Mit dem 2016er Nissan Leaf den Col de Turini hinauf!

Rein statisch betrachtet bin ich eine Umweltsau. Wir haben drei Fahrzeuge. Zwei Benziner mit 2.0 Liter Motor und einen, derzeitig sehr bekannten, Diesel mit 1,6 Liter (EA 189) und Zauber-NOx-Chip. Ich fahre und fliege seit Jahren um die Welt um dort Autos zu fahren. Meine persönliche CO2-Bilanz ist somit schwärzer als mein Humor, aber irgendeiner muss den Job ja machen und fliegen ist, wenn der Flieger voll besetzt ist, teilweise sogar sauberer als (alleine) mit dem Auto von A nach B zu fahren. Ganz nebenbei geht es natürlich auch schneller, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

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Um den neuen Nissan Leaf zu testen bin ich genau 1000 KM geflogen. Dabei wird mir ein CO2-Wert von ca. 150 KG zugewiesen. Wäre ich die Strecke mit dem Auto gefahren, dann hätte ich Knapp 237 kg Emissionen in die Luft gepustet. Zum Flughafen bin ich mit meinem eigenen Fahrzeug, einem fast 20 Jahre alten VW Golf GTI, zum Flughafen gefahren. Durchschnittlicher Verbrauch? Gut und gerne 10 Liter auf 100 km, also werde ich auf dem Weg zum Flughafen gut und gerne 13 Liter verbraucht haben, das heißt, dass hier noch mal gut und gerne 30-40 kg CO2-Emissionen oben drauf kommen. Wäre ich mit meinem Diesel gefahren, wären es sogar 159 kg gewesen.

Aber reden wir doch lieber über den Nissan Leaf. Die dritte Generation, die ab 2016 auf den Markt kommt, erkennt man rein äusserlich an einer neuen Antenne oder aber an der neuen Farbe: Bronze! Unter der Haube? Da steckt immer noch der 109 PS starke Elektromotor der über 254 Nm Drehmoment verfügt und den Nissan Leaf innerhalb von 11,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit? Irgendwas um die 144 km/h, jedoch fährt man die ja eher seltener, denn ein Nissan Leaf gehört in die Stadt und dort macht er einen prächtigen Job.

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4-5 Personen, bis zu 355 Liter Gepäck (wenn man kein Bose-Soundsystem nimmt), bis zu 250 km Reichweite mit der neuen 30 kWh Batterie. Hier wurde nicht die Batterie vergrößert, hier wurden an den Molekülen gefeilt. Resultat 26% mehr Reichweite als die kleinere Version (die es mit 24 kWh immer noch gibt).

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Ich mache es kurz, denn demnächst folgt noch ein Video zum Nissan Leaf: Wenn Elektroauto, dann so. Klein, kompakt, mit Reichweite. Preislich betrachtet ist er natürlich immer noch kein Schnäppchen, 28.060 Euro muss man für die 30 kWh Version mindestens bezahlen und zusätzlich noch die Batterie mieten. Wer die Batterie mitkaufen möchte, der zahlt mindestens 33.960 und da geht noch was. Nein, schön rechnen kann man sich so einen Nissan Leaf immer noch nicht, aber schön lautlos und lokal emissionslos fahren, das funktioniert – richtig gut sogar.

Kritikpunkte: Wir sind in Nizza den Col de Turini rauf und runter gefahren, also 74 km hoch, 79 km runter und wir hatten immer noch 50 km Restreichweite. Bei den Kurven ist mir der mangelnde Seitenhalt aufgefallen, das hätte ich im Stadtverkehr vermutlich nicht gemerkt und ist damit auch nur ein halber Kritikpunkt. Da wir LED Scheinwerfer verbaut hatten, vergesse ich auch, dass es den Leaf tatsächlich auch mit Halogen-Scheinwerfer gibt, das geht meiner Meinung nach in einem Elektrofahrzeug nämlich gar nicht.

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