2016 Mitsubishi Space Star Fahrbericht

Zum Modelljahr 2016 wurde der Space Star runderneuert und präsentiert sich nun als 2016 Mitsubishi Space Star schicker und hochwertiger als zuvor. Weiterhin wird es die Ausstattungslinien BASIS, PLUS und TOP geben, die laut Mitsubishi deutlich aufgewertet wurden. Die Einführungsmodelle Intro Edition und Intro Edition+ werden im Zuge der Markteinführung zusätzlich aufgelegt.

Schauen wir uns zunächst die Äußerlichkeiten vom 2016 Mitsubishi Space Star an.

Außen wurden die Front überarbeitet, wozu die Konturen der Stoßfänger, größere Lufteinlässe, eine scharfkantigere Motorhaube und einiges an Chromzierrat gehören. Je nach Ausstattung fährt der Space Star mit Bi-Xenon-Scheinwerfern inklusive LED-Standlicht, neu designten Leichtmetallfelgen sowie eine Heckpartie mit waagerechten Reflektoren, LED-Rückleuchten und aerodynamischem Dachspoiler vor. Klar, der Mitsubishi SpaceStar ist kein komplett neues Fahrzeug, aber das Facelift steht ihm meiner Meinung nach ausgesprochen gut.

2016 Mitsubishi Space Star Test Fahrbericht Kritik Review Meinung Kaufberatung

Außen hui – Innen noch besser!

Wow! Das Interieur wurde besonders im Bezug auf Funktionalität, Wertigkeit und das Ambiente verändert. Am neuen Lederlenkrad finden sich Chrom- und Klavierlack-Applikationen, die Instrumente und Displays sind besser ablesbar, des weiteren wurde die Qualität der Sitzbezüge vorne und hinten verbessert.

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Exklusiv bei der 2016 Mitsubishi Space Star Intro Edition+ ist das neue Mitsubishi-Infotainment-System „Smart Link Navigation“ mit 6,5 Zoll Farb-Touchscreen, das per Android Auto™ und Apple CarPlay das Smartphone ins Fahrzeug einbindet und außerdem eine Sprachsteuerung, eine SD-Kartennavigation von TomTom® und eine Bluetooth®-Freisprecheinrichtung bietet.

Mitsubishi Apple Car Play

Neben den Bluetooth®- und USB-Audioschnittstellen beinhaltet es digitalen Radioempfang DAB+ und die Möglichkeit, MP3s, CDs und DVDs abzuspielen. Plug & Play! Handschuhfach öffnen, Smartphone verbinden und schon wird Apple CarPlay erkannt. Über die Sprachsteuerungstaste am Lenkrad kann man dann z.B. mit SIRI kommunizieren und sie bitten jemanden anzurufen.

2016 Mitsubishi Space Star Fotos

Doch was kommt beim 2016 Mitsubishi Space Star unter die Haube?

Wie gehabt hat man bei den Motoren die Wahl zwischen zwei Dreizylinder-Benzinmotoren. Der eine mit 1,0 Litern Hubraum und 71 PS, der andere mit 1,2 Litern Hubraum und 80 PS. Geschaltet wird bei beiden Motorisierungen über ein manuelles Fünfgang-Getriebe, das 1,2-Liter-Aggregat lässt sich optional auch mit dem stufenlosen CVT-Automatikgetriebe INVECS-III kombinieren. Durch die Mitsubishi Motorentechnologien „MIVEC“ und „ClearTec“ sollen die Kraftstoff-Gesamtverbräuche bei durchschnittlich 4,0 und 4,3 Litern pro 100 Kilometer und die CO2-Emissionen bei unter 100 Gramm pro Kilometer liegen.

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Der kleine 1.0 Liter Benziner schafft Tempo 172, beim 1,2 Liter Benziner ist erst bei Tempo 180 km/h Schluss. Für den Standart-Sprint von 0 auf 100 km/h braucht er mindestens 11,7 Sekunden. Ein Rennwagen ist der Space Star damit nicht, aber das hat schließlich auch keiner erwartet.

Serienmäßig rollt der 2016 Mitsubishi Space Star auf 4,5 x 14″ Zoll Felgen, eine Felgengröße die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Optional ziehen auch 5,0 x 15″ Felgen in die Radhäuser ein. Das steht dem Fahrzeug dann schon besser. Wenn es nach mir gehen würde, dann könnten da durchaus auch mal etwas größere Felgen in die Radkästen einziehen, hier mein nicht ganz Ernst gemeinter Vorschlag wie so etwas aussehen könnte:

Mitsubishi Space Star Tuning

Das wären dann 18″, gleich auch mit größeren Bremsscheiben an der Vorderachse und sogar Scheibenbremsen an der Hinterachse. Beim Space Star wird an der Hinterachse nämlich noch getrommelt, was bei den Fahrleistungen aber vollkommen ausreichend ist.

Beim Vorgänger hatte ich das etwas schwammige Fahrwerk kritisiert. Da haben die Mädels und Jungs von Mitsubishi an den richtigen Stellschrauben gedreht. Das Fahrwerk wurde definitiv verbessert. Die Fahrwerksabstimmung soll für ein agileres Handling und besseren Federungskomfort optimiert worden sein. Serienmäßig ist ein Berganfahr-Assistent an Bord, der zusätzliche Sicherheit beim Anfahren an Steigungen bietet. Wer schon mal im Parkhaus an der Rampe ausversehen zurückgerollt ist, der wird diesen Assistenten ebenfalls lieben.

Was die Sicherheit angeht bietet der Space Star auch noch die patentierte Karosserie-Sicherheitsstruktur RISE, sechs Airbags, ABS-Bremsen mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent, ein Reifenluftdruck-Kontrollsystem sowie die elektronischen Stabilitäts- und Traktionskontrollen MASC / MATC.

