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BMW M3 „30 Jahre M3“ – Willkommen im Club

„Es kann nur einen geben!“ … ja ja, das ist ein Zitat aus einem 30 Jahre alten Film, den ihr wahrscheinlich nicht mehr kennen werdet. Damals, als Christopher Lambert noch ein Action-Star war, ging es im Film hoch her und… ach, was erzähle ich. Ich schweife ab. Das hier sollt eine geistreiche Einleitung zu einem atemberaubenden Fahrzeug werden – naja, hätte ja klappen können. Der BMW M3 ist also dreißig – genau, wie der Pseudo-Fantasy-Streifen und anderes Gutes, wie etwa der bescheidene Autor dieser Zeilen. Ihr wollt Zahlen, Daten, Fakten? Ganz ruhig: In dem Alter, in dem der BMW M3 und ich uns befinden, geht man es etwas entspannter an. Oder?

Gegen das Vergessen: Signet mit Alters-Hinweis
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Von wegen entspannt: Der BMW M3 galt seinerzeit – also 1986, als er zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte – als Renntourenwagen für die Straße und hatte mit Ruhe so viel gemein, wie Helmut Kohl mit Claudia Schiffer. Dieser Habitus zog sich vom E30 mit vier Zylindern, über den E36 mit anfänglich 286 PS und den E46 bis hin zum E90 mit V8 und schließlich zum aktuellen F30. Dabei war jede Baureihe ein Highlight für sich. Klassischerweise bedienten sich der E36 und sein Nachfolger einem Reihensechszylinder. Letzteres Aggregat drehte bis über 8.200 Touren und war mehrfach „Engine of the Year“. Für mich besonders reizvoll war aber immer die Baureihe E90 – die letzte mit dem E im internen Namen. 420 PS aus einem hoch drehenden Achtender, der so viele Stimmlagen beherrschte, wie sonst kaum ein Aggregat. Doch dieser Motor spaltete nicht nur die Fangemeinschaft, er viel auch dem Downsizing zum Opfer, sodass der aktuelle M3 (bzw. M4) wieder auf sechs in reihe bauende Zylinder vertraut.

20-Zoll-Schuhwerk im Speichendesign: Lecker!
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Dreißig Jahre geht dieses Spiel nun schon – und das will gefeiert werden. Dafür gönnen die Münchner ihrem Sportler einen Anhang an seinem Namen und nennen den starken Mittelklässler BMW M3 „30 Jahre M3“. Anders, als manch verbasteltes Exemplar, kommt das Jubiläumsmodell aber sehr nobel daher: Der Bayer ist ausschließlich in „Monacoblau“ Metallic lieferbar und spinnt damit eine Faden zur ersten Generation, in der der Farbton seinen Einstand feierte.

Dunkles Sportstudio: Alternativ auch mit blauer Farbgebung
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Für den besonderen Sportsgeist verfügt der BMW M3 „30 Jahre M3“ außerdem über das Competition-Paket, das ihm neben der Leistungssteigerung auf 450 PS auch Schiederäder im 20-Zoll-Format und die adaptiven M-Dämpfer mitbringt. Fans werden das Paket bereits von der Optionsliste kennen. So ausgerüstet, zeigt der Münchner natürlich sportliche Fahrleistungen: Mit 4,2 Sekunden für den Standard-Spurt nimmt das Sondermodell der Serie exakt eine Zehntel ab. All das – vor allem aber die Exklusivität – hat natürlich seinen Preis. Mindestens 94.190 Euro muss man parat haben, um eines der begehrten Modelle sein Eigen zu nennen. Für einen Mittelklasse-Vertreter viel Geld, für einen Renntourenwagen mit Legenden-Charakter vollkommen egal. Auf die nächsten 30 Jahre! Prost!

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Schwarze Endrohre passend zur Shadow-Line