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Alles Gute zum 40 Geburtstag, Ford Fiesta!

Wie gestaltet man für gewöhnlich eine Rede zu einem Geburtstag? Meistens gibt man ein paar Zahlen zum Besten, also legen wir mal los: 16,7 Millionen, 40, 8.440 und 1.0. Damit könnt ihr nichts anfangen? Kein Problem, wir werfen einen Blick auf die Historie des Kleinwagen und klären auf, was die Werte zu bedeuten haben. Zunächst einmal: Happy Birthday, kleiner Flitzer!

Seinen 40. Geburtstag feiert der Kleinwagen mit 16,7 Millionen gebauten Exemplaren seit dem 11. Mai 1976. Doch anfangs wusst man noch gar nicht, wie Fords Projekt überhaupt heißen soll – „Bobcat“ galt als wahrscheinlicher Name. Doch gekommen ist der Kleinwagen als Fiesta und Bobcat hat sich als Name für alle Entwicklungen bei Ford eingebürgert. So zog Henry Ford II am 18. Dezember 1975 höchstpersönlich das Tuch vom Projekt und stellte es der Weltöffentlichkeit vor.

Produziert wurde der Ford Fiesta anfänglich im Werk in Saarlouis. Dort lief er mit einem von drei Ein-Liter-Vierzylindern vom Band. Die kleinste Variante leistete bescheidene 40 PS, womit die nächste Zahl geklärt wäre. 8.440 Deutsche Mark kostete der Kleinwagen damals – eine Heckscheibenheizung inbegriffen. Davon sind die heutigen Exemplare natürlich weit entfernt, bieten aber auch allerhand mehr.

1979 zog die Produktion schließlich nach Köln. Hier konnte Ford einen ersten Erfolg feiern: Zwei Millionen Exemplare wurden im Zeitraum bis 1981 gebaut, was bis zu diesem Datum kein anderer Hersteller zuvor erreicht hatte. Weitere Produktionserfolge sollten folgen. So zum Beispiel ein Kunstprojekt des Aktionskünstlers AH Schult, der den Ford Fiesta in einen riesigen Eisblock einfror oder ihm riesige Flügel verpasste.

Rekordverdächtig war auch der Renneinsatz: 1982 wurde Deutschlands erste Frauen-Rennserie, der „Ford-Ladies-Cup ´82“ ins Leben gerufen, bei dem 20 junge Damen gegeneinander antraten. Sie kämpften nicht nur um ein Preisgeld, sondern auch um den Renn-Fiesta selbst. Mit einem Überrollkäfig, einem Feuerlöscher, Hosenträgergurten und 90 lebendigen PS erreichte die leichte Rennsemmel immerhin 180 km/h Spitze – seinerzeit mehr als beachtlich.

Den Sportsgeist hat sich auch der aktuelle Ford Fiesta bewahrt: Als Fiesta ST 200 leistet der Kölner 200 PS und gilt damit als Spitzensportler unter den Kleinwagen. Doch auch das Umweltbewusstsein liegt dem aktuellen Fiesta. So erfüllt nicht nur der Fiesta ST die Euro-6-Abgasnorm, sondern auch seine zehn schwächeren Brüder, darunter drei Diesel, sechs Benziner und eine LPG-Variante. Auf die nächsten 40 Jahre also! Dann kann ich sicherlich von weiteren Rekord-Zahlen berichten.