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Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet C400 4MATIC Fahrbericht Test

Kürzlich hatten wir die Gelegenheit, Triest im Nordosten Italiens zu besuchen, und zwar um das neue Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet zu fahren.

Unser brilliantblaues Testfahrzeug, der C 400 4MATIC, versteckt unter seiner Haube einen 3.0 Liter V6 Motor mit 333 PS und einem maximalen Drehmoment von 480 Nm zwischen 1.600 und 4.000 Umdrehungen pro Minute. Die Kombination aus PS, dem Allradantrieb und dem perfekt arbeitenden 9G-Tronic Automatik-Getriebe schafft das Cabrio den Spurt von 0 auf 100 in nur 5,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, aber die Tempolimits in Italien und dem nahegelegenen Slowenien haben dies sowieso nicht zugelassen, wir sind lieber entspannt gefahren und haben die Fahrt genossen. Durch die Kürze der Testfahrt können wir uns beim Verbrauch nur auf den NEFZ-Wert verlassen, er soll im Schnitt 8 Liter betragen. Fahrwerk, Lenkung und Bremsanlage funktionieren auch im Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet so gut wie in der Limousine, dem T-Modell und dem Coupé.

Im C-Klasse Cabriolet kommen inklusive der Mercedes-AMG-Varianten acht Benzin- und zwei Dieselaggregate zum Einsatz. Sie decken eine Leistungsrange zwischen 156 und 510 PS ab, womit dann für jeden Geldbeutel das Passende dabei sein dürfte. Wenn ich könnte, würde ich mich für den Mercedes-AMG C 63 S mit 510 PS entscheiden, der mit dem genialen AMG Speedshift MCT (7 Gang Sportgetriebe), 700 Nm, einer sportlichen Optik und einem ebenso sportlichen Klang ausgestattet ist. Die Vernunft würde jedoch zu einem kleineren Benziner oder sogar einem Diesel raten, wobei meiner Meinung nach in ein Cabrio ein Benzinmotor gehört. Im C400 und im C43 ist der Allradantrieb serienmäßig verbaut, im C200 und im C220 d kann er optional bestellt werden. Für die anderen Motorisierungen ist er zur Zeit noch nicht vorgesehen.

Die Heckklappe des Cabriolets lässt sich über den Schlüsselschalter, eine Taste in der Tür oder, als Sonderausstattung, per Fußkick öffnen. Mir fehlte bei der Probefahrt ein einfacher Taster direkt an der Heckklappe. Das Kofferraumvolumen des Cabriolets liegt zwischen 285 und 360 Litern, womit es ähnlich abschneidet wie seine Mitbewerber BMW 4er Cabriolet und Audi A5 Cabriolet.

Das Stoffdach ist dreilagig gearbeitet und lässt sich innerhalb von 20 Sekunden voll automatisch per Tastendruck, oder bei Keyless-Go per Schlüsselschalter, öffnen. Bis 50 km/h lässt sich dies auch während der Fahrt erledigen und zusätzlich per Tastendruck alle vier Fensterscheiben herunterfahren. Das Belüftungssystem im viersitzigen Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet passt sich selbstständig an, bei offenem Dach wird es zum Beispiel wärmer, indem die automatische Klimaanlage wärmere Luft zum Lenkrad und unter dem Namen „Airscarf“ auch wieder warme Luft in den Nacken bläst. Im Gegenzug kann die Klimaanlage natürlich auch kühlen und auch die Sitze lassen sich belüften.

Mir gefällt ja das Lebensgefühl, die Entschleunigung beim Cabriofahren. Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen sondern der Weg ist schon das Ziel. Im C-Klasse Cabriolet kann man das alles und zusätzlich hat man das gute Design, die hochwertige Verarbeitung bei Innenraum und Verdeck, eine intuitive Bedienung und den guten Motor. Leider entspricht das Cabrio nicht meinen persönlichen Anforderungen an ein (Familien)-Fahrzeug, denn sonst käme ich sicher in Versuchung.