CES 2016: Audi zeigt Elektrifizierung, Digitalisierung und pilotiertes Fahren

Die Highlights der Ingolstädter gehen mit dem Trend, den wir schon bei anderen Herstellern erkennen konnten: Autonomes Fahren, Elektrifizierung und Digitalisierung. Gezeigt wird dies mit der Konzeptstudie Audi E-Tron Quattro Concept, einem rein elektrisch angetriebenen Sport-SUV. Außerdem zeigen die Bayern mit einem neuen Interieur-Modell das Bedienkonzept der nahen Zukunft und beziehen moderne Apps und die Vernetzung mit ein. Wir werfen einen Blick darauf.

Cockpit

Die Elektrifizierungsstrategie von Audi zeigt sich auf der CES in Las Vegas mit dem Audi E-Tron Quattro Conept. Das SUV setzt auf drei E-Maschinen die eine Systemleistung von bis zu 503 PS ermöglichen sollen. Zudem zeigt der Allradler ein elektrisches Torque Vectoring, das bei Bedarf die Verteilung der Kräfte auf die Hinterräder übernimmt. Ebenfalls vorgestellt: Die Möglichkeit des pilotierten Fahrens im Stau und beim Einparken. Die Studie gibt also einen Ausblick auf ein künftiges Serienmodell an, das 2018 bereit für den Marktstart sein soll.

Mit großem Interesse beäugen wir zudem das Interieurmodell mit HMI-Konzept. HMI steht dabei für „Human-Machine-Interface“ und bezieht ein große AMOLED-Displays in die Bedienung mit ein. AMOLED bedeutet übrigens „active-matrix organic light-emitting diode“. Das Display wartet mit einer integrierten haptischen Rückmeldung und wird durch die neuartige MMI-Bedienung mit „MMI touch response“ ergänzt. Es erkennt bekannte Touch-Gesten vom Smartphone oder Tablet und passt sie an die besonderen speziellen Bedienungsbedingungen im Auto an. Natürlich lässt sich das Ganze mit Smartphones oder Smartwatches nahtlos vernetzen.

Detail

Die Basis dafür bietet Modulare Infotainmentbaukasten von Audi in seiner nächsten Ausbaustufe. Er hört auf den Namen MIB2+ und bietet eine gesteigerte Rechenleistung. Diese ermöglicht das Ansteuern von mehreren hochauflösenden Displays. Schön ist, dass das System auf den neuesten Mobilfunkstandard LTE Advanced vorbereitet ist, was für die ausgebauten Online-Dienste „Audi Connect“ aber auch nötig ist. So kann man seinen Audi zukünftig mit der Smartphone App „Audi MMI Connect“ über fahrzeugbezogene Remote-Dienste steuern. So lässt sich etwa der Standort des Fahrzeuges auf dem Handy anzeigen oder der Ingolstädter fernentriegeln. Vorgestellt wird darüber hinaus die Audi Connect SIM , die ab 2016 die Audi Connect-Services in Europa bietet. Ein Aktivierungsprozedere ist nicht nötig, dafür erlaubt sie ein automatisches EU-weites Roaming.

Scott Keogh, President Audi of America.

Noch in diesem Jahr sollen die „Car-to-X-Services“ auf den Markt kommen. Diese neuen Dienste, Verkehrszeicheninformation und Gefahreninformation sollen die Sicherheit beim Fahren steigern und gefährliche Situationen gar nicht erst aufkommen lassen. In den USA können Audis sogar mit Ampelinformation vernetzt werden: Das Auto vernetzt sich über das Mobilfunknetz mit dem zentralen Verkehrsleitrechner, der die Ampelanlagen in der Stadt steuert. Insgesamt bleibt Audis Auftritt auf der CES also realitätsnah – welch angenehme Abwechslung.

Audi at the 2016 International Consumer Electronics Show.