video zu unserer Fahrt im neuen Renault Twingo SCe 70 seht ihr hier:

…und hier seht ihr 50 Schnappschüsse vom neuen Renault Twingo, damit ihr euch auch noch selber ein weiteres Bild von dem neuen Citylflitzer aus Frankreich machen könnt: