Mir geht die Angst-Presse zum VW Skandal auf den Geist

vw-caddy-spiegelbildMir geht die Angst-Presse zum VW Skandal auf den Geist, ich wollte bewusst nicht auf den Sack schreiben. Aber es geht mir auf den Sack. Alleine schon wie der VW Skandal die Nachrichtenlage bestimmt, als ob es kein anderes Thema mehr gibt.

Man, man man, wie ich diese Angst-Presse liebe. Wie wir inzwischen ja alle wissen, hat Volkswagen bei einigen Diesel-Motoren etwas gemogelt. Ich will das gar nicht herunterreden, das war S C H E I S S E. Das macht man nicht, daraus muss man lernen und die Konsequenzen übernehmen. Aber nun jetzt Angst zu schüren, ist auch nicht sicher.

These: Betroffene Fahrzeughalter müssen die KFZ-Steuer nachzahlen!

Diese Nachrichten gibt es wirklich, wer mir das nicht glaubt kann die bekannte Suchmaschine damit ja einfach mal füttern. Da wird man schon fast erschlagen von Nachrichten wer nun die KFZ-Steuer nachzahlen muss. Ob VW oder der Halter?

Meine Meinung: Ich bin mir ziemlich sicher, dass in Deutschland kein vom VW-Skandal betroffener VW Halter seine KFZ-Steuer erhöht bekommt oder gar zu einer Nachzahlung gezwungen wird. Das gilt natürlich auch für die Fahrer von Audi, Seat und Skoda Fahrzeugen.

Begründung: In Deutschland ergibt sich die Kfz-Steuer aus der Steuer für den Hubraum und der Steuer für die CO2-Emissionen. Welcher der beiden Werte wurde durch den Zauberchip angepasst? Keiner, oder? Da geht es um Stickstoffoxide – also Stickstoff, Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid. Selbst wenn die Werte nun höher sind, gibt es für Deutschland nicht die Berechtigung deswegen die Steuern anzuheben, es sei denn, dass auch die CO2 Werte erhöht wurden – oder der Hubraum, aber davon gehe ich mal nicht aus. Es geht also um – die eher in Amerika relevanten – NOx Werte.

Was früher oder später in der Tat passieren könnte: Wird der NEFZ-Wert und der daraus resultierende kombinierte CO2-Ausstoß nicht mehr zur Berechnung genommen, sondern ein neues bzw. anderes Messverfahren – welches ggf. näher an der Realität ist – dann könnte es natürlich zu einer Neuberechnung kommen und dann müssen vermutlich alle Autohalter mehr bezahlen, aber das steht ja auf einem ganz anderem Blatt Papier. jens_ratlos

Selbst wenn nun irgendwelche Kosten nicht auftreten, selbst wenn, dann würden die Kosten meiner Meinung nach am Volkswagen-Konzern hängen bleiben. Grund? Die Kunden haben sich das Fahrzeug auf Grund einer Steuereinstufung gekauft, diese kann der Kunde nicht überprüfen (wie denn auch) und wenn diese Werte nun manipuliert werden, dann muss der Konzern dafür wohl in die Presche springen. Aber soweit wird es hier in Deutschland nicht kommen.

Interessanter wird es, was nun gemacht werden muss damit die Fahrzeuge die vorgegebenen NOx Werte erfüllt. Neuer Kat? Mehr Ad Blue? Neuer Chip? Derzeitig kann man da nur munkeln. Ebenso stellt sich die Frage ob die Fahrzeuge dann weniger Leistung haben? Zwischendurch mehr verbrauchen und somit – nun wird es steuerrechtlich interessant – mehr CO2 ausstößt? Darüber weiß man derzeitig noch nichts und sollte deswegen auch noch nicht die Angst der Konsumenten schüren.

Der Volkswagen Konzern hat den betroffenen Kunden inzwischen die Möglichkeit gegeben auf den Webseiten von Audi, Seat, Skoda und Volkswagen die entsprechenden Fahrgestellnummern einzugeben. Ist man betroffen wird man früher oder später sowieso angeschrieben. Das Fahrzeug muss so oder so dann in die Werkstatt und ja, spätestens dann verlange ich vom Konzern eine Entschuldigung. Denn dann muss ich als Fahrzeugbesitzer aktiv werden, dann geht es um meine Zeit und sei es nur zur Terminierung. Aber bis dahin? Da bleibe ich doch einfach ruhig, denn ich kann es doch sowieso nicht ändern, oder?

2 Gedanken zu „Mir geht die Angst-Presse zum VW Skandal auf den Geist

  1. Ich kann es auch nicht glauben, dass eine nicht ordnungsgemäß programmierte Motorsteuerung den Untergang Deutschlands darstellen soll.

    Aber es regen sich wie immer diejenigen auf, die den geringsten Grund dazu haben. Allen voran ein gewisser Ferdinand Dudenhöffer, der erst einmal erklären sollte, wieso er den Missstand nicht selber aufgedeckt hat.

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