CES 2016: Delphi will demnächst Nachrüstlösungen anbieten

Kommunikation und Vernetzung sind die Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens – so zumindest sieht es der Automobilzulieferer Delphi. Das Unternehmen, das sich Ende der 90er Jahre von General Motors trennte, möchte das autonome Fahren auf mehrfache Weise vorantreiben. Zum einen soll 2017 im Cadillac CTS eine Komplettlösung angeboten werden, zum anderen arbeitet man zudem an Nachrüstvarianten.

Wohin geht der Blick des Fahrers? Die Kamera registriert die Blicke. Für das Messepublikum hat Delphi die Kamera-Technologie vor dem Demo-Fahrzeug auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Kameras erfassen nicht nur die Blickrichtung, sondern können auch Gesten erkennen. Diese und weitere Technologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten ein Auto zu steuern. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/52999 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Delphi Deutschland GmbH"

Delphi testet sowohl in Deutschland, unter den hiesigen Verkehrsbedingungen, als auch in den USA und bindet nicht nur den Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und die Verkehrsinfrastruktur mit ein. Dafür dienlich ist besonders die V2E-Technologie, die auf der CES in LAS Vegas präsentiert wird. So können Autos, die mit dieser Technik ausgerüstet sind, alle anderen Fahrzeuge in der unmittelbaren Umgebung erkennen.

Selbst abrupte Spurwechsel von anderen Verkehrsteilnehmern werden bemerkt. Zudem erkennt das System Fußgänger durch die Nutzung spezieller Smartphone-Chips. So wird das Fahrzeug gewarnt, wenn sich ein Fußgänger mit seinem Mobiltelefon beschäftigt, ohne auf das Verkehrstreiben zu achten. Dem Ganzen wird durch das Einbeziehen von Ampeln noch die Krone aufgesetzt: Das „Dedicated Short Range Communicaton“-System – kurz DSRC – erkennt den Status von Verkehrsampeln und plant gelbe, wie auch rote Ampelphasen ein. Last but not least können auch Kurven „eingesehen“ werden. Das System reagiert in Situationen, wenn der Fahrer daran gehindert ist, den Gegenverkehr in Kurven zu überblicken. Damit wird Delphi auch seinem Wunsch – einer Welt ohne Verkehrsunfälle – gerecht.

Vernetzt sind die Fahrzeuge mit der Dephi-Technik aber auch aus einem anderen Grund: Freunde und Familienmitglieder können den aktuellen Standort informiert werden und so eine Mitfahrgelegenheit ergattern – die totale Überwachung also. So wissen die Kids genau, wann Mami und Papi nach Hause kommen und können perfekt getimt den Fernseher abschalten. Aber wahrscheinlich wird der in Zukunft auch von unterwegs gesteuert. Wir schweifen ab…

Zurück zu Delphi: drei weitere Lösungen schweben den Entwicklern vor. Zum einen wären da Nachrüstlösungen zur Fahrzeugvernetzung, was sicherlich auf großen Anklang stoßen dürfte. Zudem hat man an einem berührungslosen Cockpit gearbeitet, das mit versteckten Infrarot-Kameras die Blickrichtung aufnimmt und mit einer Gesten- wie auch Sprachsteuerung gekoppelt ist. Zu guter Letzt wartet Delphi noch mit neuartigen dreidimensionalen Instrumenten-Anzeigen auf. Sie sollen äußerst wirklichkeitsnahe plastische Darstellung liefern. Das Tacho mit Wohlfühl-Haptik also.