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Ein paar Kritikpunkte vom Vorgänger sind noch nicht ausgemerzt, so gibt es hinten immer noch keinen Einklemmschutz für die Kinderfinger, auch die Beleuchtung hinten ist stiefmütterlich behandelt worden und das Lenkrad lässt sich nur in der Höhe verstellen. Ansonsten zeigt sich der Mitsubishi Space Star ordentlich überarbeitet, schließlich muss man ja auch immer die Kosten im Blick haben. Das sieht man auch an den Scheinwerfern, anstatt hier auf Voll-LED zu setzen gibt es nur H4 oder Bi-Xenon, auch hier hat ein Controller wohl den Spardaumen drauf gehabt.

2016 Mitsubishi Space Star Basis Scheinwerfer H4

2016 Mitsubishi Space Star Bi-Xenon Scheinwerfer

Übersichtlich ist auch das Platzangebot im Kofferraum. Je nach Ausstattung steht ein Volumen zwischen 209 und 235 Liter zur Verfügung. Das Ladegut muss erst über eine hohe Kante gehoben werden, anschließend wieder abgesetzt werden. Rückenschonend ist das sicherlich nicht. Klappt man die Rücksitzlehnen um, dann steht ein Volumen zwischen 881 und 912 Liter zur Verfügung. Der Ladeboden wird in dem Fall, durch die Ladekiste, sogar fast eben.

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Auch wenn der Mitsubishi Space Star frei gegeben ist für fünf Personen, mehr als vier Personen sehe ich hier nicht bequem sitzen. Richtig viel Platz bietet er auf den beiden vorderen Sitzen.

Wie teuer ist ein Mitsubishi Space Star?

Preislich startet der neue 2016 Mitsubishi Space Star bei 9.990 Euro für die handgeschaltete Basisversion vom 1.0 MIVEC und geht bis 16.490 Euro für die Ausführung TOP mit Extra-Paket und 1.2 MIVEC ClearTec mit CVT-Automatikgetriebe. Diese Preise beinhalten eine Fünfjahres-Neuwagengarantie einschließlich einer kostenlosen Mobilitätsgarantie. Ich empfehle definitiv die 2016 Mitsubishi Space Star Intro Edition+, da geht es los ab 11.990 Euro und das oben schon gelobte Infotainment-System ist dann auch an Bord. Ich möchte nicht verschweigen, dass es derzeitig eine Aktion gibt, so kann man 2.000 Euro sparen und kann sich den Basis Space Star für ab 7.990 Euro sichern.

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Wie fährt sich der neue Mitsubishi Space Star?

Ich hatte es ja bereits vorweg genommen. Das Fahrwerk wurde defintiv verbessert, ansonsten erkennt man den 3-Zylinder unter der Haube natürlich an seinem Klangbild. Macht aber nichts, denn mit dem Kleinwagen wird man vermutlich selten von Hamburg nach München fahren. Könnte man aber, die Platzverhältnisse gehen vollkommen in Ordnung. Mit meinen 1,75m hatte ich vorne ausreichend Platz und habe auch schnell eine geeignete Sitzposition gefunden. Die Lenkung, hier ist übrigens eine elektrounterstützte Zahnstangenlenkung verbaut, ist leichtgängig. Die Bremsen (Scheibenbremsen an der Vorderachse, Trommelbremsen an der Hinterachse) lassen sich fein dosieren und scheinen ausreichend groß dimensioniert für den Kleinwagen mit Format. In der Stadt spielt er seine Vorteile aus, mit einem Wendekreis von 9,2 Meter zeigt er sich wendig und mit einer Gesamlänge von 3,79 Meter und einer Gesamtbreite von 1,96 Meter passt er auch in fast jede Parklücke.

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Kleiner Kritikpunkt: Der Tank! Der fasst nur 35 Liter und egal wie sparsam der Mitsubishi Space Star nun sein soll, der kleine Tank wird dafür sorgen, dass man den Tankwart häufiger sieht als einem lieb ist. Dennoch, ich bin beide Motoren gefahren, ich würde mich für den 1,2 Liter entscheiden. Die 80 Pferdestärken kommen mit dem Gewicht von unter einer Tonne sehr gut klar. Ich bin den 1.2 Liter 80 PS Space Star gestern noch knapp 400 km gefahren, der erste Eindruck hat sich defintiv bestätigt. Das Fahrwerk ist besser abgestimmt und selbst Geschwindigkeiten über 170 km/h schafft der Kleinwagen locker. Dann wird er natürlich auch durstig, am Ende stand ein Durchschnittsverbrauch von knapp 6 Liter im Bordcomputer, ein Wert der sich aber dennoch sehr gut sehen lassen kann.

2016 Mitsubishi Space Star Fazit

Machen wir es kurz: Ich bin wirklich begeistert, wieviel Auto man zu so einem günstigen Preis bekommen kann. Vergesst die BASIS-Version, gönnt euch etwas Luxus. Das große Radio, die elektrischen Fensterheber vorne und hinten (dann auch vom Fahrersitz verstellbar), das sollte schon drin sein. Vermutlich würden für 90% der Käufer/innen der kleine Einstiegsmotor sogar reichen, aber ihr kennt das ja – auf die Frage: „Darf es etwas mehr sein?“ habe ich selten mit „Nein!“ geantwortet!

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Ihr wollt mehr erfahren über den neuen Mitsubishi Space Star? Schaut doch einfach auf die Seite vom Hersteller und natürlich hat auch der Kollege Bjoern das Fahrzeug schon bewegt. Sein Fazit: „Kein Platz für Blödsinn!