Kein PokemonGO hinterm Lenkrad – BITTE!

Bitte nicht falsch verstehen: Ich will keinem den Spaß an PokemonGO vermiesen, ganz und gar nicht. Ich finde das Phänomen interessant, Leute gehen wieder auf die Straße, das Spiel verbindet, es bürgt aber auf Gefahren. Gefahren für den Straßenverkehr durch Spieler die nur auf das Smartphone schauen und sich in der virtuellen Welt verlieren und noch schlimmer wird es, wenn man sich – weil man zu faul ist zu laufen – mit dem Auto auf die Jagd nach den kleinen Monstern macht.

Auch wenn es in der App heißt: „Bleibe wachsam. Behalte immer deine Umgebung im Auge!“ sind einige von dem Spiel bereits so „gefangen“, dass es zu Unachtsamkeiten im Straßenverkehr gekommen ist.

PokemonGO im Auto spielen ist verboten!

Eigentlich muss ich es nicht erwähnen, aber das PokemonGO spielen während man mit einem Auto fährt (und zwar als Fahrer) ist verboten. Dafür gibt es dann sogar einen Punkt in Flensburg, quasi kostenlos zum gefangenen Pokemon oben drauf. Ich will euch gar nicht den Spaß verderben, allerdings sollte man sich und andere nicht in Gefahr bringen und dann gibt es noch etwas auf das ich hinweisen möchte: Es gibt Plätze auf der Erde, da finde ich, dass man dort auch kein PokemonGO spielen sollte: Friedhöfe, Gedenkstätten und Orte wo man nicht hin darf. Das können Truppenübungsplätze sein, aber auch private Grundstücke – kleines Beispiel gefällig was passieren kann wenn man es bei der Pokemon Suche übertreibt?

Pokeball

Fundstück bei den Pressemitteilungen der Polizei: 

Prügel wegen PokemonGO

„Aus Spaß wurde ernst. Ein begeisterter Pokémon-Spieler, der sonst die kleinen Taschenmonster jagt, ist jetzt selber zum Gejagten geworden. Und bekam dabei reichlich Prügel ab!“

Na neugierig geworden? Okay, dann gibt es nun die komplette Geschichte, die eigentlich auch aus einem Privat-Fernseh-Scripted-Reality-Drehbuch hätte stammen können:

„Zusammen mit einem Kumpel suchte der 27-Jährige kurz nach Mitternacht beim Spielen von „PokemanGO“ nach den kleinen Monstern. Eine Spur führte die beiden in einen fremden Garten der beschaulichen Alsdorfer Siedlung Busch. Konspirativ und leise durchsuchten sie den Garten. Sehr zum Leid-wesen des 50-jährigen Hausbesitzers, der ob der Geräusche in seinem Garten, akute Einbruchsgefahr witterte und sich zu seinem Schutz entsprechend bewaffnete. Mit einem hölzernen Baseballschläger. Frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ stieß er zunächst einen Warnschrei durch das geöffnete Fenster in den Garten. Die PokemonGo Spieler, völlig überrascht ihrer Spielewelt entrissen, flüchteten daraufhin panikartig aus dem Garten und türmten in verschiedene Richtungen.“

Das wäre ja eigentlich schon lustig genug, aber es geht noch weiter:

„In einem sicheren Gefühl der Überlegenheit nahm der 50-jährige die Verfolgung der beiden auf. Nicht weit von seinem Haus entfernt, erwischte er auch einen. Und zwar den 27-Jährigen. Überzeugt, er habe einen Einbrecher erwischt, traktierte er den jungen Mann zunächst einmal mit dem Baseballschläger. Hiebe auf die Oberschenkel gab es. Und dennoch gelang es dem jungen Mann, zu flüchten und die Polizei zu rufen. Da er seinen Verfolger stets im Nacken spürte sprang er sogar durch eine dicht bewachsene Hecke. Dabei verlor er einen Schuh. Bis die Polizei kam, kauerte er auf dem Gelände eines Kindergartens und erwartete sehnsüchtig deren Erscheinen. „

Wie aus dem Märchen, nur dass nun kein Prinz auf seinem Ross angeritten kam und die Schuhgröße kontrollieren wollte. Aber auch mit dem Jäger, dem 50-jährigen Hausbesitzer, sprach die Polizei später. Er gab zum Sachverhalt an, er sei davon ausgegangen, dass sich Einbrecher „in seinem Garten herumtreiben und klauen wollen“.

Bestraft wurde aber keiner: „Der 27-Jährige verzichtete in Erwartung lediglich blauer Flecken auf eine ärztliche Behandlung. Auch wenn das Eindringen in fremde Gärten wohl nicht ausdrücklich in den Regeln des Spiels behandelt wird, bat die Polizei darum, den gesunden Menschenverstand zu nutzen und derartigen Situationen aus dem Weg zu gehen. Sonst wird man schnell selber zum Gejagten….“

Quelle: Pressestelle Polizei Aachen