CES 2016: Volvo – Zurücklehnen auf der Fahrt zur Arbeit

Mit dem Auto zur Arbeit fahren, aber trotzdem relaxen? Sich zurücklehnen und die freie Zeit genießen, obwohl man vorn links sitzt? Laut Volvo soll das in der Zukunft möglich sein. Die Zusammenarbeit mit dem Partner Ericsson soll intelligente Breitband-Streaming-Dienste während der Fahrt ermöglichen – autonomes Fahren sei Dank.

Volvo sucht immer nach „Lösungen, die unseren Kunden das beste Erlebnis im komplett autonomen Fahrmodus bieten“. Und genau aus diesem Grund planan die Schweden ein Streaming in HD während der Fahrt – Filme, wie iRobot und Minority Report lassen grüßen. So stellt es sich zumindest Anders Tylman, General Manager Volvo Monitoring & Concept Center bei der Volvo Car Group vor. So glaubt man bei Volvo, dass sich das Fahren gänzlich ändern wird und der Fahrzeug zum Wellness-Multimedia-Tempel wird.

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Der Fahrer lehnt sich also zurück und genießt mit seinen Mitfahrern eine Folge der Lieblings-Sitcom. Das funktioniert zum einen nicht nur zwangsläufig mit dem autonomen Fahren, sondern auch einem perfekt ausgebauten Breitbandnetz – auch außerhalb dicht besiedelter Gebiete.

Damit die Streaming-Qualität also stimmt und frei von Unterbrechungen ist, holte sich Volvo die Netzwerk- und Cloud-Kompetenz seines Elektronik-Partners Ericsson ins Boot. So wird die geplante Fahrtroute und die unterwegs herrschenden Netzbedingungen berücksichtig und aufgrund dieser Informationen der Streaming-Inhalte zugeschnitten. Das heißt also, dass man eine Reportage sehen möchte, die 45 Minuten dauert und das Auto dementsprechend die Route plant, dass man ohne Stau und Unterbrechungen die Sendung schauen kann, während man in der passenden Zeit zum Ziel gebracht wird. Das Fahrzeug der Zukunft weiß baut Erfahrungswerten auf, zu welchen Zeiten und auf welchen Strecken der Fahrer am häufigsten unterwegs ist und welche Medien er bevorzugt. So werden Routen und Medien auf jeden Fahrer und jede Fahrerin maßgeschneidert.

Das Ende der Geschichte? Der Führerschein könnte in Zukunft überflüssig werden, da das Auto selbstständig fährt. Der Spaß am Gefährt verliert immer mehr an Stellenwert, der Spaß am Fahren ohnehin. Aber dieser Trend zeichnet sich ohnehin schon seit langem ab: Die Jugend interessiert sich zunehmend für Smartphones und die Vernetzung, aber immer weniger für Autos. Das zeigen auch die rückläufigen Führerscheinquoten. Dementsprechend springen die Autohersteller auf den Trend auf und passen sich der Zukunft an. Man kommt in Zukunft also nicht bloß von A nach B, sondern bestens unterhalten mit den neusten Nachrichten oder entspannt mit der neuesten Episode von „Game of Thrones“

Kommentar von Jens Stratmann: Schöne Vision, mir gefällt auch die Idee mit dem HD-Streaming, vor allem für die Mitreisenden, allerdings gebe ich zu bedenken, dass wir in Deutschland in Sachen LTE immer noch ein Entwicklungsland sind und das die Datentarife derzeitig solche Spielereien sehr kostspielig machen dürften. In der Zukunft sehe ich uns sehr entspannt im Auto sitzen, ob nun autonom bewegt oder nicht.