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Downsizing – Neuer Einstiegsdiesel für den Mazda 3

1.6 Liter scheinen in der Kompaktklasse das Maß der Dinge zu sein, wenn es um Einstiegsdiesel geht. Volkswagen schwört nicht erst seit gestern auf den 1.6er, Honda, Opel, Kia und wie sie alle heißen haben ebenfalls einen Selbstzünder mit diesem Hubraum im Programm. Nicht so aber beim Mazda 3: Die Japaner vertrauen auf nur 1.5 Liter – also nur ein halbes Wasserglas weniger – und holen gemütliche 105 PS aus dem Aggregat. Renault war jedoch der erste Hersteller in der Kompaktklasse, der diesen ungeraden Hubraum anbot.

Bei den Benzinern geht Mazda noch den Weg des großen Hubraums. Keine Aufladung, weder durch einen Turbolader noch durch einen Kompressor, steigert die Leistung der Otto-Motoren. Anders schaut es bei den Selbstzündern aus – hier vertrauen alle Motoren auf Turbolader, einschließlich des neuen 1.5 Liter Einstiegsaggregats. Es bietet 105 PS und reiht sich damit im durchschnittlichen Leistungsspektrum der Klasse ein. Das lässt sich auch über das maximale Drehmoment von 270 Nm sagen.

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Doch gänzlich neu ist der Diesel nicht. Bereits im kleinen SUV, dem Mazda CX-3, und im Kleinwagen Mazda 2 stellten die Japaner den Antrieb vor. Im Kompaktklassemodell soll sich das Downsizing vor allem durch einen geringen Durst zeigen: Durchschnittlich 3,8 Liter sollen durch die vier Brennräume fließen, was Ende der 90er / Anfang der 2000er Jahre noch ein Alleinstellungsmerkmal besonderer Sparmobile war. Das aber ist der Mazda 3 mit seinem Einstiegsdiesel nicht: Der Kompakte bietet Platz für vier Erwachsene und deren Gepäck und verzichtet auf jegliche drastische Sparmaßnahme.

Dennoch ermöglicht der Antrieb recht gute Fahrleistungen – zumindest muss man sich nicht als rollendes Verkehrshindernis fühlen. Den Stammtisch-Spurt bringt der Mazda 3 in exakt 11 Sekunden hinter sich und schafft maximal 185 km/h. Das hat er auch seinem leichten Leergewicht, von etwa 1,3 Tonnen zu verdanken. Wer sich also für diese attraktive Kompaktklasse-Alternative interessiert, den könnte der Aktionspreis von 20.690 Euro interessieren, da der Listenpreis sonst bei 23.190 Euro liegt. Die besonders reichhaltige Sports-Line steht mit nochmals 700 Euro mehr in der Preisliste. Verglichen mit seinen Konkurrenten – vor allem ausstattungsbereinigt – ist das ein fairer Kurs.