IAA 2015: Alfa Romeo Giulia (2015)

Die neue Alfa Romeo Giulia wurde am 24. Juni im Alfa Romeo Museum in Arese präsentiert und soll für die Neuausrichtung der über einhundert Jahre alten Marke stehen. Er trägt als Erster das überarbeitete Markenlogo. Das Emblem wurde zwar modernisiert, zeigt aber trotzdem noch die charakteristischen Stil- und Designelemente.

Anzeige: Faurecia an BordFaurecia – Als einer der größten Automobilzulieferer der Welt beliefert Faurecia alle Marktsegmente und Modellversionen auf dem Globus mit Produkten aus den Bereichen Autositze, Technologien zur Emissionskontrolle, Innenraumsysteme und Automotive Exteriors. Zu den Kunden gehören unter anderem Audi, BMW, Ford, Renault-Nissan, Peugeot, Porsche und Volkswagen. In der neuen Alfa Romeo Giulia stattet Faurecia nahezu das komplette Cockpit aus und liefert unter anderem Armaturenbrett und Mittelkonsole.

Zu den Stärken der neuen Alfa Romeo Giulia zählen laut Hersteller die präzise arbeitende Lenkung, das spontane Ansprechverhalten des Motors, die kurzen Schaltwege und die effizienten Bremsen. Die Auswahlmöglichkeit aus Heck- oder Allradantrieb soll nicht nur ein Tribut an die Wurzeln von Alfa Romeo sein, sondern auch eine technologische Lösung, die hohe Fahrleistungen ermöglichen soll. Diese Eigenschaften werden im Begriff „Meccanica delle Emozioni“ zusammengefasst, was auf Deutsch etwa „Technologie aus Emotionen“ heißt. Eine Hommage an Italien und Ausdruck für den Stolz, mit dem Alfa Romeo für seine italienischen Wurzeln steht.

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Die neue Alfa Romeo Giulia kombiniert Hochleistungsmotoren mit ultraleichten Materialen wie Kohlefaser für Kardanwelle, Motorhaube und Dach, Aluminium für Motor, Bremsen, Radaufhängungen inklusive der vorderen Federbeindome, Hilfsrahmen, Türen und Kotflügel, Aluminium-Verbund und Kunststoff für den hinteren Querträger. Weiteres Gewicht wird durch Bremsscheiben aus Keramik-Kohlefaser-Verbundmaterial und Sitzrahmen aus Kohlefaser eingespart. Das Ergebnis ist ein Leistungsgewicht von weniger als drei Kilogramm pro PS. Trotz des Leichtbaus erreicht die Torsionssteifigkeit der Karosserie einen Spitzenwert im Segment.

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Das Gewicht ist mit 50:50 optimal auf Vorder- und Hinterachse verteilt, um das Fahrzeuggewicht optimal auszutarieren, wurden Motor und wichtigste mechanische Komponenten zwischen den Achsen platziert. Daraus resultieren kurze Karosserieüberhänge, eine lange Motorhaube, lange vordere Kotflügel, ein nach hinten gesetztes Greenhouse und ausgeprägte hintere Kotflügel, die den Hinterradantrieb betonen. Der längste Radstand im Segment ist hier kombiniert mit vergleichsweise kompakten Abmessungen. Das tropfenförmigen Profil erinnert stark an den Alfa Romeo Giulietta Sprint aus den 50ern.

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Die Alfa Romeo Giulia zeigt sich im italienischen Stil mit geradlinigen Formen, die ihren Ursprung in der Historie der Marke haben, hierzu zählt beispielsweise der trapezförmige Kühlergrill und die Linie über die gesamte Flanke. Ein aktiver Frontspoiler soll zusätzlich zu einem geringen Luftwiderstandsbeiwert die Aerodynamik weiter verbessern. Er soll den Abtrieb an der Vorderachse bei hoher Geschwindigkeit vergrößern und für noch bessere Bodenhaftung sorgen. Er wird wie alle elektronischen Systeme vom Chassis-Computer gesteuert, was eine Vernetzung dieser zur Folge hat.

Im Innenraum sind neben der Armaturentafel alle Bedienelemente auf den Fahrer ausgerichtet. Die elektronischen Fahrassistenzsysteme werden vom relativ kleinen Lenkrad aus bedient, über zwei zusätzliche Multifunktionsschalter werden die Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A. und das Infotainmentsystem gesteuert. Alle Oberflächen bestehen aus hochwertigen Materialen wie Kohlefaser, Holz und exklusive Stoffe.

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Der neue Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio ist das Topmodell der Baureihe. Sein leichter, komplett aus Aluminium gefertigter Sechszylinder-Turbobenziner wurde gemeinsam mit Ferrari-Ingenieuren entwickelt und leistet 375 kW (510 PS). Mit ihm gelingt der Standardsprint innerhalb von 3,9 Sekunden. Effizient soll er trotzdem sein: Unter anderem sorgt die elektronisch gesteuerte Zylinderabschaltung für eine deutliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.IAA-2015-Autos-Highlights-Fotos-Bilder-59

Die Multilink-Hinterachse soll den optimalen Kompromiss aus sportlichem Fahrverhalten, Fahrspaß und Komfort garantieren. An der Vorderachse kommt eine Konstruktion mit Doppel-Querlenkern und halb-virtueller Lenkachse zum Einsatz, mit der die Lenkung von Federungs- und Antriebseinflüssen abgekoppelt wird und die sie zur direktesten Lenkung im Segment machen soll. Das elektronisch gesteuerte Sperrdifferenzial in der Hinterachse, teilt mit Hilfe einer Doppelkupplung das zur Verfügung stehende Drehmoment aktiv zwischen rechtem und linkem Rad auf (Torque Vectoring), so bleibt die volle Motorkraft auch bei niedriger Haftung der Reifen erhalten. Das neue und leichte integrierte Bremssystem kombiniert die Wirkungsweise der elektronischen Assistenzsysteme mit der mechanischen Bremskraftunterstützung. Dadurch sprechen die Bremsen schnell an und die Bremswege verkürzen sich enorm.

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Die neu abgestimmte Fahrdynamikregelung D.N.A. lässt dem Fahrer die Wahl zwischen den Modi „Dynamic“, „Natural“ und „Advanced Efficient“, in dem man die Fahrzeugsysteme auf größtmögliche Effizienz abstimmen kann. Zusätzlich gibt es für die leistungsstärksten Modellvarianten den Modus „Racing“.