CES 2016: Volvo-Sprachsteuerung – „KITT, hörst Du mich?“

Knight Industries Two Thousand – das ist die Abkürzung für KITT. Die etwas älteren unter uns werden sich noch erinnern: David Hasselhoff, aka. Michael Knight, konnte über seine Uhr mit seinem Pontiac Firebird Trans Am kommunizieren. Dieser war damals etwas übervorsichtig und manchmal etwas zickig – oder sagen wir mal charakterstark. Ganz so kryptisch ist der Name Volvo nicht, aber die Schweden bringen nun eine ähnliche Funktion auf den Markt: Mit einer Art Uhr kann man mit seinem Fahrzeug sprechen. Hoffentlich gehorchen die schwedischen Exemplare aufs Wort.

Volvo Microsoft Band 2

Einer Kooperation von Volvo und Microsoft haben wir es zu verdanken, dass man seinen Schweden nun via Sprachsteuerung dirigieren kann – genau, wie in der zukunftsträchtigen Serie aus den 80ern. Notwendig ist dafür ein Hightech-Armband, das auf den einfallsreichen Namen „Microsoft Band 2“ hört (im doppelten Wortsinn). Über die Volvo on Call App kann man sein Fahrzeug über verschiedene Remote-Funktionen dirigieren. Darunter fallen etwa das Einstellen des Navigationssystems oder der Heizung, die Fernentriegelung oder das Einschalten des Lichts. Erhältlich ist es ab dem diesjährigen Frühjahr in Ländern, in denen Volvo on Call aktiviert ist.

Dabei sei die Sprachbedienung gerade so die Spitze des Eisbergs. Man könne mit den digitalen Assistenz-Funktionen noch weit mehr machen und sich die neuester Techniken zu Nutze machen, um das Fahren möglichst angenehm und praktisch machen. So sucht Volvo nicht zuletzt durch die Kooperation mit Microsoft nach neuen Geschäftsfeldern. Auf der CES in Las Vegas stellen die Schweden ebenfalls ein Konzept vor, das das Streamen von Filmen während der autonomen Fahrt ermöglichen soll. Die Kooperation ist hier mit Ericsson verknüpft, wie wir schon berichteten.

Zusammen mit dem amerikanischen Konzern hat Volvo bereits die „HoloLens“ entwickelt: Sie ist ein weltweit erstmalig gänzlich ungebundener holografischer Computer. Mit seiner Hilfe können Kunden ein Fahrzeug zum ersten Mal wahrnehmen und genauer kennenlernen. So sind völlig neue Werbe- und Marketing-Maßnahmen möglich. Für den Moment präsentieren die beiden Unternehmen aber die Sprachsteuerung aus der Ferne.

Es geht den Schweden aber nicht um die “Technik um ihrer selbst willen “, wie Klas Bendrik, Senior Vice President und Chief Information Officer bei Volvo erklärte. Man wolle das Leben der Kunden leichter, besser, sicherer und angenehmer machen. Das findet auch Peggy John, ihres Zeichens Executive Vice President für Geschäftsentwicklung bei Microsoft. Sie möchte zusammen mit Volvo bahnbrechende Techniken entwickeln, die das Erlebnis rund um das Auto verbessern sollen und sieht im schwedischen Konzern genau den richtigen Partner dafür.