200, 250, 300 km/h – macht das Sinn? Nein! Spaß!

„Boar, der fährt 200 km/h!“, sagte damals der kleine Jens, mit der Nase an der Seitenscheibe und dem Blick auf den Tacho. 200 km/h – das war in den 80er Jahren wie fliegen. Ich wollte als Kind immer einmal über 200 km/h fahren, nun lacht fast jeder Kleinwagen-Fahrer über den Wert. Laut Tacho müsste die B-Klasse ja Tempo 260 fahren, also kleines Kind hätte ich jetzt schon jubelnd vor dem Auto gestanden und hätte mit offenen Mund gestaunt. Heute weiß ich natürlich, dass der Tacho selbst nur ein schlechter Hinweisgeber auf die tatsächliche Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges ist. Dafür kann ich inzwischen ablesen wo der Tankdeckel ist (hier links) und weiß auch, dass Highspeed und Vollgas den Füllstand des Kraftstofftanks stark minimiert.

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Es gibt fast keinen Automobil-Hersteller, der nicht mindestens ein Fahrzeug im Angebot hat welches an der Tempo 250 km/h Grenze schnuppert bzw. diese sogar übertrifft. Macht das Sinn? Nein! Aber Spaß! Ich mag den Rausch der Geschwindigkeit, ich mag auch die Beschleunigung, ich mag das kribbeln im Bauch und vor allem das Gefühl frei zu sein, frei und trotzdem privat.

Ich will nicht im Zug reisen, ich will nicht im Bus sitzen, ich liebe das Auto fahren und so freue ich mich nun auch auf die kommende Woche. Dort werde ich zwar Tempo 250 nicht erreichen und auch Tempo 200 wäre utopisch, aber ich fahre. Auto. Über die deutsche Autobahn und auch in Österreich. Man könnte es fast einen Road-Trip nennen, denn ich fahre zunächst nach Stuttgart, dann nach München, dann zum Wörthersee und dann über München zurück nach Bielefeld. Knapp 2700 km! Einen Teil davon mit unserem VW Caddy, den anderen Teil mit ausgewählten Fahrzeugen aus der Skoda Flotte. Ich freu mich! Ich freue mich sogar auf den Wörthersee und wer weiß, eventuell steht in diesem Jahr ja auch noch ein passendes Fahrzeug mit den drei heiligen Buchstaben G T I vor meiner Tür? Der kann dann auch Tempo 200!