Auto News: Renault Clio RS 220 Trophy – Langer Name, schnelle Zeit

Die Renault Sport-Abteilung im französischen Dieppe wird ihrem Ruf, waschechte Sportler aus den Serien-Fahrzeugen von Renault zu zaubern, wieder einmal gerecht. Der Renault Clio RS 220 Trophy hat einen neuen Rundenrekord für Kleinwagen auf der Nürburgring-Nordschleife aufgestellt. Mit 8:23 Min ist er nicht nur wesentlich schneller als seine direkten Konkurrenten, sondern auch schneller als so mancher Sportwagen.
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220 PS, eine Maximaldrehzahl von 6.800/min, 280 Nm im Overboost und ein EDC-Doppelkupplungsgetriebe mit neuer Abstimmung für noch schnellere Gangwechsel zeichnen den Renault Clio RS 220 Tropy aus. Der Kleinwagen mit knapp 1,3 Tonnen Leergewicht hat es mit diesen Zutaten geschafft, seine direkten Verfolger abzuschütteln. Der Mini John Cooper Works benötigt 8:35 Min für die 20,832 Kilometer der „grünen Hölle“, der Opel Corsa OPC 8:40 Min und der Audi S1 noch eine Sekunde mehr – also weit entfernt vom Clio.

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Gefahren ist kein anderer als „sport auto“-Redakteur Christian Gebhardt. Er prügelte den sportlichen Kleinwagen während des „Supertests“ in der Rekordzeit von 8:23 Min über die legendäre Rennstrecke. Zu verdanken ist diese Zeit nicht nur den bereits erwähnten Zutaten, sondern auch dem neu abgestimmten Sportfahrwerk, sowie der elektronischen Differentialsperre, die ein frühzeitiges Herausbeschleunigungen aus Kurven ermöglicht. Davon hat die Nordschleife schließlich einige.

Die Spitzengeschwindigkeit von möglichen 235 km/h wird dabei kaum erreicht, der Normverbrauch von 5,9l/100km wohl auch. Aber darum geht es gar nicht. Es wurde wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, welches Potential in den Derivaten von Renault Sport steckt. Das erfährt man am besten, wenn man sich andere sportliche Autos vor Augen führt und nicht nur die direkten Konkurrenten. Die gefahrene Rundenzeit liegt auf dem Niveau eines Mitsubishi Lancer Evo oder Subaru Impreza WRX. Auch ein Aston Martin DB7 GT3 ist nicht schneller. Wer also einen echten Rennfloh mit dem Potential für reichlich Fahrspaß sein Eigen nennen möchte, sollte beim nächsten Renault-Händler vorbei schauen. Dort wird man nicht nur den unlimitierten Renault Clio RS 220 Trophy finden, sondern bald auch den neuen Renault Megane, über den wir kürzlich berichteten.

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Fotos: © Renault

Erläuterung von Sebastian Bauer (passiondriving.de): “Den entscheidenden Punkt, der über einen großen Teil der Rundenzeit entscheidet, hast Du aber im Text vergessen: die Direzza-Semis. So klebrige Gummis, dass die zur Supertestrunde mit Heizdecken vorgewärmt wurden. Also ja: ordentliche Zeit, aber mit den Reifen fehlt im Rahmen des Supertest eigentlich jegliche Vergleichbarkeit (auch wenn der Leon Cupra R ebenfalls mit Semis kam, aber nicht dieser klebrigsten Sorte). Ach ja: das Delta durch die Semis wird gerade beim leistungsschwächeren Clio noch sehr viel höher, als beim Cupra R z.B. Mit einem schwächeren Auto lebst Du ja umso mehr davon mit möglichst hohen Kurvengeschwindigkeiten mehr Schwung auf die schnellen Passagen mitzunehmen.”

2 Kommentare zu “Auto News: Renault Clio RS 220 Trophy – Langer Name, schnelle Zeit

  1. Sehr geehrtes Rad-ab Team,

    ich verstehe nicht ganz, welche Zeit der Clio jetzt gefahren ist. Oben steht: “Mit 8:23 Min ist er nicht nur wesentlich schneller als seine direkten Konkurrenten,…” und unter dem zweiten Bild steht dann: “Gefahren ist kein anderer als „sport auto“-Redakteur Christian Gebhardt. Er prügelte den sportlichen Kleinwagen während des „Supertests“ in der Rekordzeit von 8:38 Min über die legendäre Rennstrecke….”
    Das sind für mich zwei sehr unterschiedliche Zeiten die den gesamten Artikel ad Absurdum legen würden.
    Ich hoffe ihr könnt das richtig stellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver Klopsch

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