Auto News: Audi R8 Spyder V10 – Dach auf, Gänsehaut rein

Auf der New York Auto-Show zeigt Audi uns den neuen Audi R8 Spyder. Auch weiterhin fährt der Ingolstädter Sportwagen mit einem V10-Motor mit 397 kW (540 PS) vor und pfeift damit auf das vielgehörte Downsizing. Besonders schön ist dabei natürlich, dass – sobald die Hülle gefallen ist – der Sound des V10 ungefiltert zu den Insassen dringt. Ich habe mal einen Blick auf die Details des offenen Sportwagens geworfen.

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Von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 318 Stundenkilometern: Damit sind die fast schon langweiligen Stammtischwerte also abgehakt. Interessanter finde ich andere Zahlen und Werte, wie etwa die Beschleunigung auf 200 km/h. Für diesen Sprint benötigt der Audi R8 Spyder 11,8 Sekunden. Schneller geht es aktuell nicht mit einem offenen Ingolstädter, da die 540 PS-Variante die vorerst einzige Ausbaustufe ist. Dennoch soll das Aggregat mit einer spontanen Gasannahme, einem schnellen Hochdrehen bis 7.800 Touren und dem damit einhergehenden unnachahmlichem Klang gefallen, den nur ein Zehnzylinder entwickeln kann.

Um diesen möglichst schnell zu genießen, öffnet und schließt das Stoffverdeck innerhalb von 20 Sekunden. Der Vorgang ist auch bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 50 km/h möglich, sodass man sich vor spontanen Regenschauern nicht mehr zu fürchten braucht. Das leichte Stoffverdeck fügt sich mit seinen sanft auslaufenden Finnen nicht nur optimal in die Optik des R8 Spyder ein, sondern trägt auch zum insgesamt recht niedrigen Gewicht von 1.612 kg trocken bei. Außerdem mitverantwortlich ist das neu entwickelte ASF Audi Space Frame in Multimaterialbauweise, das auf eine Mischung von Aluminium und Carbon setzt. Das Leichtmetall findet zu knapp 80 Prozent Verwendung und verstärkt die Schweller, die A-Säulen und den Frontscheibenrahmen gegenüber dem Coupé. Innovative Herstellungsmethoden ermöglichen eine Senkung des Fahrzeuggewichts um etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorgänger, während die Torsionssteifigkeit gegenüber diesem um 50 Prozent erhöht werden konnte.

Das ist natürlich auch nötig, wenn der V10 mit seinen 540 PS und 540 Nm bei 6.500 Umdrehungen in den Nacken drückt. Dennoch schafften es die Ingenieure dem Spyder eine ordentliche Effizienz anzutrainieren. Dank Freilaufmodus der Siebengang-S-Tronic konnte der Verbrauch auf 11,7 Liter im Durchschnitt gesenkt werden, was im Vergleich zum Vorgänger einer Ersparnis von zehn Prozent entspricht. Das Doppelkupplungsgetriebe wird übrigens elektrisch betätigt – per „Wire“ also – und leitet die Kraft an einen neu konzipierten Allradantrieb. Dank elektrohydraulischer Lamellenkupplung und der vollvariable Verteilung der Antriebmomente können bis zu 100 Prozent der Kraft an die Vorder- oder Hinterachse geleitet werden. Zudem lassen die vier Fahrmodi, die im Audi drive select eingebunden sind, die Wahl zwischen Sport und Komfort. Wer das Performance-Lenkrad wählt, bekommt drei weitere Modi hinzu: Dry, Wet und Snow. Sie sollen das Handling präziser und stabiler machen.

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Beim Infotainment setzen die Ingolstädter auf das bewährte „Audi virtual cockpit“, das mit seiner Bedienung voll auf den Fahrer fokussiert ist. Alle Funktionen lassen sich ansteuern, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen und werden im 12,3 Zoll-Display des volldigitalen Cockpits angezeigt – sogar mit 3D-Grafiken. Ergänzt wird die Lenkradsteuerung durch das MMI Touch, das fester Bestandteil des serienmäßigen MMI Navigation Plus ist. Zudem bieten die Bayern das Audi Smartphone Interface an, das ausgewählte Inhalte des Mobiltelefons direkt im virtuellen Cockpit darstellt und bald auch für das Coupé erhältlich ist. Optional kann man die „Audi phone box“ ordern: Sie bindet das Handy an die Bordantenne und lädt es währenddessen induktiv. Außerdem kann das „Audi connect“ via LTE eine Vielzahl von Diensten anbieten, die etwa das Online-Media-Streaming oder Echtzeit-Verkehrsinfos bieten.

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Ansonsten erwartet einen im Innenraum die gewohnt hohe Verarbeitungsgüte, die man von einem teuren Audi kennt. Der Spyder wird Nahe Neckarsulm fast in Handarbeit gefertigt und lässt neben der hohen Qualität fast unbegrenzte Individualisierungsmöglichkeiten für das Interieur und Exterieur zu. Technisches Highlight innen: Das Bang & Olufsen Sound System, das mit zwei Kopfstützen-Lautsprechern für optimalen Klang sorgen soll – bei offenem oder geschlossenem Verdeck. Die Highlights außen dürfen mit den optionale Echt-Carbon-Anbauteilen und den LED-Scheinwerfern mit neu entwickelter Lasertechnologie genannt sein. Damit sollte dem Vorsprung durch Technik Genüge getan sein.