Erfahrungsbericht: Suzuki Swift Sport

Ich bin den aktuellen Suzuki Swift Sport gefahren, habe mir darüber auch meine eigene Meinung gebildet, doch bevor ich euch die in ein paar Tagen um die Ohren haue gibt es heute ein Interview mit einem Suzuki Swift Sport Käufer. Mario von Berg hat sich nämlich damals für den Kleinwagen entschieden und genau er muss doch die Vorzüge (und auch die Mängel) vom Suzuki Swift Sport kennen. Mario von Berg war damals auch beim ersten Blogger Day am Bilster Berg dabei, was mich wirklich sehr gefreut hatte, denn er war einer der wenigen mit eigenem Fahrzeug.

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Hallo Mario, stell dich selbst doch einfach mal kurz vor.

Vorstellungen – das liegt mir nicht so recht. Was ich über mich selbst mal schrieb: „Mario von Berg – hat mal irgendwas mit Germanistik gemacht, liebt von Kindheit an das Automobil und lernte unfreiwillig Autokataloge auswendig. Mit Benzin im Blut und frühneuhochdeutschen Texten im Kopf fährt, schreibt und liebt er.“

Das umreißt mich schon ganz gut. Hinzu kommt natürlich, dass ich seit 2010 über Autos schreibe – zunächst für das autoaid-Blog, inzwischen auf verschiedenen anderen Blogs.

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Warum ein Suzuki Swift Sport?

Die Entscheidung für den Swift Sport war eine logische. Ich hatte gewisse Anforderungen und Parameter im Hinterkopf, die das neue Auto erfüllen sollte. Ich wollte ein kleines oder kompaktes, sportlich angehauchtes Auto mit klassischem Saugmotor und manuellem Getriebe, das über Xenon-Scheinwerfer verfügt, eine GRA, Klimaautomatik und Sitzheizung hat. Und das alles für einen annehmbaren Preis. Da blieb dann nur noch der Suzuki Swift Sport übrig.

Was begeistert dich an dem Suzuki Swift Sport?

Ganz klar: Der Motor. Ich liebe diesen Vierzylinder-Sauger. Klar, unterhalb von 3.000 Umdrehungen passiert nicht viel, aber ab 4.000 marschiert er kräftig und garstig nach vorn, trompet alles aus sich raus, was er hat und dreht schön bis knapp über 7.000 Touren.

Und das Tolle: Der SSS fühlt sich schneller an, als er ist; was den Vorteil hat, Du kannst öfter und gleichmäßiger die vorhandene Leistung von „nur“ 100 kW abrufen, ohne gleich mit einem Bein im Knast zu stehen. Den Swift Sport kannst Du auch im Alltag richtig fahren.

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Hand aufs Herz, was gibt es beim Suzuki Swift Sport zu kritisieren?

Zu kritisieren gibt es immer etwas, an jedem Auto. Beim Swift Sport ist mein Hauptkritikpunkt die zu hohe Sitzposition, auch in der niedrigsten Einstellung. Sonst sind es eigentlich nur Kleinigkeiten, die mich im Alltag wirklich stören: falsch laufende Uhr und falsche Verbräuche im Bordcomputer (Kombiinstrument auf Garantie getauscht), unbeleuchtete Schalter, Auf- und Abwärtsautomatik der elektrischen Fensterheber nur auf der Fahrerseite und der wirklich winzige Kofferraum. Genervt haben das funzelige Standlicht und die miese Kennzeichenbeleuchtung. Beides ist inzwischen durch Osram Cool Blue Intense weitgehend korrigiert worden. Letzter Malus: Die Bügel-Scheibenwischer. Hier kommen natürlich Bosch Aerotwin zum Einsatz.

Kritisieren könnte ich nun das Vorhandensein des RDKS oder der sehr dominanten Schaltempfehlungsanzeige. Aber das kann ich Suzuki nicht zum Vorwurf machen.

Den Wegfall der Lichtautomatik im Laufe des Modelljahres 2015 dagegen schon. Fies ist, dass Suzuki es erzwingt, dass das Abblendlicht permanent leuchtet, auch wenn der Schalter auf „off“ steht. Da der Swift Sport kein Tagfahrlicht hat und einige nationale Gesetzgebungen dies verpflichten, ist nun das Abblendlicht permanent aktiviert.

Hast du den Kauf bereut?

Ganz klar: Jein! Würde ich den Swift Sport wieder kaufen, wenn ich 2014 vor der Wahl stünde? Ja, immer und immer wieder. War es richtig, den Swift Sport anzuschaffen? Nun, das kommende Kind war geplant, ich hätte es also besser wissen müssen, dass ein dreitüriger Kleinwagen nicht unbedingt als Kinderwagen taugt.

Aber wenn ich mir durch den Kopf gehen lasse, was mir der Swift Sport gab und gibt, welche Freude er mir spendete, wie geil es war, das Teil über den Bilster Berg zu prügeln … Non, je ne regrette rien.

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Wenn du die Wahl hättest, würdest du dich nun anders entscheiden?

Heute, 2016 würde ich mich aufgrund äußerer Umstände anders entscheiden müssen. Würde ich zurück nach 2014 reisen, als der Autokauf anstand, würde ich kein anderes Auto kaufen als den Suzuki Swift Sport. Einer der letzten seiner Art, sogar der allerletzte freie Saugmotor ohne Direkteinspritzung in sportlicher Machart, der in Kürze das Zeitliche segnen wird.

Welche Fahrzeuge standen damals noch zur Auswahl?

Alternativen waren aufgrund meiner Spezifikationen rar. Preislich in der Nähe, aber etwa 3.000 € teurer, wäre der Ford Fiesta ST gewesen. Aber einerseits werkelt da ein Turbo, ein guter zwar, aber eben ein Turbo, andererseits ist mir das Interieur im Fiesta ein Graus.

Eine weitere Möglichkeit wäre der Mazda3 2.0 SKYACTIV-G 165 gewesen. Das Design von Ex- wie Interieur überzeugt, ich habe alles drin, was ich brauche und unter der Bughaube werkelt einen großer Zweiliter-Sauger. Sehr feines Teil, das sicher die vernünftigere Wahl gewesen wäre, aber auch preislich mindestens 6.000 € teurer.

Beiträge von Mario von Berg zum Blogger Day Bilster Berg gibt es übrigens auf kickaffe.com und im mein-auto-blog.de

2 Kommentare zu “Erfahrungsbericht: Suzuki Swift Sport

  1. Ich fahre ebenfalls seit September 2014 einen 3-türigen Swift Sport in der gleichen Farbe (Boost Blue Pearl Metallic) und kann nur zu 100% zustimmen. Ich habe die gleichen Kritikpunkte, aber auch meine Kaufgründe waren sehr ähnlich. Bisher bin ich über 39.000 problemlose Kilometer gefahren, davon auch mittlerweile ca. 40 Runden Nordschleife. Lediglich nach einer meiner Nordschleifenrunden am nun vergangenen Wochenende hatte ich Probleme mit der Bremse hinten rechts, was jedoch auf einen Einbaufehler der Bremsbeläge durch meine Werkstatt zurückzuführen ist, die die Beläge erst letzten Mittwoch getauscht hatte.

    Ich muss sagen, ich bereue es auf keinen Fall, den Swift gekauft zu haben und könnte mir derzeit nicht vorstellen, etwas anderes zu fahren (auch, wenn ich seit 3 Wochen einen Zweitwagen habe).

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