VW Golf GTI Clubsport

VW Golf GTI Clubsport Test – Lohnt der Aufpreis?

Seit jeher bin ich ein echter Golf GTI-Fan, selbst geleistet habe ich mir irgendwann den VW Golf 3 GTI und habe ihn immer noch. Zur Zeit steht jedoch noch ein anderer GTI vor meiner Haustür, und zwar der VW Golf GTI Clubsport, den Volkswagen zum 40. Geburtstag des GTI auf den Markt gebracht hat.

Sein 2.0 Liter Vierzylinder-Reihenmotor leistet dank Abgasturbolader, 1,3 bar Ladedruck und Ladeluftkühler bis zu 265 PS/ 195 kW und ein Drehmoment von 350 Nm. Im Boostmodus stehen temporär sogar 213 kW / 290 PS und 380 Nm zur Verfügung. Von 0 auf 100 schafft es der Clubsport in nur 6,3 Sekunden und weiter bis auf maximale 250 km/h.

VW Golf GTI Clubsport Fahrbericht

Kurz: Der Fronttriebler bringt seine Leistung gut auf die Straße. Laut NEFZ verbraucht der Clubsport 6,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer, was aber nicht realistisch ist, wenn man ihn so fährt, wie es sich quasi anbietet. Aber im Vergleich verbraucht mein 3er GTI auch mindestens 10 Liter und hat dabei nicht mal die Hälfte der Leistung.

Das Fahrverhalten gefällt mir wirklich gut. Die Lenkung verfügt über eine sehr gute Rückmeldung und lässt sich präzise steuern. Auch die Bremsanlage macht einen hervorragenden Job und der Motor hängt fantastisch am Gas. Ich finde, der GTI Clubsport fährt wie auf Schienen, wofür sicherlich auch die elektronisch geregelte Vorderachs-Differenzialsperre verantwortlich ist. Wer es sportlicher haben möchte, kann das ESC in den Sport Modus versetzen, bzw. es komplett ausschalten.

Das nun fünfte Jubiläumsmodell verfügt über aerodynamische Karosserieteile wie eine neue Frontspoiler-Stoßstange, einen Heckspoiler und einen Diffusor. Diese Elemente sorgen für echte Motorsport-Abtriebswerte. Optional bekommt man Semi-Slicks.

Ärgerlich fand ich, dass bei einem auf Sportlichkeit ausgerichteten Modell die adaptive Fahrwerksregelung 1035 Euro zusätzlich kostet. Mit ihr kann man dann zwischen den verschiedenen Kennlinien wählen. Serienmäßig rollt der VW Golf GTI Clubsport auf 18 Zoll großen Rädern, ich würde der Optik wegen jedoch immer die 19 Zöller wählen. Wie alle GTI ist dieser auch 15 mm tiefer als sein normaler Serienbruder.

VW Golf GTI Clubsport Fotos:

Der Kofferraum fasst regulär 380 Liter, bei umgeklappten Rücksitze passen 1270 Liter hinein. Im Innenraum sitzt man in Sportschalensitzen und alles ist an seinem Platz, wie es bei Volkswagen eben üblich ist. Angenehm aufgeräumt, übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Die Instrumente und Displays lassen sich gut ablesen.

Das DYNAUDIO Premium Sound System mit 10 Kanal Verstärker, Subwoofer und 8 Lautsprechern kann mich trotz einer Gesamtleistung von 400 Watt nicht so richtig überzeugen, da müsste eventuell eine Nachrüstlösung her.

Zusätzlich zum Klang des Sound Systems hätte ich auch gerne etwas mehr Klang beim Beschleunigen, ein wenig lauter und satter könnte der Klang schon gerne sein. Aber über diese Kleinigkeit kann ich großzügig hinwegsehen, denn ansonsten entspricht der GTI Clubsport ziemlich genau meinen Vorstellungen.

Familie und Hund passen rein (dafür sollte man natürlich lieber den Fünftürer nehmen), er ist sportlich und trotzdem alltagstauglich und zuletzt noch halbwegs bezahlbar.

Mein letzter Kritikpunkt ist der Preis, denn handgeschaltet geht es bei 34.925 Euro, mit DSG bei 36.900 Euro los. Mit ein paar Extras kommt man jedoch locker auf etwa 44.000 Euro, was für einen Golf schon ordentlich ist.

Mein Fazit zum VW Golf GTI Clubsport: Er bringt eine Menge Fahrspaß gepaart mit einer hoher Alltagstauglichkeit. Wer doch noch mehr Leistung und einen Allradantrieb haben möchte, kann sich ja den VW Golf R gönnen. Der Golf GTI Clubsport bringt aber weniger Kilos auf die Waage und sicherlich auch genauso viel Fahrspaß.

Mit dem Semi-Slicks klebt er bei trockenem Untergrund förmlich auf der Straße und auch wenn ich den Schaltknauf fantastisch finde, würde ich inzwischen zum DSG greifen, das VW DSG bekommt die Schaltwechsel inzwischen nämlich auch super hin. Mir persönlich könnte der GTI Clubsport etwas lauter sein. Wenn ihr mich fragt, dann lohnt der Aufpreis zum normalen GTI auf jeden Fall, denn ein Jubi-Modell war schon immer etwas ganz besonderes.